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Potsdam-Mittelmark Retter stellen ihre Technik vor
Lokales Potsdam-Mittelmark Retter stellen ihre Technik vor
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08:26 07.07.2017
Die Führungsstelle des THW in Leegebruch. Von dort aus wurden die Einsätze der Helfer aus Stahnsdorf koordiniert. Quelle: Jens Beier
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Stahnsdorf

Der Ortsverband Potsdam des Technischen Hilfswerks (THW) lädt zum Tag der offenen Tür ein, und zwar am Sonnabend ab 10.30 Uhr in Stahnsdorf. In der dortigen Heinrich-Zille-Straße 2 befindet sich seit 2002 die Geschäftsstelle des Ortsverbands, der vor 25 Jahren in Potsdam gegründet wurde. Geboten wird eine Technikschau zum Mitmachen. Der Ortsverband verfügt über 15 Spezialfahrzeuge und einen Pkw. Mit den Vorführungen der Bergungs- und Fachgruppen Wassergefahren, Infrastruktur und Führung/Kommunikation möchte das THW junge und ältere Besucher gleichermaßen ansprechen. Zweimal werden Mitglieder des Potsdamer-Cheerleader-Vereins auftreten.

Bei den schweren Regenfällen zum Monatswechsel waren 26 der 110 Kameraden des Potsdamer THW im Einsatz. Sie leisteten insgesamt 600 Einsatzstunden, darunter in der besonders stark betroffenen Gemeinde Leegebruch (Oberhavel), aber auch in Potsdam und Kleinmachnow.

Für Leegebruch mussten gleich mehrere Ortsverbände alarmiert werden. Die Potsdamer unterstützten mit ihrem Ladekran den Sand- und Sandsacktransport von den Befüllorten zu den Einsatzstellen, bedienten Pumpen und beobachteten die Pegelstände. Einsatzort in Potsdam war ein Restaurant in der Nähe des Landtags, dessen unterirdische Lastenaufzüge vom Regen vollgelaufen waren. Die Fachgruppe Infrastruktur und eine Bergungsgruppe sorgten mit einem Sandsackwall dafür, dass das Regenwasser in einen nahe gelegenen Abwasserschacht umgeleitet wurde. Anschließend pumpten die Kameraden den Keller und die Aufzüge leer.

Der Ortsverband Potsdam des Technischen Hilfswerks sitzt in Stahnsdorf an der Potsdamer Straße. Quelle: Jens Beier

Auch in einem Gebäude der Potsdamer Polizei wurden Sandsäcke verbaut. In Kleinmachnow war Wasser über den Schulhof in den Hort der Eigenherd-Schule eingedrungen. Das THW sicherte den Eingangsbereich auch hier mit Sandsäcken. Das Wasser aus dem überfüllten Auffangteich wurde in den nahegelegenen Waldsee abgepumpt. Die Arbeiten hatten die ganze Nacht gedauert.

Den Verbau von Sandsäcken lernt man beim THW schon in der Grundausbildung. Für kilometerlange Wälle, wie sie vor allem bei der Hochwasserbekämpfung an Flüssen nötig sind, braucht man aber zusätzliches Spezialwissen, wie THW-Sprecher Jens Beier erläutert. Für solche Situationen hält das THW auch Boote bereit.

Nach dem Tag der offenen Tür in Stahnsdorf präsentiert sich das THW beim Kulturfestival „Stadt für eine Nacht“ in Potsdam erneut der Öffentlichkeit. Die Veranstaltung findet am 15. und 16. Juli in der Schiffbauergasse statt und alles wird sich um das Thema Wasser drehen. In der Ankündigung heißt es: „Wasser steht Kopf. Wasser dreht durch. Wasser hat zwei Seiten.“

Das Technische Hilfswerk hat nach eigenen Angaben eine weltweit einmalige Struktur: Organisatorisch gehört es als Bundesanstalt zum Geschäftsbereich des Bundesinnenministers. Jedoch ist nur ein Prozent der Mitarbeiter hauptamtlich für die Behörde tätig. Alle anderen – rund 80 000 Männer und Frauen, die in 668 Ortsverbänden organisiert sind – arbeiten ehrenamtlich. Das THW ist immer an neuen Helferinnen und Helfern interessiert.

Tag der offenen Tür beim THW, Sonnabend, 8. Juli, in Stahnsdorf, Heinrich-Zille-Straße 2, 10.30 Uhr bis zum frühen Abend. Cheerleader-Vorführungen um 11.30 Uhr, 12.45 Uhr und 13.45 Uhr. Imbissangebote gibt es auch.

Von Stephan Laude

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