Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Sandra Schulz verlässt das Familienzentrum
Lokales Potsdam-Mittelmark Sandra Schulz verlässt das Familienzentrum
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:36 17.01.2018
Sandra Schulz wechselt vom Familienzentrum Niemegk als Lehrerin an die Robert-Koch-Grundschule in Niemegk.    Quelle: Thomas Wachs
Niemegk

Wenn der alte Hort in Niemegk fertig saniert ist und zum neuen Domizil für das Familienzentrum wird, ist Sandra Schulz schon nur noch Besucherin bei ihrem einstigen Arbeitgeber. Denn die 42-Jährige, die bisher gemeinsam mit Daniela Geißler als Koordinatorin des Zentrums tätig war, wechselt zum 1. Februar als Lehrerin an die Robert-Koch-Grundschule. Bis Ende März ist sie dort außerdem noch als Schulsozialarbeiterin tätig, bevor auch diese Stelle neu besetzt wird. Die Ausschreibungen laufen bereits.

Seit Dezember seien auch schon einige Bewerbungen für die Stelle im Familienzentrum eingegangen, berichtet Barbara Keller, Bereichsleiterin der Awo-Familienzentren in Potsdam-Mittelmark. Dieser Tage solle eine Entscheidung gefällt werden, wer künftig an der Seite von Daniela Geißler die Koordination des Niemegker Zentrums übernimmt. „Wir brauchen wieder jemanden, der ein gutes Gespür hat für die Belange vor Ort, der hier unterwegs ist und einen guten Draht zu den Eltern hat“, erläutert Keller.

Sandra Schulz hatte die Stelle seit 2014 inne. „Eine Herausforderung in der Zeit war auf jeden Fall, dass das Amt sehr verzweigt ist. Wir haben viel Arbeit und Energie verwendet, um alle zu erreichen“, sagt die scheidende Koordinatorin. Auch, dass das Zentrum all die Jahre kein festes Zuhause hatte, sei problematisch gewesen. „Wir sind drei Mal umgezogen, seit Sandra Schulz dabei war“, erinnert sich Barbara Keller. „Wir mussten improvisieren, alle Angebote waren sehr verteilt“, ergänzt Schulz.

So findet die Töpferwerkstatt auf dem Sportplatz statt, das Wollcafé in der Grundschule und die Familiennachmittage in der Kita. Das soll sich mit dem Umzug in die neuen Räume ändern. Beibehalten werden sollen jedoch auch weiterhin die Angebote in den Gemeindehäusern der zugehörigen Dörfer.

Denn diese haben sich in der Vergangenheit bewährt, um alle Familien des Amts zu erreichen. „Wir haben zum Glück viele engagierte Leute vor Ort“, resümiert Schulz. Sie freut sich, dass die verschiedenen Angebote so gut angenommen werden. „Unser Ziel, Menschen zusammen zu bringen, haben wir damit erreicht.“

2013 hat das Familienzentrum seine Arbeit aufgenommen. Dass es mittlerweile in Niemegk angekommen sei, habe man beim Lebendigen Adventskalender gemerkt. Dieser – ebenfalls von Sandra Schulz und Daniela Geißler initiiert – hat im vergangenen Dezember Premiere gefeiert. „Bei jeder Veranstaltung waren Leute da, das war wirklich ein großer Erfolg“, befindet Schulz. „Schön war auch das Zusammenspiel der verschiedenen Einrichtungen. Alle sind dadurch noch näher zusammengerückt.“

Natürlich ist Sandra Schulz nach ihrem Wechsel an die Grundschule nicht aus der Welt – das will sie auch gar nicht sein. „Ich habe beides – also Familienzentrum und Schulsozialarbeit – unheimlich gerne gemacht“, sagt die 42-Jährige. „Klar wird es jetzt anders, aber ich bin trotzdem weiterhin ein Teil davon.“

Sie wünscht sich, dass es mit allen Angeboten weitergeht und dass auch der Lebendige Adventskalender eine zweite Auflage erlebt. Auf ihre neue Stelle als Lehrerin blickt sie mit gemischten Gefühlen.

„Vorfreude, Neugier und Aufregung – es ist alles dabei, weil ich ja noch nicht genau weiß, was auf mich zukommt.“

Von Josephine Mühln

Bislang sind die Städte Potsdam und Werder von 3,3 Millionen Euro für die neue Radbrücke zwischen Werder und Wildpark-West ausgegangen. Diese Summe musste nun offenbar nach oben korrigiert werden. Ob es dabei bleibt, steht erst nach Ende der Vorplanung fest. Klar ist allerdings, dass sich Radfahrer noch etwas gedulden müssen, bis sie barrierefrei über die Havel kommen.

22.02.2018

Die Jeseriger Grundschule braucht mehr Platz. Der Grund ist ein prognostiziertes Anwachsen der Schülerzahl um 20 Prozent binnen der nächsten sechs Jahre. Schule und Gemeinde Groß Kreutz (Havel) sind derzeit in Abstimmung, wie ein möglicher Anbau aussehen könnte.

20.01.2018

Unappetitlicher Fund bei Bensdorf: Unbekannte haben am Plauer Weg den Kadaver eines Schlachtschweins abgekippt. Die Gemeinde musste sich um den Abtransport der Tierreste kümmern. Die Hintergründe des Vorfalls sind unklar. Brisant ist die illegale Entsorgung aus einem ganz anderen Grund. Die Angst vor der Afrikanischen Schweinepest geht um.

17.01.2018