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Potsdam-Mittelmark Viel mehr als nur ein Pferdeparadies
Lokales Potsdam-Mittelmark Viel mehr als nur ein Pferdeparadies
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19:50 16.05.2017
Im Dorfgemeinschaftshaus in Salzbrunn baut der Bauhof Beelitz derzeit mit weiteren Firmen die Sanitärräume und -anlagen um. Quelle: Archiv
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Salzbrunn

Den meisten ist das kleine Dorf südwestlich von Beelitz vor allem durch seinen Reitsport bekannt. Viele Salzbrunner haben eigene Pferde und können reiten. Zweimal im Jahr lädt der Reit- und Fahrverein zu Festen ein. Beim Pfingstfest wird das traditionelle „Hahnenschlagen“ wiederbelebt und beim Erntefest im Herbst zur Fuchsjagd ausgeritten.

Aber auch darüber hinaus sind die Salzbrunner ein recht geselliges Völkchen. „Wir haben etwa ein Dutzend Veranstaltungen im Jahr im Ort“, sagt Jutta Bellin (CDU), die seit mehr als zehn Jahren Ortsvorsteherin in Salzbrunn ist. Kulturelles und gesellschaftliches Zentrum ist das Dorfgemeinschaftshaus, das in jüngerer Vergangenheit immer moderner wurde. Erst im vorigen Jahr zogen Bauleute im Saal eine neue Schallschutzdecke ein, die die Akustik wesentlich verbessert. Außerdem wurde ein Beamer installiert, so dass auch die Freiwillige Feuerwehr den Saal jetzt für Schulungen nutzen kann. Derzeit baut der Beelitzer Bauhof zusammen mit anderen Handwerksfirmen die Sanitärräume um, damit diese von außen erreichbar sind und die Besucher nicht länger durch die Wirtschaftsräume des Hauses gehen müssen. Bis zum Dorf- und Reiterfest am 17. Juni soll alles fertig sein.

Dieses Fest ist der alljährliche Höhepunkt in Salzbrunn. In diesem Jahr werden wieder weit mehr als 300 Besucher erwartet. Neben den Reitern zeigt auch der Salzbrunner Fußballnachwuchs sein Können. Fünfzehn „Salzbrunner Kicker“ im Alter bis 14 Jahre werden von Aline Fründt beziehungsweise Michael Schulze trainiert, die selbst in Beelitz Fußball gespielt haben oder spielen. Die Kinder haben nicht nur eigene T-hirts, sondern auch ihre eigene Hymne. Ortsvorsteherin Bellin hat sie für sie geschrieben: „Wir sind die Kicker / die Kicker von Salzbrunn / Wir spielen gern Fußball / und hauen alles um“. Im Umzug auf dem Spargelfest am Pfingstmontag in Beelitz werden die kleinen Fußballer nicht zu überhören sein.

Auch eine Kinderfeuerwehr wollen Ortsjugendwart Olaf Otto, der zugleich stellvertretender Ortswehrführer ist, und Stadtjugendwart Stefan Matzel aufbauen. Bei einem Tag der offenen Tür der Feuerwehr, dessen Termin noch gefunden werden muss, wollen sie die Kinder ab sechs Jahre im Dorf für eine Mitgliedschaft begeistern. Einige hätten schon Interesse bekundet, sagt Matzel. In der Ortswehr sind derzeit 37 Kameraden aktiv.

Die gesellschaftliche und politische Entwicklung ihres Dorfes nehmen die Salzbrunner und ihre Nachbarn aus der Siedlung Birkhorst durchaus ernst, sagt Bellin. Vor jeder Ortsbeiratssitzung verteilt sie Einladungen an die Haushalte. Die Sitzungen seien immer gut besucht. Informieren können sich die Einwohner aber auch über eine virtuelle „Salzbrunner Litfaßsäule“. Ortwehrführer Markus Haedecke hat dazu eine spezielle App entwickelt.

„Wir sind eigentlich ganz zufrieden“, resümiert Bellin die bisherige Entwicklung ihres Dorfes. Die Eingemeindung nach Beelitz sei aus jetziger Sicht schon ein Plus. Seit Bernhard Knuth (Bürgerbündnis) Bürgermeister von Beelitz sei, habe sich die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung enorm verbessert. „Er lässt die kleinen Orte nicht im Stich“, rechnet sie Knuth hoch an.

Das Dorf hat seinen Namen von Anlagen zur Salzgewinnung

In Salzbrunn wohnen derzeit nach Angabe von Ortsvorsteherin Jutta Bellin (CDU) 176 Einwohner.

Die Siedlung Birkhorst besteht aus 14 Gehöften, in denen 46 Einwohner leben.

Etwa 30 Kinder leben derzeit in Salzbrunn und Birkhorst. Sechs von ihnen kommen im Herbst zur Schule.

Das Durchschnittsalter der Salzbrunner liegt bei 55 Jahren.

Ein beliebter Treffpunkt für Familien ist auch der unlängst erst neu gestaltete Spielplatz neben dem Dorfgemeinschaftshaus. Er soll zum Schutz der Kinder zur Dorfstraße hin mit einem Zaun gesichert werden.

Jutta Bellin ist auch Vorsitzende des Gemeindekirchenrates.

Den Namen hat das Dorf von Salinen, Anlagen zur Salzgewinnung, die im 16. Jahrhundert nahe der Nieplitz entdeckt wurden.

Von Heinz Helwig

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