Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° Regen

Navigation:
SPD-Ortsverein zerstritten

Machtprobe gegen Brücker Amtsdirektor SPD-Ortsverein zerstritten

Der Wahlkampf ist eröffnet. Zumindest rumort es ein Jahr vor der Neuwahl des Brücker Amtsdirektors jetzt im SPD Ortsverein Brück/Linthe. Streitpunkt ist die beschlossene Trennung in zwei gesonderte Ortsvereine. Sie wurde vom Unterbezirksvorstand kassiert. Er will den Ortsverein sogar noch um Golzower Genossen erweitern.

Brück 52.1866424 12.7611011
Google Map of 52.1866424,12.7611011
Brück Mehr Infos
Nächster Artikel
Wie ein kleines Volksfest der Gemeinden

Christian Großmann stellt sich nächstes Jahr als Brücker Amtsdirektor der Wiederwahl.

Quelle: MAZ-Archiv

Brück . Interne Machtkämpfe erschüttern den SPD-Ortsverein Brück ein Jahr vor der Wahl des Amtsdirektors. Vor der Sitzung des SPD-Unterbezirksvorstands Potsdam-Mittelmark am Dienstagabend im Treuenbrietzener Gasthaus „Treffpunkt“ droht Ortsparteichef Michael Klenke samt Vorstand mit Rücktritt. In der Auseinandersetzung der Genossen geht es formal um die Teilung der Basis in zwei separate Ortsvereine für Brück und für Linthe. Dieses Vorhaben wurde von den Mitgliedern selbst im Oktober 2014 mit knapper Mehrheit beschlossen.

Die meisten Mitglieder wohnen in Brück

Von 25 Mitgliedern sind 14 tatsächlich in Brück zu Hause, neun in Linthe und zwei in der Gemeinde Planebruch. Der Trennungsbeschluss ist jedoch vom Unterbezirksvorstand kassiert worden. Er empfiehlt lieber die Erweiterung um die Golzower Genossen. Michael Klenke findet das „hirnrissig“. Golzow war bisher in Kloster Lehnin mit organisiert. „Mit uns ist darüber nicht gesprochen worden“, sagte der Brücker Vorsitzende. Auch andere Mitglieder protestieren. „Wir wollen die Trennung, da es uns um die Stadt Brück geht. Wir sind hier seit über 25 Jahren verwurzelt“, sagt Karl-Ingo Stübing. Der Mitbegründer der SPD im Planestädtchen glaubt, dass es seinen Linther Genossen, die freilich zuletzt zum Wachstum und Einfluss der Parteigliederung beigetragen haben, „nur um Karriere und den Parteiapparat geht“. Aus Linthe kommen unter anderem Amtsdirektor Christian Großmann, Lebensgefährtin Katja Artz und Kreistagsabgeordnete Melanie Balzer.

SPD-Ortsvereinschef Michael Klenke kritisiert Parteifreund und Amtsdirektor Großmann

SPD-Ortsvereinschef Michael Klenke kritisiert Parteifreund und Amtsdirektor Großmann.

Quelle: MAZ-Archiv

Seit 2000 an der Spitze der Verwaltung stünde nun die dritte achtjährige Amtszeit an. Doch nach Ansicht von Michael Klenke sei der Chef „abgehoben“. „Sein Niemegker Kollege hält Sprechstunden in den Ortsteilen ab. Darauf würde Christian Großmann nicht kommen“, sagte Michel Klenke. Er ist stellvertretender Bürgermeister von Brück und sitzt ebenfalls im Kreistag. Er moniert, dass die Verwaltung gegen die Bürger und die Abgeordneten arbeite und keine Transparenz herrsche. „Informationen werden nicht oder verspätet weitergegeben“, kritisiert Klenke im MAZ-Gespräch. Damit fährt er schweres Geschütz gegen seinen Parteifreund auf.

Die Stelle des Brücker Amtsdirektors muss turnusgemäß nächstes Jahr wieder neu besetzt werden. Selbstverständlich wird die Wiederwahl von Christian Großmann offenbar nicht. „Wir müssen den Posten ausschreiben, dann kann sich der jetzige Amtsdirektor wieder bewerben“, sagt auch Planebruchs Bürgermeister, Ulf Dingelstaedt, als Mitglied des Amtsausschusses zum Prozedere.

