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Rettungsflieger schweben auf Parkplatz ein

Treuenbrietzen Rettungsflieger schweben auf Parkplatz ein

Das Genehmigungsverfahren für einen neuen Hubschrauber-Landeplatz am Treuenbrietzener Krankenhaus zieht sich seit drei Jahren hin. Nun soll es bald beendet werden können. Dann schweben die Rettungsflieger auf dem bisherigen Parkplatz ein. Damit stehen dort künftig 60 Stellplätze weniger zur Verfügung.

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Rettungshubschrauber landen künftig am Krankenhaus Treuenbrietzen auf dem bisherigen Parkplatz. Dafür weichen dort 60 Auto-Stellplätze.

Quelle: Thomas Wachs

Treuenbrietzen. Eine bislang für sie einmalige Arbeit erledigen derzeit Handwerker des Johanniter-Krankenhauses Treuenbrietzen. Auf dem Parkplatz an der Hauptzufahrt zum Klinikgelände richten sie einen Landeplatz für Rettungshubschrauber ein. Ein großes „H“ ist bereits auf das Pflaster aufgebracht. Nun müssen noch höhere Straßenlaternen entfernt sowie flache Beleuchtungspunkte, Windsack und Feuerlöscher installiert werden.

Die Arbeiten sind nötig, um eine offizielle Genehmigung für den Landeplatz zu erhalten. „Das Verfahren dafür läuft bereits seit dreieinhalb Jahren“, bestätigt Klinik-Sprecher Jörg-Peter Bensch auf Anfrage der MAZ. Damals sollte alles eigentlich ganz schnell gehen. Krankenhäuser und Luftrettungsfirmen hatten Alarm geschlagen: Im Oktober 2014 trat eine neue EU-Richtlinie in Kraft. Zuvor wurde befürchtet, dass etwa 50 Prozent der deutschen Kliniken von Rettungs- und Intensivtransporthubschraubern nicht mehr hätten angeflogen werden dürfen. Zur Lösung des vermeintlichen Problems nutzte das zuständige Bundesverkehrsministerium eine Ausnahmemöglichkeit: Bundesweit wurden seither mehr als 2000 Hubschrauber-Plätze zu „Landestellen von öffentlichem Interesse“. So auch in Treuenbrietzen, erklärt Jörg-Peter Bensch.

Bis zu 100 Flüge jährlich möglich

Auf diesen Außenlandestellen sind jährlich bis zu 100 Flugbewegungen zulässig. Das Treuenbrietzener Krankenhaus fliegen durchschnittlich 20 Hubschrauber im Jahr an, um spezielle Patiententransporte für die Fachkliniken zu realisieren. Diese Frequenz soll beibehalten werden. Bisher erfolgen Landungen und Starts auf einer eigens dafür gemähten, jedoch privaten Wiese gegenüber dem Parkplatz an der Johanniterstraße.

Schon 2014 wurden die Anträge für den neuen Landeplatz gestellt, um die nötige offizielle Genehmigung zu erhalten. „Diverse Behörden bis hin zum Bundesverkehrsministerium und dem Luftfahrtbundesamt waren zu beteiligen“, erklärt Bensch. Das Verfahren läuft seither. Nun soll es bis März 2018 abgeschlossen sein. „Dazu müssen jetzt noch Kontrollen vor Ort und womöglich Probeanflüge erfolgen“, erklärt Andreas Ruhle, der technische Leiter des Krankenhauses. Dort werden Kosten von rund 10 000 Euro für den neuen Landeplatz kalkuliert.

„Obwohl wir kein Krankenhaus der Grundversorgung sind sondern Fachkliniken betreiben, ist die Möglichkeit der Patiententransporte per Hubschrauber für uns wichtig, um ein umfassende Betreuung der Patienten bieten zu können“, sagt der Kliniksprecher. Dabei gebe es unter den rund 20 Flügen jährlich, „mehr Einlieferungen in unser Haus als Verlegungen von hier weg“, so Jörg-Peter Bensch.

Ab sofort 60 Stellplätze weniger

Wegen der Umbauarbeiten und des Genehmigungsverfahrens stehen ab sofort auf dem größten Klinik-Parkplatz mit bisher 140 Plätzen nur noch 80 Auto-Stellplätze zur Verfügung. Probleme für Patienten, Angehörige, Besucher und Mitarbeiter erwartet die Klinikleitung dadurch aber nicht. Ersatz ist nicht geplant. Die „komfortable Parksituation“ bleibe erhalten. „Insgesamt haben wir rund 420 Stellplätze zur Verfügung“, sagt Andreas Ruhle gegenüber der MAZ.

Von Thomas Wachs

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