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Potsdam-Mittelmark Reh-Alarm im Fuchsienparadies
Lokales Potsdam-Mittelmark Reh-Alarm im Fuchsienparadies
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00:41 24.07.2015
Fuchsienzüchter unter sich: Klaus Kaatz mit Enkel Anthony. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Jeserig

Aufregung bei Dagmar und Klaus Kaaz im Weißbirkenweg. Um ein Haar hätte das Ehepaar aus Jeserig den für kommenden Sonntag geplanten Tag des offenen Gartens nur mit einigem Flurschaden begehen können. Rehwild hat sich über die Fuchsien der bekannten Kübelgärtner hergemacht. Die Bewohner des Waldes drangen durch die Hecke auf das grüne Paradies der Familie vor. Vor allem auf die Spitzen und Blüten der Nachtkerzengewächse hatten es die Feinschmecker abgesehen.

Pflanzen wachsen wieder nach

Reh-Alarm gibt es in Jeserig nicht nur zu nachtschlafender Zeit. Schon am frühen Abend trauten sich die Tiere auf den Zierrasen vor dem Haus der Fuchsienzüchter. Nachbarn berichten sogar von Rehwild auf der Terrasse. „So etwas gab es bei uns seit Jahren nicht. Wir haben sofort reagiert und unsere Hecke mit Gittern und Leinen verstärkt“, berichtet Klaus Kaaz. Die malträtierten Pflanzen wachsen zwar wieder nach, können aber die verlorene Zeit bis zum Besuchertag nicht mehr aufholen.

Doch keine Bange, Fans von prachtvollen Hausgärten kommen am Sonntag auf alle Fälle auf ihre Kosten. Zahlreiche Fuchsien sind beim Einfall der Rehe mit heilen Blüten davon gekommen.

Zum zwölften Mal öffnet Familie Kaaz ihr Grundstück für die Öffentlichkeit. Mehrere hundert eingetopfte Fuchsien sind unter Schatten spendenden Bäumen rund um das Wohnhaus verteilt. Die Besucher sind begeistert von den Üppig-Blühern Uncle Charlie, Windhapper oder Marie Leprich. Die Sortenvielfalt reicht von Mini-Fuchsien, deren Blüten nur wenige Millimeter lang sind, bis hin zu den XXL-Versionen, bei denen die zurückgebogenen Kelchblätter mehrere Zentimeter in Feuerrot leuchten. Die schönsten Fuchsien aus Jeserig werden ab 1. August die neue Sonderschau in der Brandenburger Buga-Blumenhalle bereichern.

Jüngster Fuchsien-Fan und Mitglied der Deutschen Fuchsiengesellschaft ist Anthony (8), Enkel von Dagmar und Klaus Kaaz. Der Grundschüler eifert seinen Großeltern nach. Anthony fehlt auf fast keiner Fuchsienparty, bei denen sich Erwachsene über ihr Hobby austauschen und neue Züchtungen einen Namen geben. Am Sonntag werden von 10 bis 16 Uhr wieder über hundert Besucher im Weißbirkenweg erwartet. Dabei geht es schon längst nicht mehr nur um Fuchsien.

Für ein Feuerwerk der Farben sorgen bunte Beete mit dem prächtig blühenden Phlox, wunderschönen Taglilien, Sonnenhut, Indianernessel, Hortensien, wildem Tabak, Sonnenblumen und Hibiskus. Für Ruheplätze mit Kaffee und Kuchen im Gartenparadies, zu dem auch ein Teich und alter Baumbestand gehört, ist gesorgt.

Im Alter immer schöner

Einmal im Jahr öffnen Dagmar und Klaus Kaaz ihren Privatgarten für die Öffentlichkeit. Auf rund 2600 Quadratmetern hat das Ehepaar ein grünes Paradies angelegt. Wo einst Gewächshäuser für Gurken standen, präsentieren sich heute zahlreiche in Töpfen wachsende Fuchsien unter einem Schattennetz.

Bei Fuchsien handelt es sich um eine sehr artenreiche Gattung, die bei richtiger Pflege ihren Besitzern über viele Jahre Freude bereitet. Im Winter müssen die Pflanzen vor Frost geschützt werden. Fuchsien werden mit dem Alter immer schöner und wertvoller. Entsprechenden Rückschnitt vorausgesetzt, verholzen ihre Stämme.

Von Frank Bürstenbinder

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