Spekulationen um Ambitionen auf Landratsposten

Derweil wird in Parteikreisen spekuliert, dass Christian Großmann noch Ambitionen auf Ämter in der Landesregierung Brandenburg oder den Landratsposten hat. Derzeit gilt die Nominierung von Amtsinhaber Wolfgang Blasig für den Urnengang 2016 als gewiss. Großmann sagt, er wolle seinen Posten weiter bekleiden.

Der SPD-Unterbezirksvorstand wird sich indes den Interna vor Ort widmen. Denn wenn die Vereinsgröße bestimmt ist, geht es gleich um die Vorstandswahl. Diese hätte nach Parteistatuten 2014 stattfinden müssen. Wegen der Querelen war sie ausgesetzt worden.

nterne Machtkämpfe erschüttern den SPD-Ortsverein Brück/Linthe ein Jahr vor der Wahl des Amtsdirektors. Vor der Sitzung des SPD-Unterbezirksvorstands Potsdam-Mittelmark am Dienstag in Treuenbrietzen droht der Brücker Ortsvorsitzende Michael Klenke samt Vorstand mit Rücktritt. In der Auseinandersetzung der Genossen geht es formal um die Teilung des Ortsvereins in zwei Vereine für Brück und Linthe. Diese hatte eine Mitgliederversammlung im Oktober 2014 mit knapper Mehrheit beschlossen. Der Ortsverein Brück ist nach dem in Bad Belzig der zweitgrößte im Fläming. Von 25 Mitgliedern sind 14 in Brück zu Hause, neun in Linthe und zwei in der Gemeinde Planebruch.

Der Trennungsbeschluss wurde jedoch vom Unterbezirksvorstand kassiert. In einem am Dienstag auf der Tagesordnung stehenden Beschlussvorschlag soll der Ortsverein indes sogar um Golzower Genossen erweitert werden. Michael Klenke findet das „hirnrissig“. Golzow war bisher bei Lehnin mit organisiert. „Mit uns ist dabei nicht gesprochen worden“, sagte der Brücker Vorsitzende. Auch andere Mitglieder protestieren gegen das Vorgehen. „Wir wollen die Trennung, da es uns in der Stadt Brück um die Menschen geht, wir sind hier seit über 25 Jahren verwurzelt“, sagt Karl-Ingo Stübing. Der Mitbegründer der SPD in Brück glaubt, dass es seinen Linther Genossen in des „nur um Karriere und den Parteiapparat geht“. Aus Linthe kommen unter anderem der Brücker Amtsdirektor Christian Großmann und die Kreistagsabgeordnete Melanie Balzer. Nach Ansicht von Michael Klenke sei der Amtsdirektor „abgehoben“. „Sein Niemegker Kollege hält Sprechstunden in den Ortsteilen ab, darauf würde Großmann nicht kommen“, sagte Klenke. Der Stadtverordnete ist stellvertretender Bürgermeister von Brück und sitzt im Kreistag. Er moniert, dass die Verwaltung gegen die Bürger und die Abgeordneten arbeite und keine Transparenz herrsche. „Die Partnerschaften liegen auf Eis, die Politesse agiert überaktiv, Informationen werden nicht oder verspätet weitergegeben“, kritisiert Klenke in einem MAZ-Gespräch. Damit fährt er schweres Geschütz gegen seinen Parteifreund Großmann als Verwaltungsleiter auf.

Die Stelle des Brücker Amtsdirektors muss turnusgemäß nächstes Jahr wieder neu besetzt werden. Selbstverständlich wird die Wiederwahl Großmanns offenbar nicht. „Wir müssen ausschreiben, dann kann sich der jetzige Amtsdirektor wieder bewerben“, sagt auch Planebruchs Bürgermeister, Ulf Dingelstaedt, als Mitglied des Amtsausschusses. Andererseits wird aus Parteikreisen kolportiert, dass Christian Großmann Ambitionen auf den Landratsposten hat. Auch der ist im Jahr 2016 neu zu besetzen. Dann müsste Großmann innerparteilich gegen Amtsinhaber Wolfgang Blasig antreten. Der Landrat hat angekündigt, trotz seiner dann 62 Jahre auf jedem Fall wieder kandidieren zu wollen.

Der SPD-Unterbezirksvorstand wird am Dienstag auch einen Termin für die Vorstandswahl in Brück festlegen. Diese hätte nach Parteistatuten schon im Jahr 2014 stattfinden müssen. Wegen der Querelen war sie jedoch ausgesetzt worden.

Von Andreas Koska

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg