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Potsdam-Mittelmark SPD will Baby-Box nach finnischem Vorbild
Lokales Potsdam-Mittelmark SPD will Baby-Box nach finnischem Vorbild
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10:19 24.07.2015
Auch Strampler als Starthilfe sind in der finnischen Baby-Box für Eltern.   Quelle: dpa
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Stahnsdorf

 Die Stahnsdorfer SPD fordert eine „Baby-Box“ nach finnischem Modell als Erstausstattung für Eltern in der Gemeinde. Finnische Babys schlafen schon seit drei Generationen in Boxen. Mit einer Matratze und Bettzeug ausgestattet und hübsch bedruckt ist die Box ein Geschenk des Staates an werdende Mütter, die in Finnland leben und dort sozialversichert sind. Darin steckt so ziemlich alles, was ein Kind in seinen ersten Lebensmonaten braucht: Strampler, Schlafsack, Overall, Lätzchen, Windeln, Pflegeprodukte, Spielzeug ... Rund 50 Teile umfasst das Carepaket. Hintergrund: Als Finnland die Unterstützung für Schwangere 1938 einführte, war die Kindersterblichkeit hoch und die Geburtenrate rückläufig. Um die Box mit der Grundausstattung fürs Baby zu bekommen, mussten sich Frauen bis zu ihrem vierten Schwangerschaftsmonat gynäkologisch untersuchen lassen. In den folgenden Jahren kamen mehr Kinder zur Welt, weniger starben.

„Optimales Begrüßungspaket“

Die Idee aus dem hohen Norden wird nun „begeistert“ von der SPD aufgegriffen, da die Gemeinderverwaltung schon vor einiger Zeit nach dem „optimalen Begrüßungspaket“ für Neugeborene gesucht habe, so Fraktionschef Heiko Spleet. Das Beispiel aus Finnland zeige, dass es „sehr gut durchdachte“ Möglichkeiten gibt. Die Gemeindeverwaltung packt jedoch gerade ein anderes „Paket“, das bereits vom Ausschuss für Kultur, Schule und Soziales abgesegnet wurde. Die Begrüßungsmappe enthält eine Informationsbroschüre zur Kindertagesbetreuung inklusive der wichtigsten Formulare, eine Begrüßungsurkunde, Ernährungskalender, Dreieckstuch und einen Bibliotheksgutschein. „Damit erbringen wir eine freiwillige Leistung, die mit den Mitteln in unserem kommunalen Haushalt machbar ist“, heißt es. Das Bett als gesundheitsförderndes Möbelstück und auch die Babybekleidung würden eher „individuellen Geschmäckern“ unterliegen, wendet die Verwaltung ein. „Von daher dürfte die Baby-Box nach finnischem Vorbild kaum im Interesse der Mehrzahl der Eltern liegen.“ Außerdem könnten sozial Schwächere bei den Sozialämtern und der Maja Anträge auf Babyerstausstattung stellen.

Historisch gewachsene Leistung

In Finnland ist die Baby-Box eine historisch gewachsene staatliche Leistung der Sozialversicherungsbehörde. Jedes Jahr unterstützt diese rund 60 000 Schwangere. Beim ersten Kind nimmt fast jede Frau das Paket, beim zweiten Kind sind es noch 45 Prozent. Viele Finnen entscheiden sich dann für die zweite Variante – 140 Euro Bargeld. Der Warenwert des Pakets ist jedoch wesentlich höher.

Von Claudia Krause

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