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Potsdam-Mittelmark Angst als Inspiration zum Malen
Lokales Potsdam-Mittelmark Angst als Inspiration zum Malen
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18:59 10.09.2015
Yun A Shim, Simone Distler und Isabella Sissis (v. l.) stellen sich mit ihren Arbeiten in Töplitz vor. Quelle: Foto: H. Helwig
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Töplitz

Mit Kunstwerken der beiden Malerinnen Simone Distler und Yun A Shim sowie der Bildhauerin Isabella Sissis beendet der Kunstverein Havel-Land-Art in Töplitz seine diesjährige Saison. Die drei Künstlerinnen werden sich und ihre Arbeiten von Samstag, 12. September bis Sonntag, 20. September, in der Galerie Töplitz am Dorfplatz neben der Kirche den interessierten Kunstfreunden vorstellen. Alle drei sind Meisterschüler beziehungsweise Absolventen der Kunsthochschule Burg Giebichenstein bei Halle. Simone Distler legt demnächst ihre Abschlussprüfung ab.

„Viele empfinden unsere Kombination von Konzert und nachfolgender Ausstellung als kleine Landpartie und kommen gern zu uns“, resümiert Kuratorin Marianne Kreutzberger das Veranstaltungsjahr. Traditionell hat sie auch für die letzte Ausstellung mit den beiden Malerinnen und der Bildhauerin darstellende und gegenständliche Kunst miteinander verflochten – ein Mix, der sich seit mehreren Jahren bewährt.

Einem eher außergewöhnlichen Thema widmet Yun A Shim ihre Arbeiten. Die Koreanerin, die eigens für diese Ausstellung aus ihrer ostasiatischen Heimat nach Töplitz kommt, beschäftigt sich in ihren Acryl- und Aquarellbildern mit der Angst. „Ich habe als Kind oft Angst gehabt und mich nun im Studium intensiv damit auseinandergesetzt“, sagt sie. Woher kommt Angst? Wie kann man Angst eine positive Bedeutung abgewinnen, indem man durch sie lernt, sich auf künftige Situationen einzustellen? Das möchte Yun A Shim in ihren Bildern verarbeiten. Es ist für sie die erste Ausstellung nach ihrem Abschluss. Die Bilder gehören zu ihrer Diplomarbeit.

Zwischenmenschliche Beziehungen stehen bei Isabella Sissis im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Die Skulpturen der Bildhauerin haben meist eine sehr persönliche Note. Trotzdem soll der Betrachter auch ein Stück von sich selbst darin wiedererkennen, sagt sie. Oft häufelt sie etwas Ton vor sich auf und überlegt, woran das entstandene Bild sie erinnert. Daraus entstehen häufig ihre konkreten Figuren.

Ähnlich ergeht es Simone Distler mit ihren Farben und Bildern. Mit viel Gestik und vor allem auf großen Formaten erarbeitet sie sich oft erst während des Malens ihr angestrebtes Ziel. Für die liegenden Untergründe reicht der einfache Pinsel nicht mehr aus. Distler malt ihre Bilder mit Besen und Schwämmen.

Vor der Ausstellungseröffnung stimmt das Flötenduo Elisabed Gokiel und Karoline Göhler mit einem Konzert in der Töplitzer Dorfkirche auf den visuellen Kunstgenuss ein. Die beiden Musikerinnen spielen Stücke unter anderem von Telemann, den Bachs und Debussy.


Info: Malerei und Bildhauerei in der Galerie Töplitz, 12. bis 20. September, Mo-Fr 16-18 Uhr, Sa/So 14-18 Uhr, Töplitz, Dorfplatz. 12. September: Konzert ab 16 Uhr, Vernissage um 17 Uhr.

Von Heinz Helwig

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