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SPD Brück braucht neue Spitze

Innerparteiliche Querelen dauern an SPD Brück braucht neue Spitze

Die Spitze des SPD-Ortsvereins Brück um Michael Klenke ist zurückgetreten. Denn der Unterbezirksvorstand Potsdam-Mittelmark hat einer beschlossenen Trennung von den Linther Mitgliedern nicht zugestimmt. Statt dessen sind Neuwahlen terminiert. Doch offenbar besteht kein gesteigertes Interesse an dem vakanten Chefposten.

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Michael Klenke (SPD)

Quelle: Privat

Brück. In den Brücker SPD-Ortsverein wird wohl so schnell keine Ruhe einkehren. Der Vorstand des Unterbezirks Potsdam-Mittelmark hat nämlich nicht nur dessen Beschluss zur Spaltung in zwei Ortsvereine – Brück und Linthe – kassiert. Vielmehr sollen die Golzower Mitglieder noch integriert werden, lautet erwartungsgemäß die Empfehlung des Kreisparteispitze.

„Das ist eine politische Strukturfehlgeburt“, beklagt einmal mehr Michael Klenke. Der bisherige SPD-Chef an der Plane hat daraufhin wie angekündigt seinen Posten zur Verfügung gestellt. Mehr denn je werden damit Neuwahlen im Ortsverein Brück fällig. Sie hätten turnusgemäß ohnehin schon voriges Jahr stattfinden müssen.

Neuwahl am 16. November angesetzt

Am 16.November sollen die Genossen ihren neuen Vorstand bestimmen. Dass die Mitgliederversammlung ohne Beachtung der bisherigen Führung terminiert worden ist, ärgert Michael Klenke um so mehr. „Als gäbe es keine SPD-Struktur“, sagt der 40-Jährige wütend. Das ist aber möglich, erklärt Julian Frohloff. Der Geschäftsführer des SPD-Unterbezirks verweist dabei auf die Satzung, wonach einzig der Unterbezirk für die territoriale Abgrenzung seiner Basis zuständig sei.

Nicht nur die Ausdehnung über Brück hinaus wird vor allem von den Gründern, die dort vor 25 Jahren die Sozialdemokratie aus der Taufe gehoben haben, kritisch gesehen. Vor allem wird offen kolportiert, die neun Mitglieder aus dem Nachbarort würden mit Amtsdirektor Christian Großmann, der in Linthe zu Hause ist, ihre Interessen und Personalien durchsetzen wollen.

Nicht alle Brücker sind für die Trennung

Melanie Balzer hofft dennoch, dass nach den Klarstellungen bald wieder eine Arbeitsfähigkeit einzieht. Die Abgeordnete, die im Kreistag Potsdam-Mittelmark nach eigenem Bekunden gut mit Michael Klenke zusammenarbeitet, verweist darauf, dass auch nicht alle Brücker für die Trennung sind. Torsten Grätz bestätigt das. „Wir haben im Ortverein ja gar nicht darüber diskutieren können, da es schon seit langen keine Sitzung gab“, so der Brücker SPD-Genosse. Es gebe mehr Aufgaben und Probleme, die es gemeinsam zu lösen gilt.

Im insgesamt 25 Mitglieder zählenden Ortsverein läuft jetzt nach dem Rückzug von Michael Klenke und Mitstreitern die Suche nach Kandidaten für den neuen Vorstand. Sie scheint sich schwierig zu gestalten, da es bislang dem Vernehmen nach an Bereitschaft mangelt. „Wir in Linthe streben den Vorsitz nicht an. Es sollte jemand aus Brück sein“, erkärt Melanie Balzer.

Die Einladungen zur entscheidenden Zusammenkunft der Sozialdemokraten aus Brück, Linthe, Planebruch und Golzow gehen demnächst raus.

Von Andreas Koska

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