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Reiter gehen auf Nummer sicher

Polizei codiert Pferdesättel in Teltow Reiter gehen auf Nummer sicher

Auf einem Pferdehof in Teltow hat die Polizei am Freitag Pferdesätttel codiert. Es war die dritte Aktion nach der jüngsten Diebstahlserie, bei der von mehreren Reiterhöfen im Potsdamer Umland wertvolle Sättel im Gesamtwert von etwa 200 000 Euro gestohlen worden waren. Neben der Codierung gab die Polizei auch Tipps zum höheren Einbruchsschutz.

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Polizeihauptmeister Hartmut Preuß codiert auf einem Reiterhof in Teltow enien Pferdesattel.

Quelle: Heinz Helwig

Teltow. Auf einem Reiterhof in Teltow hat die Polizei am Freitag die Pferdesättel der Reiter codiert. Es war die dritte Aktion nach der jüngsten Diebstahlserie in Nudow, Schenkenhorst, Potsdam und Teltow-Ruhlsdorf. An drei Wochenenden hatten unbekannte Täter eine Vielzahl an teils wertvollen Sätteln gestohlen. Der Gesamtschaden wird auf 200 000 Euro geschätzt. „Der Code gibt dem Eigentümer ein höheres Sicherheitsempfinden, und wir können den Eigentümer schnell ermitteln, falls wir beim Auffinden von Diebesgut auf codierte Ware stoßen“, sagt Polizeihauptkommissar Alexander Gehl, der in der Polizei-Inspektion Potsdam die Präventionsarbeit koordiniert. Das System bewährt sich schon seit Jahren beim Schutz gegen Fahrraddiebstähle.

„Wenn jemand codiertes Eigentum weiterverkauft, sollte er den neuen Eigentümer auf das Sicherheitsmerkmal hinweisen und dies auch im Kaufvertrag festhalten“, rät Gehl. Damit ließen sich unangenehme Missverständnisse bei möglichen Kontrollen von vornherein ausschließen.

Das antiquiert anmutende Codiergerät hat sich die Potsdamer Polizei von den Kollegen im Havelland ausgeliehen. Dort wurden wegen der Dichte der Reiterhöfe schon immer Sättel gekennzeichnet. „Art und Umfang der jüngsten Sätteldiebstähle in Potsdam und dem Umland haben jetzt aber auch uns aufhorchen lassen“, räumt Polizeisprecherin Ingrid Schwarz ein. Auch in dieser Region gibt es eine Vielzahl Reiterhöfe.

„Gemeinsam mit der Revierpolizei suchen wir diese Höfe auf und bieten ihnen eine Beratung zum Einbruchsschutz an. Dabei geht es nicht nur um die Codierungen. Wir schauen uns auch die Sattelkammern und die anderen Anlagen an und geben Tipps zur höheren Sicherheit“, so Gehl. Er appelliert an Reiter und andere Bürger, genau hinzuschauen, wenn ihnen etwas merkwürdig vorkommt, und umgehend die Polizei-Notrufnummer zu wählen. „Die Leute müssen sich nicht scheuen, die ’110’ anzurufen. Denn was ein Notfall ist oder nicht, bewertet der Beamte in der Einsatzzentrale.“ In Nudow hatte die Polizei mal nach einem Bürgerhinweis einen Kleintransporter überprüft. Zwar war alles in Ordnung, doch der Hinweis kam gleich von mehreren Seiten, lobt Gehl.

„Wichtig ist, dass der Einbruchsschutz drei bis fünf Minuten hält. Dann brechen die Diebe erfahrungsgemäß ihr Vorhaben ab.“

Codiertes Eigentum

Die Buchstaben-Zahlen-Kombination setzt sich aus dem Kürzel des jeweiligen Landkreises, aus einer verschlüsselten Zahlengruppe für den Ort und die Straße, aus der Hausnummer sowie aus den Anfangsbuchstaben des Vor- und Zunamens zusammen. Zur Erinnerung erhalten die Eigentümer ein Kärtchen mit dem Sicherheitscode.

Mehr Informationen zum Thema Diebstahlsschutz erhalten Interessierte im Internet unter www.internetwache.brandenburg.de

Von Heinz Helwig

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