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Potsdam-Mittelmark Rotes Kreuz verleiht goldene Ehrennadeln
Lokales Potsdam-Mittelmark Rotes Kreuz verleiht goldene Ehrennadeln
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18:35 11.03.2018
Eberhard Kuckert ist für 100 Blutspenden ausgezeichnet worden. Ihm gratulieren Roland Karl (l.) und Joachim Müller vom Rotkreuz-Kreisverband Potsdam/Zauch-Belzig. Quelle: Josephine Mühln
Bad Belzig

Für Eberhard und Angelika Kuckert ist ihr Engagement selbstverständlich. Über die Jahre ist der Gang zur Blutspende für sie zur Normalität geworden – deshalb wollen die Wiesenburger daraus auch gar keine große Sache machen.

Der Blutspendedienst Nord-Ost des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) weiß jedoch, dass Menschen wie die Kuckerts eben noch lange nicht als Selbstverständlichkeit zu betrachten sind. Er zeichnet treue Spender daher mit der goldenen Blutspende-Ehrennadel aus. Am Freitagabend sind in der Bad Belziger Springbachmühle 23 Menschen geehrt worden, die bereits 50 oder 75 Mal gespendet haben. Organisiert hat die Veranstaltung der DRK-Kreisverband Potsdam/Zauch-Belzig.

Gezählt werden nur die unentgeltlichen Spenden

Eberhard Kuckert wurde dabei – trotz aller Bescheidenheit – eine kleine Sonderrolle zuteil. Der 64-Jährige hat die Ehrennadel für 100 Blutspenden bekommen. Eigentlich sollte ihm die erst im Oktober von Ministerpräsident Dietmar Woidke in Potsdam überreicht werden. Weil Kuckert aber gern gemeinsam mit seiner Frau – die das Abzeichen für 50 Spenden erhalten hat – ausgezeichnet werden wollte, hat das DRK die Übergabe vorgezogen.

Gespendet hat der Wiesenburger in den vergangenen 37 Jahren allerdings schon weit mehr als 100 Mal. Für die Ehrung gezählt werden nur die Spenden, die unentgeltlich erfolgt sind. Denn die Bezahlung des Engagements fiel nach der Wende weg. Er habe als Student seine erste Blutspende geleistet, erzählt Eberhard Kuckert, und es habe sich einfach gut angefühlt. „Meine eigene Gesundheit ist mir wichtig und die Termine sind auch immer eine gute Kontrolle.“

Demografischer Wandel macht dem Roten Kreuz Probleme

Insgesamt sei die Entwicklung des Spendenaufkommens in Potsdam-Mittelmark erfreulich, sagt Roland Karl, Ärztlicher Leiter des Blutspendeinstituts Berlin und Potsdam. „Aber natürlich haben wir auch hier mit Schwankungen zu kämpfen und immer wieder Phasen, die uns vor Probleme stellen – wie Ferien oder Brückentage beispielsweise.“ Auch die jährliche Grippewelle werde immer wieder zur Herausforderung, weil durch sie häufig nicht nur Spender fehlen, sondern auch Mitarbeiter. „Wir haben dann manchmal tageweise und punktuell in einzelnen Orten einen Rückgang der Spenden von zehn bis 20 Prozent“, sagt Karl.

Wünschenswert seien natürlich auch noch mehr junge Spender. „Durch den demografischen Wandel haben wir weniger Menschen im spendenfähigen Alter und natürlich scheiden auch immer mal wieder Spender aus – sei es aus Alters-, Krankheits- oder anderen Gründen.“ Von der Gesamtbevölkerung dürfe laut Karl etwa ein Drittel spenden – zehn Prozent davon würden es auch tatsächlich tun. „Es gelingt uns leider noch nicht, die Menschen ausreichend zu motivieren“, sagt der Arzt.

Von Josephine Mühln

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