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Potsdam-Mittelmark SPD und CDU erwägen Absage
Lokales Potsdam-Mittelmark SPD und CDU erwägen Absage
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19:03 15.05.2017
Umstritten: die Fläche neben dem Stahnsdorfer Gemeindezentrum an der Annastraße. Quelle: Stich
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Stahnsdorf

Die Debatte um einen neuen Standort für die Stahnsdorfer Feuerwache geht weiter. Für heute Abend hat die Fraktion „Bürger für Bürger“ alle Parteien und Fraktionen zu einem Treffen eingeladen, bei dem ein Konzept vorgestellt werden soll, das die Feuerwehr in der Annastraße ansiedelt. Dieses Konzept war bereits vor wenigen Tagen einem ausgewählten Kreis präsentiert worden – die SPD war explizit nicht eingeladen worden. Die Zusammenkunft wurde von dieser Zeitung öffentlich gemacht und hat in der Folge zu einer hitzigen Diskussion geführt. Wie aus Kreisen von SPD und CDU gestern allerdings zu hören war, wollen beide Fraktionen das heutige Treffen nicht besuchen. Sie favorisieren eine Fläche am Güterfelder Damm für die Feuerwehr und warten zunächst auf ein Gutachten der Forstbehörde, ob dort Bäume gefällt werden dürfen.

Der Fraktionschef von „Bürger für Bürger“, Gerold Maelzer, wirft SPD und CDU dagegen vor, die bereits beschlossene „Realisierung der Feuerwehr an der Annastraße“ im Juli 2015 gestoppt zu haben. Das habe zu „Stillstand" geführt. „Bürger für Bürger“ hätten jetzt die Initiative ergriffen, „um die Ortsentwicklung voran zu bringen“. Das nun vorgelegte Konzept bringe „eine neue Bibliothek, einen Bürgersaal mit einer baulichen Verbindung zum bestehenden Gemeindezentrum bis hin zu Gewerberäumen für Dienstleistungen vom Blumenladen bis zum Frisör, barrierefreien Wohnraum, die Feuerwehr und einen Bolzplatz“.

Der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Dietmar Otto (SPD), mahnte unterdessen eine „Versachlichung“ der Debatte an. Wenn die Feuerwehr an die Annastraße käme, müsste aus Lärmschutzgründen „eine vier Meter hohe Mauer gebaut werden“, so Otto in den sozialen Netzwerken. Nachbarn hätten bereits Klagen angekündigt. Bis Ende Mai müsse der Bürgermeister sein Konzept für das Ortszentrum in der Annastraße vorlegen – „ohne Feuerwehr“. Wo die Kameraden ihre neue Wache bekämen, müsse dann besprochen werden. „Das geht nur gemeinsam mit allen Beteiligten.“

Von Jürgen Stich

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