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Potsdam-Mittelmark Regiobus mit eine Million Euro Gewinn
Lokales Potsdam-Mittelmark Regiobus mit eine Million Euro Gewinn
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00:29 08.04.2018
Die Verkehrsgesellschaft Regiobus Potsdam Mittelmark betreibt einen Betriebshof in Bad Belzig. Am Steuer Peter Dinter  Quelle: Thomas Wachs
Bad Belzig

Die Bilanz der Regiobus Potsdam Mittelmark fällt für 2017 positiv aus. Das hat Geschäftsführer Hans-Jürgen Hennig jetzt mitgeteilt. „Vorbehaltlich der Verrechnungen mit dem Verkehrsverbund und der noch fälligen Wirtschaftsprüfung wird unter dem Strich des 30-Millionen-Euro-Etats ein Gewinn von etwa einer Million Euro stehen“, berichtet er.

Steigenden Fahrgastzahlen

Das sei durchaus bemerkenswert, so der Unternehmenschef im MAZ-Gespräch. Angesichts der steigenden Fahrgastzahlen vor allem auf den Power- und Plus-Bus-Linien kommt das Ergebnis nicht ganz unerwartet zustande. Zunehmende Nachfrage sei auf den Trassen in Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf sowie den Korridoren von Beelitz/Michendorf bzw. Werder/Havel nach Potsdam sowie auf den optimierten Linien zwischen Bad Belzig und Brandenburg/Havel zu verzeichnen.

Die Entwicklung findet bei aktuell stabilen Preisen statt, die ohnehin für ganz Berlin und Brandenburg festgelegt werden. Der 2013 erteilte Auftrag des Kreistages Potsdam-Mittelmark scheint damit erfüllt. Angesichts der zuvor alle Jahre wieder üblichen Nachforderungen für die einst mit dem Nachbarlandkreis im Potsdamer Umland stets defizitär betriebene Havelbus-GmbH sollte deren Entflechtung erfolgen.

Firmenfusion

Schließlich fusionierte die kurz unter dem Namen Beelitzer Verkehrs- und Servicegesellschaft (BVSG) firmierende Teilnachfolgerin vor Jahresfrist mit der seit jeher kreiseigenen Verkehrsgesellschaft Belzig (VGB).

„Binnen eines Jahres ist der Umsatz aus Schul- und Linienbusverkehr von 27 auf 30 Millionen Euro erhöht worden“, erklärt Hans-Jürgen Hennig. Die aus dem Kreisbudget geleistete 18-prozentige Aufwandserhöhung für Mehrleistungen ist seinen Ausführungen zufolge mit deutlich mehr als 20-prozentigem Zuwachsraten mehr als gedeckt worden.

Landrat Wolfgang Blasig (SPD) obliegt es als Gesellschafter in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat zu entscheiden, was mit dem Überschuss passiert. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass er im Unternehmen bleiben kann. Die Beschäftigten dürfen dann mit einer Einmalprämie rechnen.

Mehr Fahrer eingestellt

Ihre Zahl ist von knapp 390 auf 410 angewachsen, hauptsächlich wurden Fahrer eingestellt. Infolge der Fusion konnten einige Verwaltungsstellen eingespart werden, die nicht mehr besetzt worden sind.

Doch längst macht sich beispielsweise ein zusätzlicher Personalbedarf bei der Fahrplan- und Baustellen-Koordinierung bemerkbar, heißt es.

Zum letztlich guten Ergebnis hat nach Einschätzung von Hans-Jürgen Hennig der moderne Fuhrpark beigetragen. 151 Fahrzeuge sind in der nunmehr blau-weiß-grünen Flotte unterwegs. „Der Treibstoffverbrauch und die Instandhaltungskosten sind daher vergleichsweise gering“, sagt Geschäftsführer. Diese Strategie soll weiterhin beibehalten werden.

Keine Investitionen

Was Alternativen beim Antrieb, insbesondere die Perspektiven für Elektromobilität, angeht, wird die Situation im Auge behalten. Derzeit stehen Investitionen mangels Kapazitäten bei den Herstellern sowie fehlender Reichweite für Überlandbusse nicht zur Debatte.

Die privatem Partnerunternehmen von Regiobus, die im Hohen Fläming als Dienstleister unterwegs sind, dürften vom Erfolgskurs nicht minder profitieren, lautet das Fazit. Was nicht heißt, dass es nicht noch einige Reserven auf den Pisten zwischen Havel und Fläming zu erschließen gibt.

Neben den Nadelöhren in Brandenburg/Havel und Potsdam oder langwierigen Baustellen, die Fahrzeit kosten, strebt die Gesellschaft als nächstes noch Strecken- und Fahrplanoptimierungen im Raum Beelitz und Werder/Havel an.

Von René Gaffron

Sylvia Wehde aus Glindow musste vom Kindesalter an mit den Grenzen ihres Körpers leben – bis es zur Bein-Amputation kam. Sie selbst bezeichnet es eher als eine Erlösung, was nicht für die Mehrzahl der Betroffenen gilt. Sylvia Wehde hat nie den Mut verloren und gibt ihn gerne an andere weiter – seit fünf Jahren leitet sie eine Selbsthilfegruppe.

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