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SMS-Blitzumfrage zum Thema Bildung

Bundestagswahl 2017 SMS-Blitzumfrage zum Thema Bildung

Die MAZ wollte von den Direktkandidaten im Wahlkreis 60 per SMS wissen: Sollte der Bund mehr Kompetenzen in der Bildungspolitik bekommen? Unser Zeichen- und Zeitlimit hielten fast alle Kandidaten ein. Auch inhaltlich herrscht Einigkeit.

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Bei der Bundestagswahl entscheidet sich auch, welche Parteien künftig das Sagen zur Bildungspolitik im Bund haben.

Quelle: dpa

Bad Belzig. „Sollte der Bund mehr Kompetenzen in der Bildungspolitik bekommen?“ Das wollte die MAZ von den neun Bewerbern um das Bundestagsdirektmandat im Wahlkreis 60 wissen. Die Frage stellten wir per SMS mit gleichen Bedingungen für alle: Die Kandidaten hatten ebenfalls nur eine SMS Platz, also maximal 160 Zeichen, für ihre Antworten. Das Zeitlimit von zwei Stunden hielten alle ein. Hier die Antworten, geordnet nach ihrem zeitlichen Eintreffen.

Mathias Täge (Piraten) lieferte nach acht Minuten als Erster seine SMS-Antwort mit exakt 153 Zeichen: „Ja absolut. Das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern in der Bildungspolitik war ein Fehler und sollte in der neuen Legislatur abgeschafft werden.“

Eric Vohn (FDP) antwortete am zweitschnellsten. 16 Minuten brauchte er, um seine Antwort in 160 Zeichen zu formulieren: „Der Bildungsföderalismus muss abgeschafft werden. Das Abitur in Brandenburg muss genauso viel Wert sein wie das bayrische Abitur. Die Konkurrenz sitzt im Ausland.“

Till Heyer-Stuffer (Grüne) wollte eigentlich spontan nur mit einem „Ja!“ antworten, reizte die 160 Zeichen aber doch voll aus: „Ja! Weg mit dem Kooperationsverbot (der CDU/SPD-Koalition), damit der Bund Länder und Kommunen bei der Verbesserung der Bildungseinrichtungen unterstützen kann.“

Bettina Sommerlatte-Hennig (Freie Wähler) antwortete nach 40 Minuten und sprengte das Maximum an Buchstaben. Ihre Antwort war mit 413 Zeichen die längste und füllte ganze drei SMS: „Es kommt auf die Ausgewogenheit an und die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern. Wir benötigen eine Bildungspolitik, welche auf das Leben vorbereitet. Das gilt für alle unsere Kinder, egal ob sie hier geboren wurden oder zu uns kommen, um zu bleiben. Die Wirtschaft fordert schon lange eine neue Ausrichtung. Ich sehe das als gemeinsame Aufgabe. Grenzenloses und lebenslanges Lernen sind nur gemeinsam lösbar.“

Dietlind Tiemann (CDU) antwortete nach etwa einer Stunde sowohl im Zeit- als auch im Zeichenlimit: „Ja. Ich bin für eine größere Einheitlichkeit der Schulsysteme. Das Durcheinander von Abschlüssen und Schulformen ist für Schüler und Eltern kaum zu überblicken.“

Anke Domscheit-Berg (Linke) ist an kurze Formulierungen bereits durch ihr Twitter-Profil gewöhnt. Dort darf sie 140 Zeichen absetzen. Bei unserer SMS-Frage hatte sie 20 Zeichen mehr Platz, die sie mit Abkürzungen komplett ausreizte. Hier ihre ausformulierte Antwort: „Ja, weil es Bundesmittel zum Beispiel für Schulsanierungen und einheitliche Qualitätskriterien braucht, damit die Zukunft von Kindern nicht vom Reichtum der Eltern oder des Bundeslandes abhängt.

Erardo Rautenberg (SPD) hielt sich ebenfalls an das gesetzte Zeitlimit. Mit seinen Zeichen war er knapp über der Grenze. 178 waren es genau, ohne Leerzeichen liegt jedoch auch er im Limit: „Ja! Er sollte im Interesse der Lehrer und Schüler die Kompetenz erhalten, finanzschwachen Kommunen direkte Investitionshilfen zur zeitnahen Sanierung maroder Schulen zu gewähren.“

Klaus Riedelsdorf (AfD) antwortet wegen Terminen zwar als letzter von allen Kandidaten. Das Zeitlimit von zwei Stunden überschritt er jedoch ebenso wenig wie das vorgeschriebene Zeichenmaximum: „Einheitliche Standards sind wichtig, egal wer zuständig ist. Mehr Wissensvermittlung, weniger (Gender-)Ideologien an den Schulen!“

Werner Becker (DKP) stand für unsere SMS-Frage nicht zur Verfügung. Er war weder per Mail noch am Telefon erreichbar.

Von Victoria Barnack

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