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Ruhebank wird zum Mülleimer

Kleinmachnower Dreckecke in der Nähe zweier Schulen Ruhebank wird zum Mülleimer

Die Gemeinde Kleinmachnow hat an manchen Stellen ein Problem mit der Sauberkeit. Rund um eine Ruhebank an der Schopfheimer Allee sammelt sich regelmäßig Müll. Sie wird von Schülern und Spaziergängern genutzt. Was fehlt ist ein Mülleimer. Da will die Gemeinde nun nachrüsten, hat aber auch andere Problemzonen im Blick.

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Rund um die Bank an der Schopfheimer Allee sammelt sich regelmäßig der Müll. Ein Abfalleimer könnte die Situation verbessern.

Quelle: Kobel-Höller

Kleinmachnow. Eine Dreckecke hat sich Kleinmachnow mit einer Idee eingehandelt, die eigentlich Gutes hervorbringen sollte: Eine Sitzbank sollte in der Schopfheimer Allee Spaziergänger, Hundebesitzer und Schüler gleichermaßen zum gemütlichen Ausruhen anregen und Senioren auf dem Weg zwischen ihrer Wohnanlage am Zehlendorfer Damm zum Einkaufen am Rathausmarkt einen Zwischenstopp ermöglichen. Das war Ende vorigen Jahres von Gemeindevertreterin Kornelia Kimpfel (AfD) und vom Seniorenbeirat angeregt worden.

Im Mai 2017 war es dann soweit: Eine rustikale Holzbank wurde an der Kreuzung Adolf-Grimme-Ring/Schopfheimer Allee unweit der Waldorfschule aufgestellt. Eines jedoch fehlte: ein Mülleimer. Die Gemeinde hatte beschlossen, erst einmal auszuprobieren, ob man ohne einen solchen auskommen würde. Tut man nicht, weiß man jetzt – Versuch macht klug. Verpackungen, Joghurtbecher, Essensreste sammeln sich im Umkreis der Bank und werden durch Wind und Wetter auch in der Gegend verteilt. Innerhalb weniger Tage, sogar Stunden, nachdem sauber gemacht wurde, findet sich erneut jede Menge Müll. Auch der auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegende Einmannbunker, der bei den Straßenbauarbeiten zur Allee ausgegraben und neben der Grundschule aufgestellt wurde, wird genutzt: Er dient als Mülleimer-Ersatz.

Verursacher sind überwiegend Jugendliche, die sich die Bank als Treffpunkt ausgesucht haben – tagsüber während der Schulpausen und nach dem Unterricht, abends und am Wochenende. Sie haben die Bank auch schon nach wenigen Monaten mit Markerstiften und entsprechenden Markierungen als die ihre gekennzeichnet, also beschmiert. Das Problem ist der Gemeinde bekannt und es soll auch gehandelt werden. Demnächst soll ein Mülleiner aufgestellt werden, heißt es aus der Verwaltung.

In Kleinmachnow gibt es immer wieder Diskussionen darüber, wo sich Jugendliche noch ungestört treffen können. Vor einigen Monaten gab es zahlreiche Beschwerden über nächtliche Ruhestörungen am Rand des Düppelteichs. Derzeit ist einer der „wilden“ Jugend-Treffpunkte der Rathausmarkt, entsprechende Beschwerden würden auch beim Ordnungsamt vorliegen, bestätigt Gemeindesprecherin Martina Bellack. Die Treffpunkte wechseln aber, so Bellack. „Der Skaterplatz wird auch gerne genommen, ruhiger ist es derzeit am Düppel und auf dem Kiebitzberg.“ Zwei Streetworker würden aber ein Auge darauf haben, die Treffpunkte aufsuchen und mit den Jugendlichen Kontakt aufnehmen, versichert sie. Hinsichtlich der Situation am Einmannbunker, um den herum es auch nicht gerade gut riecht, wird zudem geprüft, ob und was machbar sein könnte.

Von Konstanze Kobel-Höller

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