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Reetz holt Pokal beim Löschangriff der Wehren

Feuerwehrsport Reetz holt Pokal beim Löschangriff der Wehren

Die Freiwillige Feuerwehr Reetz (Potsdam-Mittelmark) hat sich am Wochenende selbst beschenkt. Bei der Bestenermittlung der Gemeinde Wiesenburg/Mark im Löschangriff holten sie vor heimischer Kulisse den Siegerpokal. Doch gab es gab auch schlechte Nachrichten, sogar ein paar Tränen kullerten.

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Stolze Sieger: Die Reetzer waren die schnellsten Löscher.

Quelle: Eva Loth

Reetz. „Wasser marsch“ hieß es zum 35. Flämingpokallauf in dreifacher Hinsicht. Zum einen kam es natürlich bei den Wettbewerben dann mehr oder weniger zielgenau aus dem Schlauch. Zum zweiten lief es bei Temperaturen um die 30 Grad Celsius den Kameraden weiter als nur den Rücken herrunter. Zum dritten stand es diesem oder jenem als kleine Tränen in den Augen.

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Die Freiwillige Feuerwehr Reetz (Potsdam-Mittelmark) hat sich am Wochenende selbst beschenkt. Bei der Bestenermittlung der Gemeinde Wiesenburg/Mark im Löschangriff holten sie vor heimischer Kulisse den Siegerpokal. Doch gab es gab auch schlechte Nachrichten, sogar ein paar Tränen kullerten.

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Grund dafür war ein nicht leichter Abschied. Das Tanklöschfahrzeug der Einheimischen wurde nämlich nach 38 Jahren in Rente geschickt. 24 Jahre lang war der W 50 das Einsatzfahrzeug der Reetzer Ortswehr und wird nun aus wirtschaftlichen Gründen von der Gemeinde Wiesenburg/Mark nicht mehr instand gesetzt. Obendrein war es das überhaupt erste Tanklöschfahrzeug in Wiesenburg und Umgebung. Ortswehrführer Steffen Teuber hofft, dass schnellstens Ersatz beschafft wird. In der Kommune gibt es darum noch Kontroversen.

Dessen ungeachtet waren es gerade die Jubiläen vor Ort, die den Rahmen für die 14. Bestenermittlung der Gemeinde Wiesenburg/Mark gebildet haben: 95-jähriges Bestehen der Ortswehr und 50. Geburtstag der Kinder- und Jugendwehr. Diese hat derzeit 23 Mitglieder und wird von Yvonne und Michael Bolz mit großem Engagement betreut. Inzwischen sind auch Jungen und Mädchen aus Nachbardörfern dabei. Den Nachwuchs erwartete eine besondere Überraschung. Er erhielt neue T-Shirts. Sie konnten gleich präsentiert werden, denn Gemeindewehrführer Burkhard Brüning erlaubte auf Grund der Hitze einen Start ohne Jacken. Zusätzlich versprach Ortschefin Marion Gante 300 Euro als Geschenk.

Auch bei den Wettkämpfen war zu merken, welch gute Arbeit die Jugendwarte geleistet haben. Es gab keine Disziplin, bei der die Kinder und Jugendlichen aus Reetz nicht auf dem Podest standen. Besonders die Jüngsten waren stolz auf Medaillen und Pokale.

Bei den Erwachsenen gibt es derzeit 22 Aktive, die für die Tageseinsatzbereitschaft zur Verfügung stehen. Zu Ihnen gehören seit einiger Zeit auch die Kameraden aus Reetzerhütten – die gemeinsame Tageseinsatzbereitschaft liegt laut Statistik bei 7,2 Kameraden.

„Es ist eine fruchtbare Zusammenarbeit entstanden, sowohl im Vereinsleben als auch bei Einsätzen“, so Steffen Teuber. Er steht seit zwei Jahren an der Spitze, hat die Nachfolge von Ronald Schüler angetreten. Bei der monatlichen Ausbildung sind ferner die Kameraden aus Reppinichen dabei.

Die Reetzer Ortswehr, die im vorigen Jahr 49 Einsätze absolviert hat, wird nicht zuletzt als tragende Säule im Dorfleben anerkannt. Nicht von ungefähr waren die Kameraden bereits Freitag den ganzen Tag engagiert dabei, den Sportplatz für die Wettkämpfe herzurichten. Einige hatten dafür extra Urlaub genommen, schließlich kommen zum Flämingpokallauf auch Gäste aus nah und fern. Mitunter hängt wegen solchen Aufwandes daheim der Haussegen ein bisschen schief. Deshalb wurde an Lob und Dank nicht gespart.

Und obendrein konnten die Reetzer Männer mit der respektablen Zeit von 24,60 Sekunden für den Löschangriff den Sieg (nach DIN) für sich verbuchen. Nach TGL im offenen Fläming-Pokal-Wettbewerb war lediglich die Löschgruppe aus Schmilkendorf schneller als der Gastgeber.

Von Eva Loth

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