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Potsdam-Mittelmark SPD Stahnsdorf: Frau als Bürgermeisterin
Lokales Potsdam-Mittelmark SPD Stahnsdorf: Frau als Bürgermeisterin
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15:57 04.02.2016
Beatrice Daun will Bürgermeisterin von Stahnsdorf werden. Quelle: SPD /Blumrich
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Stahnsdorf

Der Bürgermeisterwahlkampf in Stahnsdorf nimmt jetzt Fahrt auf und bekommt eine interessante Nuance: Die SPD Stahnsdorf schickt eine Frau ins Rennen, die Amtsinhaber Bernd Albers (47 /Bürger für Bürger) beerben soll. Beatrice Daun (37) ist am Dienstagabend einstimmig von den SPD-Ortsvereinen Güterfelde und Stahnsdorf in geheimer Abstimmung für die Bürgermeisterwahl am 17. April nominiert worden, meldete der Vorstand am Mittwoch.

Eine Frau an der Spitze der Gemeindeverwaltung wäre kein Novum für Stahnsdorf: Karola Pardemann saß vom 21. Januar 1988 bis zum 6. Mai 1990 auf dem Chefsessel in Stahnsdorf. Auch die Nachbargemeinde Kleinmachnow hatte bereits zwei Bürgermeisterinnen, nur die Stadt Teltow blieb bislang rein männlich an ihrer Verwaltungsspitze.

SPD beschreibt Daun als starke Persönlichkeit

Beatrice Daun muss sich gegen den Amtsinhaber, Daniel Mühlner von der CDU und Thomas Michel von den Bündnisgrünen durchsetzen. Die Kandidatin wird von der SPD als „eine starke Persönlichkeit mit gewichtiger Biografie und weitreichender Erfahrung im Umgang mit Menschen, sei es auf kommunaler, regionaler oder internationaler Ebene“ beschrieben. Daun ist berufstätig und alleinerziehende Mutter von zwei Kindern. Sie hat ein Studium der Wirtschaft, Soziologie und Südostasienwissenschaften abgeschlossen sowie eine Zusatzqualifikation als PR-Beraterin erworben.

Nach ihrer Tätigkeit als Teamleiterin bei einem international agierenden Veranstalter von Konferenzen und Wirtschaftsgipfeln und als Mitarbeiterin in einem IT-Start-up-Unternehmen arbeitet sie seit knapp zwei Jahren an der Berlin Brandenburg International School in Kleinmachnow. An der Schule ist sie hauptsächlich für die Planung, Organisation und Koordination von Prozessen, Abläufen und Veranstaltungen zuständig, heißt es. Daun selbst stellt sich nach den Winterferien in der Öffentlichkeit vor.

Genossen hoffen auf „frischen Geist und frische Ideen“

Wie Heiko Spleet, Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung Stahnsdorf, auf Nachfrage sagte, habe es außer Daun keinen anderen Kandidaten für die Stahnsdorfer Genossen gegeben. „Und für mich war eine Frau immer mein Wunschkandidat“, so Spleet zur MAZ. In Anbetracht der vielen Grabenkämpfe in der Stahnsdorfer Gemeindevertretung „könnte eine Frau eine wichtige Rolle spielen“. Es sei besonders gut, dass sie „von außerhalb kommt und einen frischen Geist und frische Ideen mitbringt und nicht wie wir befangen ist“, so Spleet. Ohnehin hätten Frauen ein besseres diplomatisches Gespür. Daun sei „sehr motiviert“ und habe die Nominierung gern angenommen. Die Kandidatin ist in Potsdam geboren, in der Region aufgewachsen und wohnt mit ihren Kindern in Kleinmachnow, Mutter und Schwester leben in Stahnsdorf. „Wir denken sowieso regional“, bekräftigt Spleet.

Die SPD werde gemeinsam mit Daun einen Ziele-Katalog und einen Flyer aufstellen. Natürlich werden Themen, wie die S-Bahn nach Stahnsdorf holen und das Problem Feuerwehrhaus, dabei eine Rolle spielen, sagte Spleet.

Beatrice Daun ist nicht nur jünger als alle anderen Kandidaten, sondern auch Neuling auf der Politikbühne. Erst seit April 2015 ist sie SPD-Mitglied. Sitzt aber seitdem bereits im SPD-Landesausschuss, der Konferenz der Unterbezirke, die den Landesvorstand berät. Fast zeitgleich mit ihrem Parteibeitritt hat sie sich in der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen Potsdam-Mittelmark mit frauenpolitischen Fragen auseinandergesetzt. Seit Winter 2014 engagiert sich Daun im Bereich der Kinder- und Jugendpolitik und trat wenige Monate später dem Netzwerk für Kinder- und Jugendbeteiligung Brandenburg bei.

Von Claudia Krause

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