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SPD-Fraktion Brück sorgt sich um Oberschulen

Brück/Treuenbrietzen SPD-Fraktion Brück sorgt sich um Oberschulen

Brücker Stadtverordnete fordern: Treuenbrietzener Gesamtschule soll zur Kooperation mit den Oberschulen in der Region verpflichtet werden – Den Abgeordneten liegt dabei besonders die Berufsvorbereitung am Herzen. Außerdem sind sie ziemlich sauer auf ihren Parteigenossen Günter Baaske.

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Beim Tag der offen Tür beeindruckt die Oberschule Brück jeweils mit ihren praxisorientierten Lernangeboten.

Quelle: Uwe Klemens

Brück. Die zum nächsten Schuljahr geplante Umwandlung des Gymnasiums „Am Burgwall“ Treuenbrietzen in eine Gesamtschule muss mit der Kooperation der Oberschulstandorte in der Region einher gehen. Das fordert die SPD-Fraktion der Stadtverordnetenversammlung Brück in einer Presseerklärung. Sie hat deutlich mit Unverständnis auf die Entscheidung von Günter Baaske (SPD) reagiert, der in einer seiner letzten Amtshandlungen als Bildungsminister den Antrag für die neue Schulform in der Sabinchenstadt genehmigt hatte.

Die zuvor von Schulen, Schulträgern und Verwaltungen verfolgte gemeinschaftliche Lösung in Brück und Treuenbrietzen war von seinem Ressort für nicht zulässig erklärt worden. Nicht zuletzt hatten die Schulentwicklungsplaner des Landkreises Potsdam-Mittelmark aber nochmals gemahnt, dass die Oberschulen in Bad Belzig, Beelitz und Brück gefährdet würden, weil in Treuenbrietzen immerhin 120 Schüler für die 7. Klassen akquiriert werden. Gleichwohl ist dort von Bürgermeister Michael Knape (parteilos) stets betont worden: „Niemand möchte, dass andere Schulen krachen gehen.“

Mangel an Fachkräften

„Insbesondere sorgt uns die Perspektive für die etablierten Angebote der Berufsvorbereitung“, sagt Frank Schiffmann. Neben der Vorbereitung auf das Hochschulstudium sind gerade in der jetzigen Situation des Mangels an Fachkräften in Handwerk, Bau, Gewerbe und Dienstleistungen die in den Oberschulen entwickelten und bewährten Konzepten von besonderer Bedeutung, so der Fraktionschef. „Diese Komponente dürfte beim Lehrpersonal eines Gymnasiums weniger ausgeprägt als an den Oberschulen sein. Folgerichtig wird der Fokus einer Gesamtschule, entstanden aus einem Gymnasium, eher auf Abiturienten mit der Vorbereitung zum Studium ausgerichtet sein.

Zudem gerät die Möglichkeit der Aufnahme einer Berufsausbildung, mit eventuell späterem Studium nach Praxis- und Berufserfahrung, immer mehr in den Hintergrund“, lautet die Befürchtung der Brücker Sozialdemokraten. Um dies zu vermeiden, sollte sowohl der Betrieb der weiterführenden Schule in Treuenbrietzen als auch aller drei Oberschulen langfristig gesichert sein, lautet ihre Forderung. Kooperative Modelle müssen demnach neben dem Abitur auch die Möglichkeiten des Erlangens der Berufsbildungsreife an Oberschulen mit alternativem Übergang an die Gesamtschule Treuenbrietzen aufzeigen. Nur so könnten alle Schulstandorte, mit oder ohne Abiturstufe, erhalten und ihre Profile weiterentwickelt werden.

Gespräche mit Eltern

Daneben könnten Kooperationen ferner dazu dienen, den Kindern und Jugendlichen lange Fahrwege und Reisezeiten zur Gesamtschule Treuenbrietzen zu ersparen, findet Frank Schiffmann, der außerdem Ortsvorsteher in Neuendorf bei Brück ist. Er verweist auf Gespräche mit Eltern aus Brück, Borkheide und Borkwalde, die ihrerseits viele Hoffnungen in das Miteinander der Schulen gesetzt hätten. Seiner Meinung nach sollten daher durchaus Vorgaben zur Zusammenarbeit gemacht werden, statt sie womöglich zu verhindern.

Von René Gaffron

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