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Reitausflüge und Hundeführerschein

Nuthetal Reitausflüge und Hundeführerschein

Premiere in Nuthetal: Kinder und Jugendliche der Gemeinde bekommen erstmals die Chance, eigene Ideen mit Fördergeld in die Tat umzusetzen. Das Beste daran: Wer das Geld aus dem Jugendbudget bekommt, entscheiden nicht Erwachsene, sondern Kinder und Jugendliche in einer Nachwuchsjury. Sie tagte jetzt und wählte vier Projekte für eine Förderung aus.

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Welches Projekt fandet ihr besonders gut? Die junge Jury bei der Beratung: Willi, Laura, Philipp und Luise (v. l.).

Quelle: Jana Köstel

Nuthetal. Reitausflüge für Jugendliche, Graffiti-Training mit einem Profi-Sprayer zur Verschönerung des Schülertreffs oder ein Hundeführerschein für Kinder: Junge Menschen in der Gemeinde Nuthetal bekommen erstmals die Chance, eigene Ideen mit Förderzuschüssen in die Tat umzusetzen. Das Beste daran: Welches Projekt Geld bekommt, haben nicht Erwachsene entschieden, sondern Mitglieder des Jugendparlaments und Klassensprecher, die in einer Nachwuchsjury sitzen. Die Jury hat jetzt getagt und vier Projekte ausgewählt, für die jeweils 500 Euro zur Verfügung gestellt werden.

Das Geld hat das Deutsche Kinderhilfswerk gegeben und mit einer 2500-Euro-Förderung aus dem Fonds „Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an Demokratie und Wahlen“ das Nuthetaler Jugendbudget erst ermöglicht. Mit 500 Euro kann nun die Idee von Joanna, Nico und William aus Saarmund verwirklicht werden, die Reitausflüge für junge Leute zwischen 14 und 20 Jahren organisieren werden. Jugendliche können auf dem Rücken der Pferde ihren Heimatort erkunden. Einen Kooperationspartner haben die Ideengeber auch gefunden: Hannas Reitschule aus Bergholz-Rehbrücke. Die 500 Euro reichen für zwei Reitausflüge, an denen insgesamt 19 Jugendliche teilnehmen können. Der erste Ausritt ist bereits am 22. Oktober.

Damit kleine Leute einen guten Umgang mit Hunden lernen können, wollen die zehnjährigen Mädels Finja, Rosalie und Isabel aus Bergholz-Rehbrücke einen Hundeführerschein für Kinder anbieten. Jetzt bekommen sie 500 Euro, um es wirklich zu tun. Helfen soll dabei ein Therapiehund und eine Hundeexpertin. Auch Eltern unterstützen das Projekt und stellen ihren Garten für die Schulungen zur Verfügung.

Rhonda, Brenda und Tobias aus Bergholz-Rehbrücke werden mit ihrem Geld ein Bewerbungstraining für 16- bis 21-Jährige organisieren. Bewerbungsgespräche sollen simuliert und schriftliche Bewerbungen vor dem Absenden auf Fehler gecheckt werden. Auch Bewerbungsfotos entstehen. Emma und Franz aus der 6. Klasse der Saarmunder Schule können dank der Finanzhilfe ihr Graffiti-Projekt ins Leben rufen. Mit einem Profi-Sprayer sollen 10- bis 15-Jährige die Techniken für Graffiti als Kunstform erlernen. Die dabei erworbenen Fähigkeiten sollen die jungen Leute einsetzen, um die Außenfassade des Saarmunder Schülertreffs zu gestalten. Es könnte auch noch ein fünftes Vorhaben zum Zuge kommen, das der Jury sehr gut gefallen hat. Kunstkurse sollen für Kinder angeboten werden, die längere Zeit im Krankenhaus sind – zum Beispiel auf der Krebsstation. Die Idee dazu hatte ein Mädchen, das bei der Projektpräsentation nicht erschienen ist. „Sie kann ihr Vorhaben diese Woche noch dem Jugendparlament vorstellen“, sagte Nuthetals Jugendkoordinatorin Jana Köstel. Geld ist noch da: 500 Euro könnten den Kunstkurs im Krankenhaus finanzieren.

Nächstes Jahr können 5000 Euro beantragt werden

„Das Jugendparlament verwirklicht Träume und schafft Kindern Raum für Kreativität“, sagt Jupa-Mitglied Julian. Nuthetals Jugendparlament will sich auch für 2018 beim Deutschen Kinderhilfswerk um Fördergeld fürs Jugendbudget bewerben. 5000 Euro können da beantragt werden.

 

 

Von Jens Steglich

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