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S-Bahn bis Stahnsdorf nicht ausgeschlossen

Fahrgastzahlen in Teltow mehr als verdoppelt S-Bahn bis Stahnsdorf nicht ausgeschlossen

Ein S-Bahn-Anschluss für Stahnsdorf ist nicht mehr ausgeschlossen. Der Zuzug ins Berliner Umland nimmt zu und in Teltow haben sich die Fahrgastzahlen mehr als verdoppelt. Erste Entscheidungen des Ministeriums zum neuen Anschluss werden im nächsten Frühjahr erwartet.

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Feucht fröhlich tauften Teltower die S-Bahn auf den Namen ihrer Stadt.

Quelle: Gartenschläger

Teltow. Das brandenburgische Infrastrukturministerium prüft derzeit, ob weitere Kommunen an die S-Bahn angeschlossen werden können. Das bestätigte Verkehrsministerin Kathrin Schneider (parteilos) am Samstag am S-Bahnhof Teltow-Stadt anlässlich der Zugtaufe einer S-Bahn auf den Namen „Teltow“. „Derzeit werden alle notwendigen Daten für die Debatte darüber gesammelt“, sagte Schneider“ und nannte etwa Fahrgastpotenziale und Kosten (MAZ berichtete). Der Zuzug ins Berliner Umland steige aktuell wieder an. Anfang 2016 könnten erste Entscheidungen fallen, sagte die Ministerin. Es gebe Potenzial, auch in der Region Teltow; also für eine S-Bahn-Verlängerung nach Stahnsdorf. Die Region entwickle sich dynamisch. Letztlich hänge jedoch alles an der Finanzierbarkeit.

Damit ist das gern kolportierte kategorische Nein ihres Vorgängers Jörg Vogelsänger (SPD) faktisch vom Tisch. Entsprechend die Laune beim Fest zur Zugtaufe in Teltow. Nicht „mit schnödem Sekt“, wie Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) launig bemerkte, sondern mit Rübchenschnaps taufte er pünktlich zum 750. Geburtstag der Stadt mit Ministerin und S-Bahn-Chef Peter Buchner den Zug. Der ist nun mit Teltows Stadtnamen und -wappen „als Botschafter für die Region unterwegs. Die Fahrgastzahlen in Teltow Stadt stiegen von täglich 3200 Fahrgästen im Jahr 2008 auf aktuell 8000. In 23 Minuten geht es zum Potsdamer Platz in Berlin. Insbesondere das TKS-Busangebot und die Einführung des Zehn-Minuten-Taktes im Juli 2011 haben zu der positiven Entwicklung beigetragen, betonte Buchner. Doch noch ist Platz in den Zügen. So ging der Appell an potentielle Nutzer: „Fahrt mit der S-Bahn, so könnt ihr die weitere Entwicklung beeinflussen.“ „Genau das wollten wir hören“, antwortete Bürgermeister Schmidt und ist sich sicher: „Die 10 000 bei den Fahrgästen können wir knacken, wir brauchen die Verlängerung.“

Mit den Klängen des Teltower Männerchors im Ohr strömten dann rund 300 Gäste vom Gleis auf den Ahlener Platz, um ein zehn Meter hohes Kunstobjekt in Form eines Teltower Rübchens einzuweihen. Es spiegele die Entwicklung der Stadt wider, sagte Schmidt, während ein Kranführer das noch fehlende Kraut vom Rübchen in Form eines grünen Metallgitters auf die Spitze setzte. 24 Tontafeln verweisen auf Wirtschaftsleben, Kultur, Entwicklung und Geschichte Teltows: vom Ackerbürgerstädtchen, über Industriestandort, bis zur Wohnstadt für Zuzügler und Adresse für moderne Technologie und Wissenschaft. Auch elf künstlerisch verarbeitete Logos von Unternehmen und Verbänden aus der Region sind auf Reliefs zu sehen. Die Künstlerin Thekla Furch ist zufrieden, „auch wenn es mit dem Sponsoring zwischendurch stockte“. Bereits 2002 offerierte sie mit dem Künstler Lutz Brandt vor Stadtverordneten ihre Idee – und erntete Kopfschütteln. „Doch allmählich nahm unsere Vision dann doch Form an“.

Von Konstanze Wild

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