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Ruhestätte von Toni Emser bleibt in Borkwalde

Kriegsgrab Ruhestätte von Toni Emser bleibt in Borkwalde

Das Grab des im Krieg 1945 getöteten Soldaten Toni Emser soll in Borkwalde bleiben. Die Gemeindevertreter haben eine Umbettung der Ruhestätte abgelehnt. Die Diskussion war entstanden, weil die Grabpfleger eine Förderung bei der Kriegsgräberfürsorge für einen neuen Zaun beantragt hatten.

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Um die Ruhestätte von Toni Emser kümmern sich Bürger.

Quelle: Andreas Koska

Borkwalde. Das Grab von Toni Emser sorgt wieder für Gesprächsstoff. Es liegt am Waldrand in der Nähe vom Haderlandstieg in Borkwalde. Der gerade einmal 17 Jahre junge Soldat aus Primasens ist am 30. April 1945, während der letzten Kriegstage, ums Leben gekommen und wurde am Rand von Borkwalde bestattet.

Bisher kümmerten sich die Einwohner um die Grabstätte. Als jetzt jemand der Verantwortlichen bei der Kriegsgräberfürsorge um eine Förderung für den das Grab umgebenden Zaun anfragte, kam eine neue Diskussion in Gang. Der Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge (VdK) schlug statt einer Förderung eine Umbettung Emsers nach Borkheide oder Halbe vor.

Toni Emser starb am 30

Toni Emser starb am 30. April 1945. er wurde nur 17 jahre alt

Quelle: privat

In Borkheide gibt es eine Kriegsgräberstätte, in Halbe befindet sich einer der größten deutschen Soldatenfriedhöfe . Die Brücker Ordnungsamtsleiterin Marion Jahn bat die Abgeordneten in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung der Waldgemeinde, ein Entscheidung zu treffen.

„Die Pflege ist gesichert“, betonte Bürgermeisterin Renate Krüger. Sie sehe keine Notwendigkeit einer Umbettung. Ähnlich äußerten sich auch die anderen Volksvertreter. In diesem Zuge erinnerte Renate Bressel (Notgemeinschaft) an die Beschlusslage: Vor rund 13 Jahren hat die Gemeindevertretung bei einer ähnlichen Diskussion beschlossen, das Grab dort zu belassen, wo es war – solange die Pflege gesichert ist.

Die Bitte um Förderung scheint inzwischen hinfällig, da die Zaunreparatur privat finanziert wird. „Unsere ehemalige Chronistin Eva Matis ist auch dafür, dass das Grab hier bleibt“, sagte Krüger. Die Abgeordneten folgten dem Ansinnen, auch wenn dadurch das Grab keine offizielle Anerkennung als Kriegsgrab erhält und in keinem Verzeichnis als solches geführt wird, wie Marion Jahn betonte.

Von Andreas Koska

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