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Romantik im Wiesenburger Schlosspark

Konzert am Wochenende Romantik im Wiesenburger Schlosspark

Romantik kann man kaum besser beschreiben, als mit dem Schlossparkkonzert in Wiesenburg. Während der Potsdamer Pianist die Gäste auf eine Reise durch Musicals mitnahm, wanderten die Arme über die Schultern der Partner – eingetaucht in eine unglaubliche Lichtstimmung inmitten der Natur. Die MAZ war dabei und hat Eindrücke mitgebracht.

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Als der Pianist Felix Dubiel sanfte Melodien aus Musicals auf dem Schlossparkteich spielte, kam romantische Stimmung auf.

Quelle: Christin Iffert

Wiesenburg. Ute Althaus streicht ihrem Mann zärtlich über die Wange. Er hat seinen Kopf auf ihre Beine gelegt. Sie lehnt am Uferrand des Teiches im Park des Wiesenburger Schlosses an einem Strohballen. Gemeinsam lauschen sie der Melodie von „The Beauty and the beast“ aus dem gleichnamigen Musical. Der Pianist Felix Dubiel hat das Paar und 200 weitere Gäste am Sonnabend im Schlosspark auf eine Reise in die Welt der Musicals mitgenommen.

„Ich mag die Veranstaltungen hier, sie sind nicht so voll. Da kann man den Abend in Ruhe genießen, einfach abspannen“, sagt Ute Althaus. Die 52-Jährige ist mit ihrem Mann extra aus Borkheide gekommen. Immer wieder besuchen sie das Schloss Wiesenburg zu Veranstaltungen, lieben, wie sich die Musik über den Park legt und der Wind durch die Blätter rauscht.

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Ein Pianist an einem Flügel auf dem Wasser, im Hintergrund die Kulisse des Wiesenburger Schlosses und die Sonne taucht die Natur in goldene Farben: Kaum anders könnte die Definition von Romantik sein, die am Sonnabend beim Konzert in Wiesenburg/Mark (Potsdam-Mittelmark) aufkam. Wir haben einige Eindrücke mitgebracht.

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Der Pianist aus Potsdam sitzt auf einer Bühne, die auf dem Teich schwimmt. Sein weißer Flügel wird in bunten Farben angestrahlt, während die Sonne untergeht und den Schlosspark teilweise in goldgelbes Licht taucht. Auf dem Wasser gleiten gefaltete Boote, die wie Papierboote anmuten, während hin und wieder dunkle Wolken am Horizont über das Konzert hinwegziehen und die Veranstaltung verschonen. Rund um den Teich ist es, bis auf die Klänge, die vom Wasser aus den Park beschallen, still. Erst wenn die letzten Töne der einzelnen Musicalhits aus König der Löwen, Sister Act, Tabaluga oder dem Phantom der Oper verstummen, klatschen die Gäste begeistert. Sie sitzen auf Parkmöbeln, Decken oder eigens mitgebrachten Campingstühlen. Viele Paare sind darunter, Männer legen einen Arm um ihre Frauen.

„Die Atmosphäre ist einmalig“

Almut und Konrad Scherf aus Bad Belzig haben es sich auf einer Palettenbank gemütlich gemacht, die eigens für das Konzert angefertigt wurden und im Anschluss für 20 Euro einfach mitgenommen werden konnten. Das Paar hat sich einen Piccolo-Sekt gegönnt, um auf den gemeinsamen Abend anzustoßen. „Die Atmosphäre ist einmalig. In Berlin würde man einen solchen Platz gar nicht finden – dort ist es so laut, dass es diese Ruhe nie geben könnte“, sagt der 82-Jährige. Mit dem Burgenbus hatte sich das Ehepaar auf den Weg nach Wiesenburg gemacht – und nicht wie sonst mit dem Fahrrad. Zurück soll es mit dem Taxi gehen. „So spät fährt die Burgenlinie nicht mehr.“

Nach einer kurzen Pause steigt Saxofonist Chris Reinhardt aus Berlin in die Songs mit ein. „Das war noch mal ein anderer Sound, der die Besucher begeistert hat und mit Jubelpfiffen belohnt wurde“, sagt Ulrich Jarke, Chef des Parkfördervereins, im Anschluss. „Dabei war das großes Glück, dass er überhaupt auf die Bühne konnte.“ Der Musiker war nämlich krank und hatte erst in der vergangenen Woche die Freigabe zum Spielen von seinem Arzt erhalten.

Der Sandmann verabschiedet die Gäste

Nachdem die Zuschauer über die letzten Titel abgestimmt und sich unter anderem „Can you feel the love tonight“ und „Thank you for the music“ gewünscht hatten, stimmt Felix Dubiel zum Abschluss weit nach 23 Uhr die Sandmannmelodie an. Zeit, um die Eindrücke mitzunehmen – und Bänke. 17 wurden verkauft. Wer Interesse hat, kann sich auch jetzt noch beim Parkverein melden. Denn es mangelt an Platz, um alle unterzustellen.

Von Christin Iffert

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