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Roland Leisegang holt Spitzenwert in Lütte

Bürgermeisterwahl Roland Leisegang holt Spitzenwert in Lütte

Roland Leisegang ist nicht nur populär in den Bad Belziger Ortsteilen. In der ersten Runde der Bürgermeisterwahl sicherte er sich in 17 von 21 Stimmbezirken den Sieg, zur entscheidenden Mehrheit reichte es nicht. Bis zur Stichwahl am 9. Oktober wird es kontroverser zugehen. Damit rechnen zumindest die ausgeschiedenen Bewerber.

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Auszählung im Bürgerbüro am Rathaus: Der neue Verwaltungschef für Bad Belzig steht noch nicht fest.

Quelle: René Gaffron

Bad Belzig. Roland Leisegang genießt offenbar nicht nur in den zur Kur- und Kreisstadt zählenden Dörfern großes Vertrauen. In seinem Heimatort Lütte fuhr er beispielsweise nicht ganz unerwartet das beste Ergebnis mit 68 Prozent der abgegebenen Stimmen ein. Darüber hinaus hat der 51-Jährige aber nicht minder in den Wahllokalen in der Altstadt, an der Karl-Liebknecht-Straße, in der Tagesstätte „Lindenzwerge“ und in der Geschwister-Scholl-Grundschule die meisten Stimmen erhalten.

Lediglich die beiden Wahlbezirke im Wohngebiet Klinkengrund hat Hendrik Häing (SPD) mit 41 beziehungsweise 47 Prozent der Stimmen für sich erobern können. Außerdem setzte er sich jeweils in Borne und Groß Briesen durch.

Das lässt sich aus der detaillierten Auswertung des Ergebnisses der Bürgermeisterwahl in Bad Belzig ablesen. Wahlleiter Heinz Friese hat die Übersicht für die 21 Wahlbezirke zur Verfügung gestellt.

Bis zum Wochenende hatte ein Sextett sich Hoffnungen gemacht, demnächst die Nachfolge von Hannelore Klabunde-Quast (parteilos) auf dem Chefposten im Rathaus antreten zu können. Sie wechselt nach nunmehr achtjähriger Dienstzeit am 1. Dezember in den Ruhestand. Den Urnengang am Sonntag hat Roland Leisegang klar gewonnen. Die absolute Mehrheit von mehr als 50 Prozent hat er jedoch verfehlt, so dass es zur Stichwahl mit Hendrik Hänig in knapp zwei Wochen kommen wird. Diese Konstellation war wohl von der Mehrheit so erwartet worden. Die Reihenfolge und vor allem der Abstand zwischen beiden wohl nicht von jedem.

Das Ergebnis auf einen Blick

5865 von 9361 Wahlberechtigten haben sich am ersten Urnengang der Bürgermeisterwahl beteiligt. Das entspricht einer Beteiligung von 62,7 Prozent.

Die Stimmen haben sich wie folgt verteilt: Roland Leisegang 2749 (48 Prozent); Hendrik Hänig (SPD) 1910 (33,4 Prozent); Jan Eckhoff (Die Linke) 600 (10,5 Prozent); Andre Schär (NPD) 315 (5,5 Prozent), Torsten Slabon 110 (1,9 Prozent); Mike Kühnert (Piraten) 43 (0,8 Prozent).

Das Ergebnis muss vom Wahlausschuss noch bestätigt werden. Das Gremium tagt Dienstag, 18.15 Uhr, im Bürgerhaus am Marktplatz.

Dann wird die Stichwahl zwischen Roland Leisegang und Hendrik Hänig (SPD) vorbereitet. Sie erfolgt am 9. Oktober. Neuerliche Wahlbenachrichtigungen werden nicht verschickz.

Parallel ist Stichwahl um den Posten des Landrates im Kreis Potsdam-Mittelmark. Amtsinhaber Wolfgang Blasig (SPD) wird von Franz Herbert Schäfer (CDU) herausgefordert.

Mehr Zuspruch hatte beispielsweise Jan Eckhoff für sich erhofft. Nicht zuletzt wegen des Aufwandes, den er mit dem Nachwuchs betrieben hat. „Das Ergebnis liegt sicherlich unter meinen Erwartungen“, räumt der Kandidat der Linken ein, der erstmals nominiert worden war. „Positiv sehe ich allerdings, dass sich die Menschen offensichtlich eine progressive Politik wünschen“, sagt der 30-Jährige und verspricht, sich in dem Sinne dennoch weiter zu engagieren. Was die Stichwahl angeht, wolle er erst noch sehen, wie sich die verbliebenen Kandidaten positionieren und gegebenenfalls seine Unterstützung für einen von beiden bekannt geben. Die Entscheidung sollte nach wie vor ausschließlich den Wählern überlassen bleiben, hat sich Mike Kühnert festgelegt. Gleichwohl er als Künstler eine persönliche Sympathie hege. Der Kandidat von den Piraten, der im Bewerber-Sextett den letzten Platz belegt hat, will sich dennoch nicht entmutigen lassen. „Das kommunalpolitische Engagement meiner Person und der Partei ist damit noch lange nicht ausgebremst“, kündigte er an.

Nicht zuletzt als positive persönliche Erfahrung verbucht Einzelbewerber Torsten Slabon den Wahlkampf für sich. Dass die Auseinandersetzung jetzt kontroverser geschehen werde, lautet seine Prognose. Dann sollte sich seiner Meinung nach kommunalpolitische Kompetenz von Hendrik Hänig durchsetzen. „Wer wirklich frischen Wind von außen gewollt hat, hätte das Kreuz bei meinem Namen machen müssen“, versicherte der 50-Jährige im MAZ-Gespräch.

Rechtsaußen votiert haben 315 Wahlberechtigte. Der höchste Anteil war indes nicht wie prognostiziert im Klinkengrund zu verzeichnen. In Lübnitz erhielt Andre Schär (NPD) 16,2 Prozent der Stimmen. Bergholz war der einzige Ort, in dem ihn niemand gewählt hat.

Von René Gaffron

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