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Sanierung nur mit Fördermillionen möglich

Freibad und Kindergarten auf der Wunschliste Sanierung nur mit Fördermillionen möglich

Die Stadt Treuenbrietzen muss dringend das marode Freibad sanieren. Circa 1,5 Millionen Euro sind dafür nötig. Zudem sollen das Dorfgemeinschaftshaus in der alten Schule in Marzahna zum Kindergarten umgebaut und die Sporthalle saniert werden. Dafür sind weitere zwei Millionen Euro nötig.Für beide Projekte will die klamme Kommune jetzt Fördergeld vom Bund beantragen.

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Die Sporthalle in Marzahna und das Gemeindezentrum müssen dringend saniert werden. Thomas Benke vom Sportverein zeigt die Probleme.

Quelle: Thomas Wachs

Treuenbrietzen. Zwei dringende und zugleich teuere Projekte sollen jetzt in Treuenbrietzen auf den Weg gebracht werden. Für die Sanierung des maroden Freibades in Treuenbrietzen sowie des Dorfgemeinschaftszentrums in Marzahna will die Kommune Fördergeld des Bundes nutzen. Es winkt aus dem Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“. Die Mitglieder des Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschusse billigten in ihrer Sitzung am Mittwochabend einstimmig die Anträge auf die Fördermillionen. Immerhin muss die Kommune aus ihrem Haushalt einen Eigenanteil von jeweils zehn Prozent locker machen. „Noch ist freilich gar nicht sicher, ob wir für das Geld überhaupt den Zuschlag erhalten“, sagte Bürgermeister Michael Knape (parteilos). Er versteht die einhellige Zustimmung jedoch als Grundsatzbeschluss für die Projekte. „Ein Antrag nur für die Galerie sollte es nicht sein. Wenn wir die Prioritäten jetzt so setzen, sollten wir die Investition auch durchziehen“, sagte der Verwaltungschef.

Abstriche bei anderen Projekten unumgänglich

In der Realität dürfte dies Abstriche bei anderen Vorhaben zur Folge haben. Denn angesichts klammer Kassen ist der Spielraum für Investitionen aus eigener Finanzkraft seit Jahren äußerst gering. 2014 war er auf 442 000 Euro begrenzt und ist für 2016 nur noch auf 280 000 Euro geschätzt. Zudem sind von dem Budget 210 000 Euro stets bereits für den Eigenanteil zur Altstadtsanierung reserviert. Dennoch beschlossen die Mitglieder des Hauptausschusses den Antrag für die Fördermillionen. „Es sind beides Projekte, die wir schon lange auf der Wunschliste haben“, sagt Frank Leopold (BIV) aus Marzahna. „Dafür sollten wir jede Chance zur Finanzierung nutzen“, pflichtet Anja Schmollack CDU bei.

„Der Zustand des Gemeidehauses ist desolat“

„Der Zustand des Gemeidehauses ist desolat“; sagt Ortsvorsteher Harry Strauch in Marzahna.

Quelle: Thomas Wachs

Für sie Sanierung des Schwimmbeckens sowie der Filtertechnik im Freibad sind auf Basis eines rund zehn Jahre alten Projektes zunächst 1,5 Millionen Euro veranschlagt. In Marzahna wären zudem rund zwei Millionen Euro nötig. Dort gab es bereits einen Grundsatzbeschluss der Kommune zum Umbau des Dorfgemeinschaftshauses als Kindergarten und Vereinszentrum. In das Förderpaket aufgenommen werden nun auch die Außenanlagen und die Sporthalle auf dem früheren Schulgelände. Die Halle ist inzwischen an den Sportverein übertragen worden. Er hat bereits knapp 50 000 Euro in dringende Arbeiten am maroden Dach sowie für eine neue Heizung investiert. Fenster und Türen sollen folgen. „Seit 25 Jahre wurde an der Halle und am Dorfgemeinschafthaus nichts mehr gemacht“, sagt Harry Strauch. „Der Zustand ist desolat“, so der Ortsvorsteher.

Von Thomas Wachs

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