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Potsdam-Mittelmark Rund 2500 Gäste bei Rabensteiner Herbst
Lokales Potsdam-Mittelmark Rund 2500 Gäste bei Rabensteiner Herbst
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00:26 30.09.2015
Ritterkampf beim Rabensteiner Herbst. Quelle: Stefan Specht
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Raben

Die Burg Rabenstein stand am Wochenende ganz im Zeichen von Gauklern, Spielleuten und Rittern. Rund 2500 zum Teil selbst kostümierte Menschen waren an beiden Tagen gekommen, um sich auf der alten Wehranlage mittelalterlich unterhalten zu lassen. Organisator Ralf Kirsten alias Ralf der Rabe hatte dafür gesorgt, dass Innen- und Außenhof der Burg genügend Unterhaltung boten. Besonders hatte er es auf die Kinder abgesehen. „Wir haben an jeder Ecke etwas für die jüngsten Besucher zu bieten“, so der Rabener. Sie konnten Bogenschießen, Holzburgen besteigen, mit einem handbetriebenen Karussell fahren und sich von einer alten Hexe Märchen vorlesen lassen.

Familiäre Atmosphäre

Überhaupt ging es im Vergleich zu dem eine Nummer größeren Ritterspektakel zu Ostern an diesem Wochenende sehr familär zu. Weniger pompös, ohne große Ritterkämpfe und mit Schaustellern aus der Region versucht Ralf Kirsten, eine etwas andere Atmosphäre zu schaffen. Bei vielen Besuchern kam das gut an. „Ich war Ostern hier, aber heute gefällt es mir ehrlich gesagt besser“, sagte Nicole Markwart, die mit ihrer Tochter aus Kleinmachnow gekommen war. „Da es nicht ganz so voll ist, kommen wir super an alle Stände und können uns alles in Ruhe ansehen.“ An knapp 50 Ständen hatten sich vor allem Handwerker und Gastronomie ausgebreitet. Auch wenn es kein großes Ritterspektakel gab, weiß Ralf Kirsten doch, dass er ganz ohne die edlen Kämpfer kein Mittelalterfest gestalten kann.

Rittersleute kämpfen in glänzenden Rüstungen

So zogen immer wieder drei Ritter in glänzender Rüstung durch die Menge und boten kleine Showkämpfe. Doch als Musiker und Mitglied der Mittelalterband „Die Rabenbrüder“ liegt das Augenmerk von Ralf Kirsten auf der feineren Kunst. Gauklerei, die Kunst des Geschichtenerzählens und Spielleute prägten das Bild der Burg Rabenstein. Große Menschentrauben bildeten sich immer wieder vor der Bühne auf dem Innenhof, der ständig bespielt wurde. Als Publikumsliebling kristallisierte sich dabei der aus Mecklenburg stammende Arne Feuerschlund heraus. Vielleicht lag es auch daran, dass er erst Mitte vergangener Woche Vater eines Sohnes geworden ist. Auf jeden Fall sprühte die Spiellust geradezu aus ihm heraus und packte die Zuschauer im Nu. Seine witzige Art, Geschichten zu erzählen und dabei das halbe Publikum mit einzubeziehen dürfte den meisten Zuschauen noch eine Weile in Erinnerung bleiben.

Gut besucht war das Mittelalterfest mit Gauklern und Musik auf Burg Rabenstein. Quelle: Stefan Specht

Im Gegensatz zum Osterspektakel gibt es beim Rabensteiner Herbst traditionell Abendveranstaltungen. Den Auftakt des Wochenendes bildete am Freitagabend die Gala der Spielleute und Gaukler im Rittersaal. Mit dabei war in diesem Jahr eine dreiköpfige Band aus Berlin, bei der Ralf Kirstens Sohn Wenzel Ralf Benn das Saxophon spielt. „Das war richtig toll“, sagt der stolze Vater. Am Samstagabend hatte er selbst mit seinen Rabenbrüdern den Rittersaal bespielt, ehe es am Sonntag mit dem normalen Markttreiben in die letzte Runde des zwölften Herbstspektakels ging. „Nun heißt es, aufräumen, Plakate abhängen, Rechnungen bezahlen und dann ausruhen“, sagt ein erschöpfter Ralf Kirsten am Sonntagabend. Schon in einem halben Jahr freilich beginnen für ihr dann wieder die intensiven Vorbereitungen für die 13. Auflage des Rabensteiner Herbstes.

Von Stefan Specht

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