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Potsdam-Mittelmark Region Teltow hält an S-Bahn-Studie fest
Lokales Potsdam-Mittelmark Region Teltow hält an S-Bahn-Studie fest
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13:41 22.06.2016
Eine eigene Machbarkeitsstudie soll nachweisen, wie wichtig der S-Bahn-Halt in Stahnsdorf für die Region Teltow ist. Quelle: Montage Petra Lindau
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Region Teltow

Trotz laufender Untersuchungen des brandenburgischen Verkehrsministeriums zu einer Erweiterung des S-Bahn-Netzes ins Berliner Umland, bei der auch eine Verlängerung von Teltow nach Stahnsdorf geprüft werden soll, halten die Kommunen Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf (TKS) an einer eigenen technischen Machbarkeitsstudie fest. Der Regionalausschuss lehnte am Montagabend den Antrag des Teltower Bürgermeisters Thomas Schmidt (SPD) ab, auf diese Expertise zu verzichten. Darauf hin zog Schmidt seinen Vorschlag zurück.

Mit den Untersuchungen sei das ursprüngliche Ziel der Studie, auf die Verkehrsprobleme in der TKS-Region aufmerksam zu machen, erreicht, sagte Schmidt. Die Ergebnisse der Analyse würden die Entscheidung des Verkehrsministeriums nicht beeinflussen. Im ÖPNV-Konzept 2030 des Landes, in dem alle beteiligten Regionen nach einheitlichen Maßstäben und Kriterien bewertet werden sollen, prüfe das Land für den Korridor Berlin – Region Teltow sechs Varianten.

Den Verzicht auf die Studie ist für die Mehrheit des Ausschusses aber das falsche Signal. Das Verkehrsministerium könnte glauben, der S-Bahn-Anschluss sei der Region nicht mehr wichtig, gab der Kleinmachnower Bernd Bültermann (SPD) zu bedenken. CDU-Mann Daniel Mühlner aus Stahnsdorf sieht „einen einzigen Verteilungskampf“ auf die Region zukommen, wenn das Land im September dieses Jahres die Ergebnisse der Prüfungen vorlegt. „Mit der Studie gehen wir klüger in diesen Verteilungskampf“, ist sich Mühlner sicher. Die Expertise könne ja so erarbeitet werden, dass das Land in ihr eine Unterstützung seiner Pläne sieht, regte der Stahnsdorfer Gemeindevertreter Heiko Spleet (SPD) an. Mit Blick auf den September mahnte Parlamentskollege Thomas Michel von den Bündnisgrünen Eile an, um das Material rechtzeitig in der Hand zu halten.

Bereits 2014 hatte der Regionalausschuss die Gemeinde Stahnsdorf beauftragt, sich federführend um die Machbarkeitsstudie zu kümmern. Passiert ist in den vergangenen zwei Jahren jedoch nichts, musste sich Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger) die Kritik des Ausschusses gefallen lassen. Das habe „mit der beauftragten Person“ zusammengehangen, rechtfertigte Albers knapp im Ausschuss das Versäumnis.

Mehrere Kriterien für einen S-Bahn-Anschluss

Kriterien für einen S-Bahn-Anschluss sind für das Land beispielsweise die prognostizierte Bevölkerungsentwicklung, wirtschaftliche Komponente, die vorhandene Infrastruktur, weitere Entwicklungsmöglichkeiten, soziale Faktoren, vorhandener öffentlicher Personennahverkehr sowie Pendlerströme.

In einem Workshop hatte das Verkehrsministerium den beteiligten Kommunen das ÖPNV-Konzept 2030 vorgestellt, mit dem der Verkehrsplan Berlin-Brandenburg bis zum genanten Jahr fortgeschrieben werden soll.

Auf die Ausschreibung für die Machbarkeitsstudie hatte lediglich ein Ingenieurbüro ein Angebot abgegeben.

Die Mehrkosten gegenüber der vereinbarten Summe betragen 15 000 Euro.

Von Heinz Helwig

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