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Reha-Zentrum Teltow ist an den Kanal gezogen

Herzstück ist das Bewegungsbad Reha-Zentrum Teltow ist an den Kanal gezogen

Nach 15-monatiger Bauzeit ist das Reha-Zentrum Teltow in der Oderstraße fertig gestellt. Offiziell arbeitet es seit 1. Juni am neuen Standort. Die rund 5,2 Millionen starke Investition von Geschäftsführer Dr. Lars Weber wurde nötig, um den modernen Qualitätsansprüchen einer ambulanten Rehabilitation entsprechen zu können. Am 4. Juni ist Tag der offenen Tür.

Teltow Oderstraße 69 52.397473 13.2363925
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Die Mitarbeiter Jessica Lang und Markus Liebig sind für die MAZ schnell mal ins Bewegungsbad gestiegen.

Quelle: Martin Steger

Teltow. Lichtdurchflutet und geräumig präsentiert sich den Patienten das neue Reha-Zentrum Teltow, das offiziell seit Monatsbeginn am Teltowkanal in der Oderstraße 69 arbeitet. Noch sind letzte Arbeiten im Außengelände zu erledigen und manche Kleinigkeit in dem Dreigeschosser, aber Geschäftsführer Lars Weber ist zufrieden: „Wir sind termingetreu fertig geworden und für die Behandlung haben wir bedeutend mehr Platz und insgesamt bessere Bedingungen.“ Als „Leuchtturm“ bezeichnet er das Bewegungsbad, dessen Wasser 30 Grad Celsius warm ist. Jetzt müssen die eigenen Patienten – wie früher vom aufgegebenen Altstadtstandort Ritterstraße – nicht mehr nach Teltow-Seehof fahren.

Und der Neubau kommt gut an: „Ich war schon im alten Haus in der Ritterstraße. Hier ist jetzt alles super, sehr gut. Das Besondere sind die größeren Räume und die neuen Sanitäranlagen. Die Trainingsprogramme sind gut abgestimmt – und erst der herrliche Ausblick“, lobt Astrid Lewin (57) aus Berlin, während sie vom Rudergerät aus durch die hohen Fenster auf den Teltowkanal schaut, der hinter dem Zentrum fließt. In einer Sitznische gestehen drei Männer, dass man „sich erst noch zurecht finden muss“, aber es sei „schon alles schön geworden“. Neben Behandlungs- und Vortragsräumen, Sanitärbereichen und Umkleiden gibt es eine Sauna und einen Ruheraum, eine Küche für die Ernährungsberatung und eine Cafeteria mit Freisitz zum Kanal, die täglich geöffnet ist. Das Farbkonzept im Haus – Bordeauxrot, Anthrazit, Schwarz und Weiß – wirkt modern, aber nicht kalt. Das Haus, in dem man von der Rezeption bis zum Kanalufer durchschauen kann, ist barrierefrei und „klar strukturiert“. Fahrradständer und 65 Parkplätze sind draußen eingerichtet. Hinterm Haus macht sich ein hölzerner Geschicklichkeitsparcours breit. Noch in diesem Monat soll auch die Buslinie 621 an der Oderstraße in Nähe des Zentrums eine Haltestelle bekommen, wie Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) mit dem Verkehrsunternehmen besprochen habe.

 Astrid Lewin (57) aus Berlin genießt die neuen großen Räume

Astrid Lewin (57) aus Berlin genießt die neuen großen Räume. Vom Rudergerät aus hat sie sogar den freien Fensterblick auf den Teltowkanal, der hinter dem Reha-Zentrum fließt. Therapeut Benjamin Schade gibt Hinweise für die korrekte Übungsausführung.

Quelle: Martin Steger

Erst im Mai 2015 war der Grundstein für das 5,2 Millionen teure Vorhaben gelegt worden. Die Investition wurde nötig, um das Angebot von Rehabilitations-, Therapie- und Präventionsmaßnahmen zur Zufriedenheit von Patienten und Personal auf heutigen Qualitätsstandard zu bringen. Was etwa bedeutet, die Behandlungsräume zu vergrößern, funktional besser miteinander zu verbinden und ansprechender auszustatten. „Das war in der Ritterstraße nicht möglich“, so Weber. Außerdem steigt mit steigender Bevölkerungszahl auch künftig die Anzahl der Patienten. Im neuen Haus behandeln 50 Frauen und Männer auf rund 2800 Quadratmetern Nutzfläche täglich 120 bis 140 Tagesgäste, hinzu kommen rund 40 Menschen in Rehabilitationsmaßnahmen, die pro Tag sechs bis acht Stunden dauern. Künftig will man deren Zahl auf etwa 60 steigern, so Weber. Überwiegend kämen Menschen mit Rückenproblemen und nach Knie- und Hüftgelenksoperationen in die Reha. Die Patienten kommen aus der Teltower Region, aus Berlin und Potsdam, aber auch aus Luckenwalde. „Die Nachfrage ist sehr hoch“, sagt Weber, der seit 19 Jahren in Teltow das Reha-Zentrum führt. Begonnen hatte er damals mit fünf Mitarbeitern.

Fast wie im Hotel

Fast wie im Hotel: Geschäftsführer Dr. Lars Weber an der Rezeption des neuen Reha-Zentrums mit seinen Mitarbeiterinnen Julia Grüber (l.) und Petra Mehlhose.

Quelle: Martin Steger

Die für den Bau zuständige Projektfirma Vollack GmbH & Co. KG aus Schkeuditz ist kein Newcomer in der Gegend. Sie hat bereits die beiden Nachbarbauten an der Oderstraße errichtet und kennt sich mit den Teltower Bodenverhältnissen in Kanalnähe bestens aus. Für das Reha-Zentrum hatte man mehr als 100 000 Euro draufzahlen müssen, um allerlei Gesteinsschichten, Torf, Linsen bis neun Meter tief zu heben. Deshalb wurde auf einen Keller verzichtet. Nur für das Bewegungsbad musste tiefer gegangen werden. Das Reha-Zentrum Teltow entstand auf einem rund 5600 Quadratmeter großen Grundstück

Nach der festlichen Eröffnungsveranstaltung für geladene Gäste, darunter Professor Dr. Michael Putzier, Leitender Arzt an der Charité Berlin, am 3. Juni, lädt das Reha-Zentrum am 4. Juni zum Tag der offenen Tür die Bürger ein. In der Zeit von 11 bis 13 Uhr werden Rundgänge angeboten. Dafür ist eine Anmeldung unter der Rufnummer 03328/30 31 57 erwünscht.

Neues Reha-Zentrum an der Oderstraße 69 in Teltow

Neues Reha-Zentrum an der Oderstraße 69 in Teltow.

Quelle: Martin Steger

 

Von Claudia Krause

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