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Potsdam-Mittelmark Rennpiste gefährdet spielende Kinder
Lokales Potsdam-Mittelmark Rennpiste gefährdet spielende Kinder
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02:18 30.03.2018
Ramona und Peter Berndt vor ihrem Haus in der Kingstonstraße im Teltower Mühlendorfviertel. Ohne Bürgersteig stehen sie sofort ungeschützt auf der Fahrbahn. Quelle: Heinz Helwig
Teltow

Ramona und Peter Berndt aus dem Mühlendorfviertel in Teltow schlagen Alarm: Sie fürchten um Gesundheit und Leben vor allem der rund 20 Kinder und der älteren Leute in ihrer Straße. Jeden Morgen und jeden Nachmittag rasen die Autos in beiden Richtungen dicht an den Wohnhäusern vorbei ins Wohngebiet und wieder heraus. An der Zufahrt von der Ruhlsdorfer Straße ins Viertel steht zwar unscheinbar ein Verkehrsschild, das eine maximale Geschwindigkeit von 30 km/h für das gesamte Areal vorschreibt. Doch das Schild nehmen die Autofahrer nicht wirklich ernst, sagen beide. Die Kingstonstraße, in der die Berndts wohnen, ist eine schmale Anliegerstraße. Sie hat keine Bürgersteige, und wenn die Anwohner ihre Häuser verlassen, stehen sie sofort ungeschützt auf der Fahrbahn.

Offiziell soll der Verkehr über die Whitehourse-Straße als Zufahrt in die parallele Kanada-Allee als Hauptdurchfahrt durch das Viertel fließen. Doch um Zeit zu sparen, biegen viele Autofahrer bereits vorher in die Kingstonstraße ab. Nicht selten sind es Eltern, die ihre Kinder in die nahe Kita bringen beziehungsweise von dort abholen. Peter Berndt hat eine Mutter mal zur Rede gestellt und sie an ihr eigenes Kind auf dem Rücksitz erinnert. Sie sei einsichtig gewesen, sagt er.

„In unserer Straße spielen die Kinder und fahren häufig mit ihren Bobbycars umher. Die Grundstückshecken an den Kreuzungen sind aber so gepflanzt, dass man die Kinder nicht rechtzeitig sehen kann, wenn man aus einem Seitenarm kommt“, beschreibt Berndt die Gefahr. Außerdem würden auch viele Schüler die Kingstonstraße auf ihrem Weg zum Unterricht nutzen.

Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung werden bereits geprüft

Teltows Ordnungsamtsleiter Liem Schmidt hat sich die Lage schon mal vor Ort angesehen und kann die Ängste der Anwohner in der Kingstonstraße durchaus nachvollziehen. Die Situation sei mit dem Bau des Kreisverkehrs auf der Ruhlsdorfer Straße und der neuen Zufahrt zur Kanada-Allee entstanden. Gemeinsam mit Verkehrsexperten prüfe der Amtsleiter bereits, wie der Verkehr für die Anwohner in der Kingstonstraße beruhigt und die Gefahr entschärft werden kann, teilt Teltows Stadtsprecher Jürgen Stich mit. Den städtischen Blitzer zeitweilig in der Anliegerstraße zu postieren, hält Schmidt für keine endgültige Lösung. Außerdem sei das Fahrzeug zu bekannt und würde in der übersichtlichen Straße sofort entdeckt. Eine andere Maßnahme könnte die Einrichtung einer Einbahnstraße sein. Damit ließe sich die Verkehrsgefährdung für die Anwohner zumindest um die Hälfte entschärfen, übermittelt Stich. Auch der Einsatz von Bodenerhebungen in der Straße wird erwogen. Denkbar wäre zudem, die Kingstonstraße von der Zufahrt ins Wohngebiet her ganz zu schließen und sie zu einer Stichstraße zu machen. Diese Variante wäre ihm schon angekündigt worden, als er 2012 ins Mühlendorfviertel gezogen sei, sagt Peter Berndt.

Wann genau konkrete Maßnahmen in der Kingstonstraße umgesetzt werden können, kann Ordnungsamtsleiter Schmidt noch nicht sagen. „Hoffentlich ist es dann nicht schon zu spät und bereits ein Unglück passiert“, bangen Ramona und Peter Berndt sowie die anderen Anwohner jeden Tag.

Von Heinz Helwig

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