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Richtfest für Reha-Zentrum Teltow

Voll im Zeitplan Richtfest für Reha-Zentrum Teltow

Erst im Mai wurde der Grundstein für das 5,2 Millionen teure Vorhaben gelegt. Jetzt hängt die Richtkrone vor dem Dreigeschosser an der Oderstraße. Die Investition ist nötig, um das Angebot von Rehabilitations-, Therapie- und Präventionsmaßnahmen zur Zufriedenheit von Patienten und Personal auf neueste Qualitätsstandards zu heben.

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Hammerhart: Bauherr Lars Weber, Architekt Jörg Cibis und Projektmanager Manuel Baistock (v.l.) in Teltow.

Quelle: Claudia Krause

Teltow. Ganz schön gewaltig wirkt der Rohbau des neuen Reha-Zentrums an der Oderstraße 77. Das Dach ist dicht und die Fenster sind drin. Der Dreigeschosser wächst termingerecht, weshalb das Richtfest am Mittwoch auch mit größter Freude von allen Gästen gefeiert wurde – mit der Richtkrone am Auslegerhaken, weil statt Dachsparren aus Holz mit Stahlbeton gebaut wird, wie Lars Weber erklärte. Der Bauherr strahlte am meisten und dankte allen am Bau beteiligten Handwerkern sowie dem Planungsteam. Weber will Ende Mai 2016 mit seinem Team in den Neubau am Teltowkanal einziehen. Bislang arbeitet das Reha-Zentrum Teltow noch in der Ritterstraße 10.

Erst im Mai wurde der Grundstein für das 5,2 Millionen teure Vorhaben gelegt. Die Investition ist nötig, um das Angebot von Rehabilitations-, Therapie- und Präventionsmaßnahmen zur Zufriedenheit von Patienten und Personal auf heutigen Qualitätsstandard zu bringen. Was etwa bedeutet, die Behandlungsräume zu vergrößern, funktional besser miteinander zu verbinden und ansprechender auszustatten. Geplant wurde eine Architektur, „die individuell auf die Betriebs- und Funktionsabläufe zugeschnitten ist“. Außerdem steigt mit steigender Bevölkerungszahl auch die Anzahl der Patienten. Heute sind es jährlich um die 700 Reha-Patienten bei Webers Team. Im neuen Haus können und sollen mehr Menschen behandelt werden; dafür sind auch 10 bis 15 neue Arbeitsplätze geplant, so Weber.

Beim Richtfest konnten sich die Besucher schon ein Bild davon machen, wie klar strukturiert, großzügig und lichtdurchflutet es auf den rund 2800 Quadratmetern Nutzfläche einmal sein wird. „Wir freuen uns, dass es größer, schöner und mehr räumliche Möglichkeiten gibt“, sagte der Ärztliche Leiter Björn von Pickardt der MAZ.

Architekt Jörg Cibis lässt zum ersten Mal einen derartigen Entwurf als Neubau verwirklichen. „Es ist sehr beeindruckend. Vom Altbau bin ich andere Zeitabschnitte gewöhnt. Hier läuft es sehr, sehr zügig“, lobt der gebürtige Teltower, der heute in Berlin lebt, die Vollack GmbH & Co. KG aus Schkeuditz. Die Projektfirma hat bereits die beiden Nachbarbauten an der Oderstraße errichtet und kennt sich mit den Teltower Bodenverhältnissen in Kanalnähe bestens aus. Immerhin hatte man mehr als 100 000 Euro drauf zahlen müssen, um allerlei Gesteinsschichten, Torf, Linsen bis neun Meter tief zu heben. Deshalb wurde auch auf einen Keller verzichtet. Alle Leitungen sind in einem kleinen Anbau „versteckt“. Nur für das Bewegungsbad – das Highlight des neuen Zentrums – musste tiefer gegangen werden, erklärt der Architekt.

Das Haus mit seiner späteren Fassade in Hell und Anthrazit soll sich gut in das Gewerbegebiet einbinden lassen sowie durch große Glasflächen, Durchgangsbalkone (auch als Fluchtwege) und eine geradlinige Gesamtstruktur die „Außenräume gut verzahnen“, wünscht sich Jörg Cibis. Wenn das Untergestrüpp am Ufer hinter dem Haus beseitigt ist, wird der Blick zum Teltowkanal frei. Mit viel Glück wahrscheinlich auch gleich für den Besucher, der vorn ins Foyer eintritt und bis hinten durchschauen kann. „Wir wollen eine klare Gliederung für eine leichte Orientierung der Patienten“, betont Cibis. Deshalb gibt es auch nur einen Aufzug, eine offene Treppe, einen Tresen. Neben Therapiebad, Sauna und Wellness-Bereich bekommt eine Cafeteria in einem Gebäudevorsprung Platz – natürlich zur Kanalseite hin.

Das Reha-Zentrum Teltow entsteht auf einem rund 5600 Quadratmeter großen Grundstück. Es sollen auch ein kleiner Park und 65 Auto- sowie mehrere Fahrradstellplätze angelegt werden.

Aus der Altstadt

Seit 1997 bietet das Reha-Zentrum in der Altstadt seine ambulante orthopädische Rehabilitation an.

Etwa 50 Mitarbeiter gehören zum Team in der Ritterstraße 10; im neuen Haus könnten bis zu 15 dazu kommen.

Mit 1400 Quadratmetern entspricht das Zentrum nicht mehr heutigen Qualitätsansprüchen.

Der Neubau an der Oderstraße verfügt über etwa 2800 Quadratmeter.

 

Von Claudia Krause

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