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Potsdam-Mittelmark Reinhard Liese engagiert sich für die Natur
Lokales Potsdam-Mittelmark Reinhard Liese engagiert sich für die Natur
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16:27 29.07.2018
Reinhard Liese gehört zu den aktivsten ehrenamtlichen Mitstreitern der Naturwacht. Quelle: Andreas Trunschke
Pechüle

Es ist nicht schwer, das Haus von Reinhard Liese (75 Jahre) in Pechüle zu finden, auch ganz ohne Adresse und Navi. „Da steht ein großes Eisenbahnsignal auf dem Hof“, weist er die Besucher an. Vor der Garage steht ein Rangiersignal, dass ihm die Einfahrt freigibt. Tatsächlich hatte Liese in seinem Leben viel mit Signaltechnik zu tun.

Aber nicht für sein Arbeitsleben, sondern für seine Aktivitäten als Rentner wurde er jetzt vom Landkreis Potsdam-Mittelmark und der Stadt Treuenbrietzen geehrt. Von der Stadt erhielt er eine Armbanduhr mit Wappen, auf die er besonders stolz ist.

Nicht einfach zu Hause sitzen

Liese gehört zu den aktivsten ehrenamtlichen Mitstreitern der Naturwacht in Potsdam-Mittelmark. Dabei ist er eher zufällig dazu gekommen. Als er mit 62 Jahren in Altersteilzeit und später in Rente ging, wollte er nicht einfach zu Hause sitzen. Zuerst half er in einem Baumarkt während der Saison die Pflanzen zu wässern. Aber das war nichts für ihn. Gleichzeitig hatte er immer mal an geführten Rangertouren der Naturwacht teilgenommen:

„Da erfährt man immer wieder etwas Neues, auch wenn man die Wanderung schon mitgemacht hat.“ Als er eines Tages eine unbekannte Raupe auf den Hof fand, lag der Weg zur Naturwacht im Nachbarort Bardenitz nahe, um zu fragen, was das für eine Raupe sei. Die Naturwacht suchten gerade freiwillige Helfer und Liese sagte zu. Doch gleich sein erster Einsatz im oberen Nieplitztal bei Treuenbrietzen „machte keinen Spaß“. Es nieselte den ganzen Tag. Liese befand jedoch „jetzt kann es nur besser werden“ und machte weiter.

Alle zwei Wochen beim Einsatz dabei

Heute ist er durchschnittlich alle zwei Wochen bei einem Einsatz dabei – und führt akribisch Buch darüber. „Ingo Höhne von der Naturwacht muss am Jahresende immer berichten, wer was gemacht hat, deshalb schreibe ich es auf“, begründet Liese sein Werktagebuch.

Er mäht Wiesen, räumt den Grasschnitt runter, erledigt den Rohrschnitt, repariert Zäune, baut Nistkästen, unterstützt die Betreuung von Junior Ranger und hilft überhaupt bei allem, was bei der Landschaftspflege anfällt. Insgesamt kann er auf 134 Einsätze in den fünf Jahren verweisen, die er jetzt dabei ist.

Angefangen als Dampflokschlosser

An seinen Einsätzen begeistert Liese, dass es immer etwas zu sehen und zu lernen gibt. „Außerdem lernt man immer nette Menschen kennen“, fügt er hinzu. Zudem kann er sein Engagement gut mit seinem Hobby verbinden. Liese werkelt auch privat gern in der eigenen Werkstatt. Dabei kommt ihm sein Beruf als gelernter Dampflokschlosser zu gute.

Jedenfalls hat er in diesem Beruf einmal angefangen. Als er jedoch im Fahrstand einen Frontalzusammenstoß mit einem anderen Zug miterleben musste, bei dem das Personal in der entgegenkommenden Lok zu Tode kam, war es damit vorbei. Liese wechselte zur Signalmeisterei der Eisenbahn und 1979 zum VEB Werk für Signal- und Sicherungstechnik Berlin, Stellwerksbau (WSSB). Nach der Wende wurde der Betrieb von Siemens übernommen.

Zu dem Signal auf dem Hof ist er erst nach seinem Berufsleben gekommen. Es lag im Materiallager eines benachbarten Schlossers. Als dieser keine Verwendung mehr dafür hatte, griff Liese zu.

Von Andreas Trunschke

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