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Reparatur des Therapiebeckens rückt näher

Bad Belzig Reparatur des Therapiebeckens rückt näher

Seit Mai ist das Therapiebecken im Krankenhaus Bad Belzig außer Betrieb. Nun will der Kreis Potsdam-Mittelmark wohl 100 000 Euro für die Reparatur investieren. Das ist bei der Beratungs des Fachausschusses vor Ort bekannt geworden. Die Geschäftsführung des Ernst-von-Bergmann Klinikums will ihr Geld für andere Zwecke ausgeben.

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Das Therapiebecken im Krankenhaus Bad Belzig.

Quelle: Archiv/Johanniter

Bad Belzig. Die Instandsetzung des Therapiebeckens im Krankenhaus rückt offenbar näher. „Es zeichnet sich ab, dass der Kreis Potsdam-Mittelmark die Kosten für die Reparatur übernehmen kann“, hat Hans-Joachim Lindicke (SPD) jetzt erklärt. Der Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit und Soziales berief sich in der jüngsten Sitzung des Gremiums vor Ort auf Zusicherungen von Landrat Wolfgang Blasig (SPD), „die ich hier verkünden darf“.

Seit Mai dieses Jahres können an dem hiesigen Standort des Ernst-von-Bergmann-Klinikums keine Heilungs- oder Präventionsangebote im Wasser stattfinden. Denn die Filtertechnik ist nach 18 Jahren stetiger Nutzung kaputt. Laut Kostenvoranschlägen braucht es eine fast sechsstellige Summe für deren sachgemäße Reparatur.

Das Geld will die Geschäftsführung allerdings nicht investieren, weil es laut ihrer Einschätzung für die Versorgung der stationären Patienten nicht vonnöten sei. Stattdessen will sie den erstmals erwirtschafteten Gewinn zur Tarifanpassung bis 2019 nutzen, was die anwesenden Ärzte und Pflegekräfte mit skeptischen Blicken zur Kenntnis nahmen. Indes sieht sich anscheinend nun der Kreis, der noch 24,9 Prozent der Gesellschaftsanteile hält, in der Pflicht. „Wenn das so ist, dann freut uns das“, sagte Dietmar Donner.

Dann müsse noch über die Form der Betriebsführung geredet werden, wie der Geschäftsführer bekräftigt. Denn: Bislang sei das Angebot zwar sehr gut nachgefragt gewesen. Die Einnahmen für die hauptsächlich ambulante Nutzung hätten den Aufwand dennoch nicht gedeckt.

Eine Kooperation mit der Reha-Klinik „Hoher Fläming“ wird es indes definitiv nicht geben. Verwaltungschefin Katrin Eberhardt habe deutlich gemacht, dass es mit der Wassertherapie dort quasi keine Überschneidungen gibt. Ob sich vielleicht eine Zusammenarbeit mit der Stein-Therme ergeben könnte, sei bislang nicht besprochen, so Dietmar Donner.

Immerhin will die Stadt Bad Belzig ihren Teil zu einer noch besseren Auslastung beitragen. „Das könnte in Kooperation mit den Kindertagesstätten und Grundschulen erfolgen“, sagt Heinz Friese. In kleinen Gruppen könnte der Nachwuchs das Schwimmen erlernen, so der städtische Hauptamtsleiter. Schwimmmeister Uwe Moritz stünde zur Verfügung. Wie bundesweit sei auch im Hohen Fläming die Entwicklung zu verzeichnen, dass immer weniger Jungen und Mädchen die überlebenswichtigen Grundschwimmarten beherrschen.

Die Ämter Brück und Niemegk sowie die Gemeinde Wiesenburg/Mark könnten womöglich ähnlichen Bedarf haben. Das wird jetzt geprüft, heißt es. Außerdem soll in Kooperation mit den Familienzentren ermittelt werden, ob und wie Babyschwimmen wieder etabliert werden müsste, das derzeit lediglich in der Bad Belziger Stein-Therme oder in den Krankenhäusern Lehnin bzw. Treuenbrietzen angeboten wird.

Von René Gaffron

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