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Potsdam-Mittelmark Sabinchen bleibt Sabinchen im neuen Kleid
Lokales Potsdam-Mittelmark Sabinchen bleibt Sabinchen im neuen Kleid
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12:45 10.06.2017
Hans-Jörg Stolze und Vivien Stolze-Lange präsentieren sich dieses Jahr erneut als Sabinchenpaar – aber in anderem Gewand. Quelle: privat
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Treuenbrietzen

Die Geheimnisse um die kleinen und großen Sabinchen sind gelüftet. Pünktlich zum Auftakt der 23. Auflage der zehntägigen Sabinchenfestwoche gibt es alte und neue Gesichter. Während Emmily Block und Ajen Fabig aus Treuenbrietzen am Freitagabend erstmals vom Rathausbalkon winkten, waren Vivien Stolze-Lange als Sabinchen und Hans-Jörg Stolze als mordender Schuster aus der Moritat schon erprobt. Dabei hatte sie Michael Knape (parteilos) zuvor noch offiziell verabschiedet.

Emmily Block (2. v. r.) und Ajen Fabig (2. v. l.) lösen das kleine Sabinchenpaar von 2016, Linus Kraft (l.) und Karla Hoyer aus Rietz, ab. Quelle: privat

Als sie erneut auf den Balkon traten, zeigten sich die beiden in einem neuen Gewand und gaben den Löffelbaum für die Richtkrone frei. Diesmal wurde der allerdings nicht durch starke Männer bestückt, sondern von der Feuerwehr. „Ich würde, wenn ich könnte, die Rolle gar nicht mehr abgeben wollen“, sagte Vivien Stolze-Lange der MAZ. Sie fühle sich wohl als Sabinchen. Nur das Kleid, das sollte in diesem Jahr ein anderes sein. Deshalb hatte sie eine Schneiderin beauftragt. Fast 300 Euro gab sie dafür aus. Das traditionelle Kleid trugen vor ihr bereits viele Sabinchen – flexibel in unterschiedlichen Größen. Ihre neue Robe wird sie behalten, auch als Erinnerungsstück. Wie sehr man eins mit der Rolle wird, erfuhr Stolze-Lange bereits im vergangenen Jahr. Selbst ohne Kleid wurde sie in der Stadt häufig mit „da ist ja das Sabinchen“ angesprochen.

Das neue Sabinchenkleid hat Vivien Stolze-Lange extra anfertigen lassen. Quelle: privat

Höhepunkte bildeten am Eröffnungsabend zudem Feuerwerk und Kinderaufführungen, die Stadtgaukler mit der Sabinchen-Moritat oder aber das musikalische Programm. Band „Smagroove“ rockte die Bühne, ebenso die Treuenbrietzener „Smoking Thompsons, die vor genau zehn Jahren das letzte Mal in ihrer Heimatstadt spielten. Mit etwas anderem Sound begeisterte Jüterbogs „Schlag-Kraft“, die durch ihre Performance mit Händen und Füßen bei der TV-Show „Supertalent“ bekannt wurde.

Die großen und kleinen Sabinchenpaare haben während des ersten Wochenendes viel zu tun. Sonnabend und Sonntag verwandelt sich die Stadt in eine Festmeile. Bühnen bieten ein buntes Programm. Dieses Jahr wird die Nikolaikirche stärker in den Mittelpunkt gerückt. So gibt es exklusive Blicke vom Kirchturm auf das Festtreiben. Außerdem ist die Parkanlage zwischen Spielplatz und Himmel-Denkmal ein Hauptort des ersten Festwochenendes. Ehrenamtliche Helfer haben dort eine Partylounge installiert. Gleichwohl gibt es einen Kunst- und Kulturhof am Wasserturm und eine Vergnügungsmeile sowie den Festumzug am Sonntag.

Das Stadtfest lebt laut Bürgermeister Knape davon, „dass es um die Stimmung und nicht um Kommerz geht“. Seit jeher wird es von ehrenamtlichen Helfern ausgestattet und durch Spenden finanziert. Einen Cent aus der Stadtkasse gibt es jedenfalls nicht.

Von Christin Iffert

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