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Reiterstaffel feiert Richtfest

Neues Quartier für Bundespolizei in Stahnsdorf wächst Reiterstaffel feiert Richtfest

Auf einem früheren Truppenübungsplatz in Stahnsdorf entsteht das neue Quartier für die Reiterstaffel der Bundespolizei. Für das erste Gebäude soll am 15. September das Richtfest gefeiert werden. Nach bisherigen Plänen wollen die berittenen Polizisten Mitte des nächsten Jahres ihren neuen Stützpunkt beziehen. Die Baukosten liegen bei knapp sieben Millionen Euro.

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Auf dem früheren Manöverplatz in Stahnsdorf baut die BImA für die Bundespolizei den neuen Stützpunkt der Reiterstaffel.

Quelle: Gemeinde Stahnsdorf

Stahnsdorf. Das neue Quartier für die Reiterstaffel der Bundespolizei in Stahnsdorf nimmt erste Konturen an. Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in der Alten Potsdamer Landstraße 92 ziehen Bauleute das erste Gebäude hoch. Über dem Rohbau soll am 15. September die Richtkrone schweben. Dann kann der Innenausbau beginnen. Nach bisherigen Plänen will die Reiterstaffel Mitte des nächsten Jahres Einzug in ihren neuen Stützpunkt halten.

Auf knapp 30 000 Quadratmetern lässt die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), der die Fläche gehört, für die Bundespolizei ein Dienstgebäude für 43 Mitarbeiter, einen Stall samt Nebengelassen für 28 Pferde, eine Reithalle und eine Schmiede errichten. Auf dem Außengelände kommen sogenannte Paddocks – Auslaufflächen –, ein Reitplatz, eine Pferdekoppel sowie ein Wirtschaftshof und Stellflächen hinzu. Statt der geforderten 15 wird die Immobilienanstalt sogar 32 Parkplätze anlegen.

Die Reiterstaffel

Zu den Aufgaben der Reiterstaffel der Bundespolizei gehören beispielsweise die Überwachung der Grundstücksgrenzen der beiden Flughäfen Berlin-Tegel und -Schönefeld, die Kontrolle an Bahnanlagen sowie der Schutz des Bundespräsidial- sowie des -kanzleramtes. Die berittene Polizei wird darüber hinaus bei Demonstrationen und bei Fußballspielen zur Durchsetzung von Ordnung und Sicherheit während der Veranstaltungen eingesetzt.

Die uniformierten Reiter gehören zur Bundespolizei-Inspektion Sonderdienste, die im Jahr 2002 eingerichtet worden war.

Knapp sieben Millionen Euro soll das neue Quartier nach bisheriger Kalkulation kosten. Ursprünglich wollten die Bauleute schon im August des vorigen Jahres mit ihrer Arbeit beginnen. Doch das Genehmigungsverfahren zog sich hin. Außerdem fand der Munitionsbergungsdienst des Landes Brandenburg auf dem Gelände mehr als zweieinhalb Tonnen Altmunition, die aus dem Zweiten Weltkrieg und aus der späteren Nutzung des Platzes durch die Nationale Volksarmee (NVA) stammten und abtransportiert beziehungsweise kontrolliert gesprengt werden mussten.

Für Stahnsdorf als dauerhafte Bleibe der Reiterstaffel hatten sich das Bundesinnenministerium und der Bundesrechnungshof bereits Mitte Februar 2011 entscheiden. Zuvor waren 17 mögliche Standorte untersucht worden. Stahnsdorf sei wegen seiner Lage und seiner Verkehrsanbindung zu den Einsatzschwerpunkten am besten geeignet, begründete der Bund seine Standortwahl. Nach einer dreijährigen Planung konnte der Bau des neuen Quartiers zu Beginn dieses Jahres vorbereitet werden.

Die Polizisten zu Pferde hatten zunächst Stützpunkte in Berlin-Spandau und im Grunewald, später nur noch im Grunewald. Doch auch dieser Standort habe sich auf Dauer nicht als optimal erwiesen, heißt es.

Von Heinz Helwig

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