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Reetzer warten seit 40 Jahren auf ihren Radweg

Unterschriftensammlung in vier Orten Reetzer warten seit 40 Jahren auf ihren Radweg

Die Bürger von Reetz, Reetzerhütten und Wiesenburg wünschen sich endlich einen Radweg an der B 246. Dafür wurden jetzt noch einmal Unterschriften gesammelt. Denn die Bürger hoffen, dass mit dem geplante Ausbau der Bundesstraße in den Orten etwas in Gang kommt. Der Bedarf besteht schließlich schon seit 40 Jahren.

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Jürgen Thurm, Marion Gante und Ortwin Renner (von links) präsentieren die jüngst eingesammelten Unterschriftenlisten.

Quelle: Eva Loth

Reetz. Die Initiativen für Radwegbau zwischen Wiesenburg und Reetz haben eine lange Geschichte. Gerade ist das nächste Kapitel in Arbeit. Denn bislang sind alle Vorstöße ohne Erfolg geblieben. Der Bedarf entlang der B 246 ist indes nicht geringer geworden, wie die Einheimischen einschätzen.

Bereits in den 70er Jahren wurde eine erste Unterschriftenaktion gestartet. Damals war die heutige Ortschefin von Reetz, Marion Gante (FDP) noch Schülerin. Sie musste regelmäßig mit dem Drahtesel die 5-Kilometer-Strecke zum Unterricht fahren. Nach der Zentralisierung der Schule folgten nach der politischen Wende der Wegfall von Arztsprechstunden, und Einkaufsmöglichkeiten, so dass viele Bürger aus den kleinen Dörfern auf das Velo angewiesen sin. Das Netz des öffentliche Nahverkehrs ist nämlich nicht dicht genug. Doch fürchten sich die Betroffenen: Die Konkurrenz auf der Piste groß. Neben dem allgemein zunehmenden Fahrzeugverkehr sind es gerade auf der Strecke die Transporte der Land- und Forstwirtschaft sowie von und zum Ziegelhersteller Röben, die Radfahrer zuweilen zwischen den Leitplanken in die Enge treiben.

Transparente am Straßenrand

Touristen trauen sich kaum die eigentlich interessante Route in Angriff zu nehmen und müssen auf buckelige Umwege ausweichen. Als immerhin 2014 die Fläming-Burgen-Radtour – freilich mit Polizei-Eskorte – dort entlang führte, nutzen Ortwin Renner und Ehefrau Karin, unterstützt von der Reetzer Kindertagesstätte die Aufmerksamkeit. Transparente wurden am Straßenrand aufgehängt. Bereits zwei Jahre zuvor hatten 532 Bürger die Forderung nach einem Radweg unterschrieben.

Daneben gab es Schriftverkehr unter anderem mit zuständigen Ministerien bei Bund und Land, mit den Wahlkreisabgeordneten im Bundestag Frank-Walter Steinmeier (SPD) und im dem Landtag Brandenburg; Günter Baaske (SPD) sowie natürlich dem Landesbetrieb für Straßenwesen. Zuletzt wurde die verkehrspolitische Sprecherin der Linken im Landtag Brandenburg, Anita Tack, eingeschaltet, wobei eine Antwort noch aussteht.

Ortwin Renner will nicht aufgeben

Um das Anliegen aber noch einmal zu bekräftigen, gab es in den Sommerferien eine weitere Unterschriftensammlung in Reetz, Reetzerhütten, Wiesenburg und Neuehütten mit dem Ergebnis von 569 Zeichnungen. Eingeleitet hatte sie dieses Mal Jürgen Thurm. Er wohnt erst seit Dezember vergangenen Jahres in Reetz, hat aber schon ein wesentliches Problem erkannt und sich für dessen Lösung eingesetzt. Mit Ortwin Renner hatte er einen gestandenen Helfer an der Seite, der nach wie vor nicht aufgeben will.

Für Marko Beckendorf (die Linke) ist die Liste, die ihm Marion Gante überbracht hat, nunmehr eine quantitative Argumentationshilfe, wenn er im September bei der Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark zur Problemklärung vorstellig werden will. Mit der unteren Naturschutzbehörde soll qualitativ erörtert werden, was gegen das Vorhaben spricht, das seiner Meinung nach bequem mit dem Ausbau der B 246 zu erledigen sei, der in Reetz und Reetzerhütten für die nächsten zwei Jahre angekündigt ist.

Gelöst ist dem Vernehmen nach die Eigentumsfrage. Alle Besitzer wollen die benötigten Flächen für die Velo-Trasse bereit stellen.

Von Eva Loth

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