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Ritter und Knappen kämpfen in Brandenburg

17. Rolandspectaculum im Slawendorf Ritter und Knappen kämpfen in Brandenburg

Mittelalterliche Gewerke vom Böttcher bis zum Zinngießer, schöne Burgfräuleins, kämpfende Ritter und Knappen zogen am Wochenende im Slawendorf viele Besucher magisch an. Der Verein „Die Altstädter“ hatte bereits zum 17. Rolandspektakel eingeladen.

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Beim Kampf der Ritter und Knappen ist kein Blut geflossen.

Quelle: Christine Lummert

Brandenburg/H. Stolze Recken und schöne Burgfräulein zogen am Wochenende ins Slawendorf. Beim zweitägigen Rolandspectaculum konnte jeder in die Welt des Mittelalters abtauchen. Astrid Wittkopp aus der Prignitz ist mit ihrer Handspinnerei das Jahr über auf Mittelaltermärkten in ganz Mitteleuropa unterwegs und deshalb kommt ihr Urteil aus berufenen Mund: „Die Veranstaltung im Slawendorf ist wirklich gut gelungen.“

Die Organisatoren vom Verein „Die Altstädter“ hatten auch andere mittelalterliche Gewerke zum 17. Rolandspektakel eingeladen. Beim Böttcher konnten die Gäste selbst Hand anlegen und sich beim Bau eines kleinen Fasses versuchen. Bunte Glasperlen entstanden über offenem Feuer und beim Kerzenziehen waren Geduld und eine ruhige Hand gefragt.

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Mittelalterliches Gewerbe, Kämpfende Ritter und Knappen, Minnegesang und vieles mehr waren beim 17. Rolandspektakel im Brandenburger Slawendorf zu erleben.

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Gundula und René Jentsch waren schon zum zehnten Mal mit ihrer Zinngießerei beim Rolandspecataculum dabei. Hier waren vor allem Kinder zum Mitmachen aufgerufen. Von einer kleinen Katze über eine Eule bis zum stattlichen Ritter haben die beiden viele Figuren im Angebot, die von den Kindern selbst gemacht werden können. „Bei der Herstellung sind alle Sinne gefordert und ein bisschen Geschicklichkeit und handwerkliches Talent gehört beim Gießen und Feilen schon dazu, bis jeder seine kleine Zinnfigur in den Händen hält“, sagt Gundula Jentsch.

Am Samstag wurde zum wiederholten Male in der Feldschmiede ein Rennofen stundenlang mit Raseneisenerz und Holzkohle befüllt, der am Abend das Grundmaterial für mittelalterliche Gebrauchsgegenstände und Waffen ausspuckte.

Was aus dem Rohmaterial im Mittelalter gemacht wurde, war bei einer Waffenschau zu sehen. Mit Äxten, Speeren, Messern und Schwertern schlugen Ritter in Kettenhemden und Knappen in Leinenhemden gekonnt aufeinander ein. Schilde und schauspielerisches Talent aller Kämpfer sorgten dafür, dass kein Blut floss und das Publikum sich köstlich amüsierte.

Für gute Laune sorgte auch der Wettstreit der sieben Kandidaten zum Ritter der Havelrunde. Kay Teichert war einer der edlen Helden, der um den ersten Preis kämpfte. „Ich komme aus Schwedt und war am Samstag zum ersten Mal im Slawendorf zu Gast“, sagte Teichert, der großer Mittelalterfan ist. „Da der Gewinner des Ritter-Wettstreits ein Schwert bekommt, habe ich mich dann gerne bereiterklärt bei dem etwas schrägen Wettkampf mitzumachen.“ Humor war bei allen Kandidaten gefragt, denn beim Lanzenstechen auf einem Spielzeugpferd ähnelte mancher eher Don Quichotte, dem Ritter von trauriger Gestalt.

Bildergalerie www.maz-online.de/17.Rolandspektakel

Von Christine Lummert

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