Volltextsuche über das Angebot:

25 ° / 16 ° wolkig

Navigation:
Regionalmarkt fehlt noch

Werder Regionalmarkt fehlt noch

In Werders neuem Stadtteil Havelauen errichten Investoren weitere Wohnungen an der neuen Uferpromenade. Der erste Komplex ist bereits komplett verkauft. Im nächsten Jahr soll nun ein Regionalmarkt öffnen, doch der Betreiber steht noch nicht fest.

Voriger Artikel
Lokalmatador siegt auf Wiesenburger Parcours
Nächster Artikel
Kunstmeile mit Wanderstockwald

Noch wird an den nächsten Häusern (r.) mit Hafenzugang gebaut. Im nächsten Sommer aber können die Bewohner einziehen.

Quelle: Privat

Werder. Leben im Grünen nah am Wasser ist beliebt und somit sind die 115 neuen Wohnungen an der Uferpromenade in Werders neuem Stadtteil Havelauen bereits komplett verkauft. Nicht weniger begehrt sind die 58 Bootsliegeplätze vor der Haustür, von denen die neuen Bewohner in den Großen Zernsee stechen können.

In den 18 Läden im Erdgeschoss haben sich unter anderen ein Bäcker, ein italienisches Restaurant, ein Eisladen und eine Boutique angesiedelt. „Und es wird weiter gebaut“, sagt der Projektbetreuer im Auftrag der Antan Recona Gesellschaft, Steffen Lehmann, auf Nachfrage der MAZ. „Und obwohl erst ein Drittel des Rohbaus mit 65 Wohnungen, sechs Ferienwohnungen und sechs Läden steht, sind bereits 80 Prozent verkauft“, so Lehmann.

Im Hinblick auf das künftige Innenleben im Gewerbebereich direkt an der Uferpromenade hofft man auf weitere Bewerber für ein Steakhouse, ein Kosmetikstudio und ein Tabaklädchen. Im Sommer 2017 soll das maritime Ensemble vollendet sein. Darüber hinaus will ein weiterer Investor in der Nachbarschaft 40 eher kleine Mietwohnungen errichten, weil diese in der Blütenstadt stark nachgefragt sind. Der Bauantrag ist bereits gestellt und im nächsten Frühjahr wird der Start angestrebt.

„Mit dem Zuwachs im neuen Stadtteil wird auch ein Regionalmarkt mit bis zu 500 Quadratmeter Verkaufsfläche, wie von Antan Recona anvisiert und von der Stadt Werder ausdrücklich gewünscht, immer dringlicher“, sagt Lehmann. Die heimischen Anbieter, ob für Obst, Gemüse, Weine oder andere Produkte aus dem Havelland hätten schon ihre Mitwirkung signalisiert. Nun geht es offenbar nur noch darum, die Potenziale zu bündeln und den Bau und die Bewirtschaftung voranzutreiben. „Wenn alles klappt, könnte Ende nächsten Jahres der Markt die ersten Kunden empfangen und die Angebote im neuen Stadtteil überhaupt bereichern“, sagt Lehmann. „Das 2011 eröffnete Fachmarktzentrum mit 6200 Quadratmetern, auf das die Havelauen viele Jahre warten mussten, hat sich bereits gut etabliert, der geplante Markt mit regionalen Produkten wäre eine gute Ergänzung.“

Noch im Oktober wird im Anschluss an die Tankstelle in den Havelauen mit dem Bau eines Parkhauses mit 165 Stellplätzen für Bewohner begonnen. „Die erst im Vorjahr eröffnete Brücke für Fußgänger und Radfahrer an der Promenade und am Stadtplatz hat sich bestens bewährt und verbindet optimal die Eigenheimsiedlung mit den Stadtwohnungen“, sagt Lehmann.

Wenn nun noch bis Ende 2018 die bereits 2011 begonnene Blütentherme vollendet ist, kann der Wandel vom einstigen Militärstandort auf den Werderwiesen zum attraktiven Stadtteil umfassend abgeschlossen werden. Das setzt voraus, dass die Stadt als Eigentümer der Therme und des Wassergrundstücks noch in diesem Jahr einen geeigneten Käufer oder Pächter findet. Auf jeden Fall haben mehrere Investoren ihr Interesse bekundet.

100 Millionen Euro investiert

In den Havelauen leben gegenwärtig 1900 Einwohner. In Werder und seinen Ortsteilen sind inzwischen insgesamt annähernd 25 000 Bürger zu Hause.

Der Altersdurchschnitt der neuen Bewohner in den Havelauen, angekommen aus allen vier Himmelsrichtungen in Deutschland, liegt bei annähernd 43 Jahren. In Werder hat sich der Durchschnitt auf 46 Jahre erhöht.

100 Millionen Euro haben Bauherren, Investoren und die Stadt in die Entwicklung der Havelauen am Großen Zernsee mit Eigenheimen, Wohnungen und Gewerbe in den vergangenen 20 Jahren investiert.

Alle Flächen und Standorte des Gewerbegebietes sind verkauft oder vermietet.

Auf 25 Hektar sind Eigenheime und Stadtwohnungen entstanden. Hinzu kommen zwei Kitas und ein Seniorenwohnheim.

An der noch unvollendeten Blütentherme soll noch ein Hotel entstehen. Auch weitere Wohnungen für Feriengäste und Senioren sind im Gespräch.

Von Regine Greiner

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark

Ein neues Geheimdienst-Gesetz steht an: Sollte der BND mehr Befugnisse erhalten?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg