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Potsdam-Mittelmark Reha-Klinik beklagt Patientenabwanderung
Lokales Potsdam-Mittelmark Reha-Klinik beklagt Patientenabwanderung
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02:15 15.03.2017
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Bad Belzig

52 Prozent aller Patienten aus der Mark werden zur Rehabilitation in andere Bundesländer geschickt. Unter den Flächenländern ist das die nach Rheinland-Pfalz (55 Prozent) größte Quote. Katrin T. Eberhardt schlägt daher derzeit Alarm, wann und wo sie nur kann.

Kostendruck trotz guter Auslastung

Dass sie im Ausschuss für Gesundheit und Soziales des Kreistages Potsdam-Mittelmark dieser Tage nicht ganz an der richtigen Adresse ist, weiß die Geschäftsführerin der Reha-Klinik „Hoher Fläming“. Sie lobt ohnehin die Kooperation mit den Kommunen vor Ort. Dennoch lautet ihr Appell: „Sie müssen in ihren Parteien die politischen Spitzen des Landes Brandenburg für die Problematik gewinnen, damit sie Einfluss nehmen auf Rententräger und Krankenkassen“, sagt die Chefin der hiesigen Einrichtung. „Denn wenn das Thema niemand anspricht, geht die ungesunde Entwicklung weiter.“ Nach Einschätzung der Verwaltungschefin ist obendrein das Verhältnis von leichten und pflegeintensiven Patienten aus dem Gleichgewicht geraten, so dass trotz 99-prozentiger Auslastung die Kostendeckung für sie zunehmend eine Herausforderung sei. Wahlweise müssten also die Tagessätze neu kalkuliert werden, laute die Schlussfolgerung.

Katrin T. Eberhardt Quelle: Maz/archiv

Ob dies beim Unternehmensgespräch während des jüngsten Besuchs von Albrecht Gerber (SPD) wahrgenommen worden ist, wird vor Ort wohl bezweifelt. Vom Landratsamt Bad Belzig gibt es jedenfalls einen Brief an den Minister für Wirtschaft und Energie, in dem die Mahnung nochmals nachdrücklich formuliert ist. Dessen Sprecherin sagt freilich, dass in erster Linie Ärzte und Patienten für die Auswahl einer Rehabilitation verantwortlich seien. Nötigenfalls sei das Ministerium für Arbeit, Gesundheit, Soziales und Familie der Ansprechpartner.

Dem entgegen schlägt Katrin T. Eberhardt die Bildung einer Koordinierungsstelle aus beiden Ministerien sowie der Arbeitsgemeinschaft der Reha-Kliniken im Land Bradenburg vor. Denn seit anderthalb Jahren fühlt sich zumindest die Gesundheitsbranche zumindest im Südwesten von Potsdam-Mittelmark nicht hinreichend als Wirtschaftszweig wahrgenommen. Was beispielsweise Christian Kirchner als Geschäftsführer der Kur GmbH Bad Belzig bekräftigt und für fachübergreifende Kooperation plädiert, wie sie in Sachsen üblich sei.

Studie zur lokalen Wertschöpfung

Indes hatte unter anderem die hiesige Reha-Klinik mit weiteren Interessierten schon Ende 2015 eine Studie über lokale Wertschöpfung vorgelegt. Demnach hat die hiesige Einrichtung einen besonders hohen ökonomischen Fußabdruck. Jener beträgt laut Expertise des Wifor-Institutes für das lokal besonders verwurzelte Tochterunternehmen des Oberlinhauses Potsdam sogar 83 Prozent. Hinzu kommt die stabilierende Wirkung. „Für jeden Arbeitsplatz im Hause entstanden 0,17 durch den Bezug von Vorleistungen sowie 0,37 Stellen durch das Einkommen, dass die Kollegen vor Ort ausgeben“, lautet die Feststellung zur Beschäftigungssituation.

Das Potenzial nicht zu verschenken, lautet deshalb die Forderung von Katrin T. Eberhardt. Im Land Brandenburg könnten ihrer Rechnung nach bis zu 4800 Arbeitsplätze mehr entstehen, wenn die hiesigen Patienten hier behandelt würden.

Derweil bangt die Branche vor einem Finanzfonds, der bei seiner Strategie all die ehrenwerten Überlegungen ohnehin zu Makulatur machen würde.

Von René Gaffron

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