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Saison auf Kunsteisbahn Bad Belzig abgesagt

Havarie im Kühlkreislauf Saison auf Kunsteisbahn Bad Belzig abgesagt

Die Saison auf der Kunsteisbahn in Bad Belzig ist abgesagt, ehe sie begonnen hat. Nicht ganz unerwartet ist die Havarie im Kühlkreislauf eingetreten. Doch um die Technik auf den zulässigen Standard zu bringen, müsste viel Geld investiert werden. Wahrscheinlicher scheint das endgültige Aus der 20 Jahre alten im Land Brandenburg aber einzigartigen Anlage.

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Quelle: René Gaffron

Bad Belzig. „Die Eisbahn bleibt aus technischen Gründen in der Wintersaison 2015/2016 geschlossen.“ Gerade mal einen Satz und kein bisschen Erklärung hat das Rathaus zum Malheur gefunden, das die Leute im Hohen Fläming und darüber hinaus traurig stimmt. Die Nachricht hat sich trotzdem herumgesprochen. Denn wie üblich sollte es eigentlich ab dem dritten Adventswochenende wieder in das Vergnügen gehen.

Ein Zentimeter Eis unter dem Flies und schon drei darüber waren fertig. Ein Finger dick hat das Eis noch gefehlt, als in der Nacht zum Mittwoch offenbar Druckschwankungen in einem der Kühlkreisläufe aufgetreten sind. „Wahrscheinlich ist Kühlmittel in den Verdampferkreislauf ausgetreten“, berichtet Christoph Grund immerhin auf MAZ-Nachfrage. Allerdings brauche der genaue Test und Nachweis gar nicht mehr vorgenommen werden, so der Bauamtsleiter. Denn jeder weiß: Das Ozon schädliche Kühlmittel R 22 darf laut Vorschrift der Europäischen Union nicht mehr genutzt werden.

Eine letzte Hoffnung

Alles in allem könnte die Ertüchtigung der Kunsteisbahn in Bad Belzig mit bis zu 1,2 Millionen Euro zu Buche schlagen.

Mit dem Umfang käme das Vorhaben jedoch für eine Förderung aus dem Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen für Sport, Jugend und Kultur“ des Bundesumweltministeriums in Frage.

Der Antrag ist gestellt. Eine Entscheidung steht wohl im Januar/Februar ins Haus. Bis dahin besteht noch letzte Hoffnung.

Insofern war klar, dass eine Havarie dessen die sofortige Schließung der 20 Jahre alten Anlage an der Martin-Luther-Straße bedeutet. Nun ist genau der Fall eingetreten. Allein für die Nachrüstung der Kältetechnik auf den heute üblichen Standard wären wohl um 170.000 Euro fällig. Doch sind sich die Stadtväter längst darüber im Klaren, dass eigentlich mehr Investitionsbedarf – unter anderem für ein Dach, das vor Regen und Sonne schützt – besteht. Ob und wie er realisiert werden kann, ist offen.

Etwa bis Weihnachten wird es dem Vernehmen nach dauern, bis die Fläche vollständig abtaut. Im Umfeld muss noch etwas aufgeräumt und das Gebäude winterfest gemacht werden. Der gerade erst geliehene Traktor, der die Eismaschine ziehen sollte, wird wohl wieder zurückgehen. Derweil obliegt es laut Vizebürgermeister Christoph Grund dem Hauptamt festzulegen, wie die vier Kollegen eingesetzt werden, die sonst eigentlich vor Ort waren. Die Zuordnung zum Bauhof sei wahrscheinlich.

Bürgermeisterin Hannelore Klabunde-Quast (parteilos) will sich zu der Situation erst in der Parlamentssitzung am Montagabend äußern.

Von René Gaffron

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