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Potsdam-Mittelmark Rückkehr in den Kreisfeuerwehrverband stockt
Lokales Potsdam-Mittelmark Rückkehr in den Kreisfeuerwehrverband stockt
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02:15 22.10.2017
Bad Belzigs Feuerwehrleute beim Löscheinsatz. Quelle: Julian Stähle
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Bad Belzig

Die Rückkehr der Blauröcke aus der Kur- und Kreisstadt in den Kreisfeuerwehrverband Potsdam-Mittelmark scheint gewiss. Aber sie verzögert sich. Denn zunächst müssen die finanziellen Bedingungen geklärt werden. In der jüngsten Stadtverordnetenversammlung blieben Fragen dazu offen.

Ursprüngliches Anliegen der Stadtwehrführung ist, die aktuell 330 Aktiven der Einsatzabteilung in der Interessenvertretung zu integrieren. Dafür gab es diese Woche schon breite Zustimmung im Parlament. Tobias Paul (CDU) hatte jedoch angeregt, die Kameraden zu fragen, ob jemand gegen die pauschale Mitgliedschaft sei. „Niemand sollte – warum auch immer – gegen seinen Willen beitreten müssen“, so seine Argumentation. Daraufhin hatte Hendrik Hänig (SPD) bemerkt, dass laut Beitrags- und Finanzordnung des Verbandes verschiedene Sachverhalte möglich sind. „Entweder wir beschließen die Übernahme der Beiträge für jeden Einzelnen.

Dann zahlen wir pro Kopf für jeden, der sich selbstständig anmeldet, 6,50 Euro pro Jahr. Oder die Stadt Bad Belzig tritt als Träger des Brandschutzes bei und muss bei der Größenordnung 1650 Euro bezahlen, was dem Jahresbeitrag von 5 Euro pro Kopf entspricht“, so der SPD-Fraktionschef.

Vor zehn Jahren war die Kommune anlässlich einer allgemeinen Überprüfung von Mitgliedschaften aus dem Kreisfeuerwehrverband ausgetreten. Heutzutage sind lediglich 86 Floriansjünger in der selbst ernannten „Gewerkschaft der Feuerwehrleute“ organisiert. Sie bezahlen aktuell den Jahresbeitrag von 6,50 Euro aus der eigenen Tasche.

Doch die Zeiten ändern sich. Ein wesentlicher Vorteil wäre laut Olaf Beelitz, dass mit der Mitgliedschaft im Kreisfeuerwehrverband – neben den noch in Rede stehenden gesetzlichen Neuerungen – der Zugriff auf den Solidaritätsfonds des Landesfeuerwehrverbandes Brandenburg für Härtefälle (Tod) möglich sei.

Aufgrund des aktuellen Einsatzgeschehens auch für die hiesigen Feuerwehrleute und vor dem Hintergrund des tragischen Unfalls auf der A 2, wo Anfang September zwei ehrenamtliche Retter aus Lehnin ums Leben gekommen sind, gibt es die breite Zustimmung in den Gremien.

„Nicht zuletzt wäre es eine stärkere Anerkennung dieses Ehrenamtes“, so der Stadtwehrführer. Das Anliegen sei indes schon vor der Tragödie auf der Autobahnforciert worden, betont er. Nun aber ist Fachamtsleiterin Petra Tersch beauftrag, die Voraussetzungen mit der Verbandsspitze um Kurt Muschert aus Beelitz zu erörtern.

Von René Gaffron

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