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Potsdam-Mittelmark Reifenlager wohl durch Feuerteufel angesteckt
Lokales Potsdam-Mittelmark Reifenlager wohl durch Feuerteufel angesteckt
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17:29 12.04.2016
Die Freiwillige Feuerwehr Wiesenburg löschte mit Schaum nach. Quelle: privat
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Wiesenburg


Der Brand im Altreifenlager am Wiesenburger Ortsrand vor zwei Wochen sollte jetzt endgültig gelöscht sein. Bis zum vergangenen Wochenende hielt er die freiwillige Feuerwehr buchstäblich in Atem. Wieder war der Leitstelle Brandenburg Rauch gemeldet worden. Erneut wurde – wie schon seit dem Großfeuer zu Ostern mehrmals – mit Wasser gelöscht. Dann kamen diesmal noch 80 Liter Schaum zum Einsatz und die Stelle wurde mit einem weißen Teppich bedeckt, wie die Blauröcke berichten.

Schwamm drüber gilt freilich nicht, was die Ursachenforschung betrifft. „Die Ermittlungen stehen jedoch erst am Anfang“, sagt Oliver Bergholz, Sprecher der Polizeidirektion West. Die gesicherten Spuren seien zur Auswertung an das Landeskriminalamt Brandenburg gesandt worden. Mit einem Ergebnis wird aber erst in einigen Wochen gerechnet. Wohl aber ist die Höhe des Sachschadens auf 200 000 Euro beziffert worden. Des Weiteren seien erste Zeugen vernommen worden. „Nach ersten Erkenntnissen kann ein technischer Defekt im Gebäude mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden“, bekräftigt Oliver Bergholz. Deshalb gingen die Beamten vor allem dem Verdacht der Brandstiftung nach.

Flammen loderten immer wieder auf

Dabei würden Zusammenhänge mit ähnlichen Straftaten geprüft. Parallelen zum Brand einer Halle am Borner Weg im August vorigen Jahres oder des Hagelberger Strohlagers kurz vor Weihnachten könnten erst nach Abschluss der Untersuchungen laufen.

Indes wird in Wiesenburg diskutiert, ob und wie das Drama hätte verhindert werden können: Der einstige Kreisbetrieb für Landtechnik (KfL) Wiesenburg war in den 90er-Jahren noch eine Zeit lang in Händen eines mittelständischen niedersächsischen Landmaschinenbauers und -händlers. Inzwischen hat das Areal mehrere Besitzer und steht praktisch jedermann offen. Die Hinterlassenschaften des insolventen Reifenhandels waren schon bald als Gefahr erkannt worden, der sich die Kommune aber ohnmächtig gegenüber sah.

Seit neun Jahren gebrauchte Pneus gehandelt

Seit 2007 hatte die Firma Pneus Trading Ltd. auf dem Gelände gebrauchte Reifen gehandelt und sie vor allem zu Tausenden in mindestens vier Gebäuden gelagert. 2010, inzwischen mit neuem Eigentümer bei gleicher Nutzung und Betriebsführung, hatte das Landratsamt eine Baugenehmigung für den Zweck erteilt. Die darin gestellten Bedingungen sind freilich nicht erfüllt worden, wie die Aufsichtsbehörde einst bestätigt hat. Unter anderem war die geforderte Hinterlegung einer Kaution, mit der die Beräumung des Grundstückes im Fall einer Pleite des Betreibers sicher gestellt werden sollte, quasi nicht erfolgt. Als der Fall eingetreten war, lagen lediglich 1000 Euro bereit.

Marco Beckendorf (Die Linke) hatte im vergangenen Jahr in Betracht gezogen, dass die Kommune das Problem selbst löst und im Zuge einer Zwangsversteigerung in Besitz der Immobilie gelangen, sie beräumen und vermarkten könnte. Die Rechnung war ohne ein Kreditinstiut als Gläubiger des Pleiteunternehmens gemacht. „Die Problemlage besteht also weiter“, hatte der Bürgermeister nach dem Feuer bilanziert. Insofern noch keine Entwarnung oder gar Aufatmen in Wiesenburg.

Von René Gaffron

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