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Potsdam-Mittelmark Aufs richtige Pferd gesetzt
Lokales Potsdam-Mittelmark Aufs richtige Pferd gesetzt
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09:43 16.09.2015
Am Neubau schlagen Bima-Hauptstellenleiterin Antje Busch (3. v. l.) und weitere Gäste symbolisch die letzten Nägel in den Dachstuhl ein. Quelle: Köster
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Stahnsdorf

Thomas Kriwens, Erster Polizeihauptkommissar und Leiter der Reiterstaffel der Bundespolizei, kann es kaum noch erwarten, mit seiner Crew endlich von Berlin-Grunewald nach Stahnsdorf zu ziehen. Bis Juli 2016 werden sich die berittenen Polizisten aber noch gedulden müssen. Am Dienstag zog Zimmermannsmeister Jens Ronkomb von der Zimmerei Egon-Botting-Haus in Lohne im Landkreis Vechta an der Alten Potsdamer Landstraße zumindest schon mal die Richtkrone für den Rohbau hoch. „Wir sind super zufrieden. Das Gelände bietet nicht nur uns, sondern auch den Pferden optimale Bedingungen. Von hier aus erreichen wir schnell unsere Einsatzorte“, sagt Kriwens erfreut. Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz lässt die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) für die Berliner Bundespolizei ein Dienstgebäude für 43 Mitarbeiter, einen Stall samt Nebengebäude für 28 Pferde sowie eine Reithalle, einen Reitplatz, eine Führanlage und einen Longenzirkel errichten.

Als „glückliche Vertreterin der Bauherrin“ dankte Antje Busch, Hauptstellenleiterin Facilitymanagement der Bima in Potsdam, der Gemeinde Stahnsdorf, dass diese in diesem Fall auf ein „umständliches Planverfahren“ verzichtet hatte. „Das hätte uns um Jahre zurückgeworfen“, sagte Busch. Seit 2009 suchte die Bima ein neues Quartier für die Reiterstaffel, deren Stützpunkt im Grunewald sich nicht als dauerhafte Bleibe eignet. Bei der Standortwahl habe die Bima „auf das richtige Pferd gesetzt“, versicherte Stahnsdorfs Vize-Bürgermeisterin Anja Knoppke. Von der Ansiedlung verspricht sich auch die Gemeinde positive Synergien, beispielsweise in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung. „Durch die Reiterstaffel wird der Name Stahnsdorf weiter an Bekanntheit gewinnen“, prophezeite Knoppke.

Mit der Reiterstaffel verfüge die Polizei über ein besonderes Einsatzmittel, erklärte Franz Palm, Vizepräsident im Potsdamer Bundespolizeipräsidium. Das Pferd komme zum Einsatz, wo andere Mittel nicht möglich seien – an Bahnstrecken oder im unzugänglichen Bereich der Landesgrenze. Das Pferd verbessere auch den Kontakt zu den Bürgern. „Polizeiautos kann man nun mal nicht streicheln.“

Von Heinz Helwig

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