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Rodungen bei Reesdorf haben begonnen

BUND kritisiert Genehmigung für Windräder in Beelitzer Wald Rodungen bei Reesdorf haben begonnen

Der Brandenburger Landesverband für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisiert die Genehmigung von sechs Windrädern in einem Waldgebiet in der Nähe des Beelitzer Ortsteils Reesdorf. Dort wurde bereits mit Waldrodungen begonnen, obwohl die Genehmigung erst am 28. März bekannt gemacht wurde.

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Die Bürgerinitiative Waldkleeblatt und die Stadt Beelitz lehnen Windräder im Wald ab und haben mit dem BUND jetzt einen Verbündeten im Tauziehen um sechs Windräder, die einem Forst bei Reesdorf genehmigt wurden.

Quelle: dpa

Beelitz. Die Bürgerinitiative Waldkleeblatt und die Stadt Beelitz haben im Kampf gegen die Aufstellung von Windrädern im Wald jetzt einen renommierten Verbündeten. Nach der Genehmigung von sechs Windkraftanlagen in einem Waldgebiet in der Nähe des Beelitzer Ortsteils Reesdorf hat sich der Brandenburger Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) eingeschaltet. Er kritisiert die Genehmigung, die das Landesumweltamt am 28. März öffentlich bekannt machte, und stellt klar, dass der BUND Brandenburg „die Errichtung von Windrädern im Wald grundsätzlich ablehnt“.

Insgesamt soll auf 1,2 Hektar Wald gerodet werden. Auf weiteren 3,9 Hektar soll Wald für Zuwegungen und die Baustelleneinrichtungen abgeholzt werden. „Selbst bei einer Wiederaufforstung kommt es zu einem Wertverlust bei den Waldbeständen“, heißt es in einer Mitteilung des BUND. „Da nicht alle Standorte von Windkraftanlagen auf öffentlichen Wegen erreicht werden können, ist die Erschließung nicht gesichert. Daher hätten die Genehmigungen nicht erteilt werden dürfen“, sagte Landesvorstandsmitglied Burkhard Voß. Laut BUND-Landesvorsitzenden Carsten Preuß werden durch die Baumaßnahmen Lebensräume der Zauneidechse zerstört. Entsprechende Ausgleichsmaßnahmen hätten schon im Frühjahr 2017 abgeschlossen werden müssen. Auch Vogel- und Fledermausarten seien betroffen. Und: „Die in Reesdorf anzutreffenden Binnendünen stellen eine bemerkenswerte Einzelschöpfung der Natur dar, die durch die Errichtung der Fundamente für die Windräder zerstört würden.“ Scharf kritisiert der BUND, dass schon vollendete Tatsachen geschaffen werden: „Obwohl die Bekanntmachung der Genehmigung erst am 28. März erfolgt ist, wurde bereits mit den Rodungen begonnen.“

„Der sofortige Vollzug der Genehmigung hebelt die Rechte der Widerspruchsführer aus“, sagte Winfried Ludwig, Vorsitzender der Initiative Waldkleeblatt. Gegen die Genehmigung der sechs Windräder hat die Stadt Beelitz bereits Widerspruch eingelegt. Die Waldkleeblatt-Initiative will sich anschließen. Der BUND prüft noch, ob er Widerspruch einlegt. „Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch“, so Landesgeschäftsführer Axel Kruschat.

Von Jens Steglich

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