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Potsdam-Mittelmark Heißer Sommer lässt magere Ernte erwarten
Lokales Potsdam-Mittelmark Heißer Sommer lässt magere Ernte erwarten
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17:42 24.09.2015
Till und Leni mit dem ersten Teltower Rübchen der Saison. Quelle: Julian Stähle
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Teltow

Das Teltower Rübchen ist nach dem Beelitzer Spargel mittlerweile wohl das zweitbeliebteste Gemüse zwischen Potsdam und Berlin. Diplomlandwirt Axel Szilleweit zog am Donnerstag auf seinem Feld in Teltow mit Rübchenprinzessin Leni Rübe (!) und Rübchenprinz Till Seidel die erste Knolle dieser Saison aus dem Boden. Bis in den Januar hinein können Rübchenfreunde ihr Lieblingsgemüse in regionalen Gaststätten genießen oder vom Obst- und Gemüsehof im Schenkendorfer Weg 1 A sowie an Szilleweits Marktständen erwerben. Das Kilo soll etwa fünf Euro kosten.

Die diesjährige Rübchenernte bleibt aber unter seinen Erwartungen, sagt Szilleweit schon jetzt. Das heiße Badewetter im Sommer, über das sich alle gefreut haben, hat den Pflanzen geschadet. Um einen optimalen Ertrag zu erzielen, hätte der Boden eine Feuchtigkeit von mindestens 600 Milliliter Wasser je Quadratmeter haben müssen. Nur die Hälfte ist jedoch auf das Feld herabgeregnet. Eine künstliche Bewässerung hätte nichts genutzt. Die Sprinkleranlage hätte das Wasser nicht so fein wie erforderlich auf dem Acker verteilen können. Die Aussaat wäre teilweise weggespült worden, so Szilleweit. Er kalkuliert einen Verlust von 70 Prozent der ursprünglich gesäten Menge ein. Zwar wurde auf einem Teil der Fläche noch einmal nachgesät. Das Ergebnis bleibt abzuwarten. Dennoch werde es genug Rübchen geben, um den Besuchern des 16. Teltower Rübchenfestes am Sonntag zwischen dem Landhotel Hammer und der Festwiese am Röthepfuhl in Ruhlsdorf die vielfältige Verarbeitung des Gemüses vorstellen und verkosten lassen zu können.

Der Förderverein für das Teltower Rübchen kümmert sich nicht nur um den wachsenden Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad des Gemüses, das neben Szilleweit auch der Landwirt Uwe Schäreke im Nebenerwerb anbaut. Der Verein organisiert auch das Saatgut und hält Kontakt zu Forschungsinstituten, die sich mit dem Anbau und der Vermarktung der Rübe befassen, sagte Vereinsvorsitzender Sören Kosanke bei der Saisoneröffnung. Aus seiner regen Dienstreisetätigkeit wisse er, dass das Rübchen längst nicht mehr nur in Deutschland, sondern auch in Europa bekannt. ist. Noch eins drauf setzte der 90-jährige „Rübchenpapst“ Günter Duwe. Er habe vor Jahren mal einen Anruf aus Hamburg von jemandem erhalten, der sich für die Geschichte der Seefahrt interessiert. Der Anrufer habe in einem Buch aus den 1950-er Jahren gelesen, dass es das Teltower Rübchen sogar schon bis nach Indien geschafft hatte.

Von Heinz Helwig

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