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Potsdam-Mittelmark Schäferhunde ringen um Bestnoten
Lokales Potsdam-Mittelmark Schäferhunde ringen um Bestnoten
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00:17 20.07.2017
Haltung bewahren – auch diese Eigenschaft mussten die Tiere nachweisen, wollten sie bei der Schau in Treuenbrietzen mit Bestnoten abschneiden. Quelle: Johanna Uminski
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Treuenbrietzen

Wenn der Deutsche Schäferhundverein zur Ortsgruppenschau ruft, kommen nicht nur zahlreiche Besucher aus der Region, sondern auch Aussteller und Züchter aus aller Welt, so auch bei der 40. Auflage der Veranstaltung. Aus ganz Deutschland, Polen, Schweiz, Niederlanden und Dänemark sowie den USA reisten die Herrchen mit ihren Vierbeinern an, die vor allem die gemütliche Atmosphäre in Treuenbrietzen schätzen.

Bei der Beurteilung laufen die Züchter und Aussteller mit den Hunden um den Platz, damit die Richter die Anatomie und Gesundheit der Hunde beurteilen können. Quelle: Johanna Uminski

Unter den strengen Augen der Richter Joachim Stiegler und Franz Peter Knaul zeigten sich 55 Rüden und Hündinnen aus insgesamt fünf Klassen von ihrer besten und schönsten Seite. Bewertet wurden die Farbe, Anatomie, Augenfarbe, Gepräge und Körperhaltung. Zur Zuchtschau waren Deutsche Schäferhunde mit Stockhaar und Landstockhaar zu gelassen.

Kim Christiansen kommt regelmäßig auf das Gelände Am Hellberg, um seine Schäferhunde vorzuführen. Erfolgreich war der Züchter auch dieses Mal. Sein 20 Monate alter Rüde Turbo wurde in der Junghundklasse mit sehr gut bewertet. „Er will gerne arbeiten, lernt schnell und ist ein sehr guter Familienhund“, schwärmt der dänische Hundezüchter, der eigens für die Veranstaltung aus dem 700 Kilometer entfernten Ort Karise in Dänemark angereist ist.

Schäferhundrüde Turbo lernt schnell, meint Kim Chistiansen. Mit seinem Hund war er extra aus Dänemark angereist. Quelle: Johanna Uminski

Mit dabei ist auch Heinz Richter, der seit 50 Jahren Schäferhunde züchtet. „Das Besondere an Schäferhunden ist, dass sie Arbeits- und Familienhunde sind“, sagt der Mörzer, der mit seiner Leidenschaft auch seine Tochter und Enkeltochter angesteckt hat. „Als Züchter hast du entweder das Feingefühl oder nicht – man muss sich auf jeden Hund einstellen können“, betont die Enkeltochter Stefanie Richter, die ebenfalls Schäferhunde züchtet. „Das Besondere bei dieser Ortsgruppenzuchtschau ist, dass man immer alte Bekannte trifft, das Flair stimmt und alles ist super organisiert“, schwärmt die Mörzerin.

Anhand dieser Ausstellungsvariante können die Richter die Anatomie eines Hundes beurteilen. Quelle: Johanna Uminski

Die Atmosphäre und die gute Organisation schätzt auch Hagen Keil, der seit 1986 Schäferhunde züchtet. „Nachdem ich nicht mehr Fußball gespielt habe, kaufte ich mir einen Schäferhund – und der hat gleich eingeschlagen“, sagt der Züchter aus Bad Liebenwerda (Elbe-Elster). Seitdem lassen ihn die Schäferhunde nicht mehr los. „Die Hunde an sich sind sehr schön, haben ein angenehmes Wesen, sind intelligent und gelassen“, schwärmt Hagen Keil, der Zuhause sieben Stockhaarschäferhunde hat. Mit seiner 13 Monate alten Schäferhündin Ipsi hat er in der Jugendklasse den ersten Platz geholt. „Ich habe es mir gewünscht, aber nicht damit gerechnet“, gibt der Hundezüchter zu, der an seiner Hündin vor allem ihren Beute- und Spieltrieb mag. „Sie ist eine Diva - wie schon ihre Mutter und Großmutter.“

Nicole Kadach ist Schauleiterin. Ein guter Schäferhund braucht für sie in erster Linie Temperament. Quelle: Johanna Uminski

Die Schauleiterin und stellvertretende Vereinsvorsitzende hat ebenfalls ein klares Bild von einem Schäferhund. „Für mich muss er Temperament haben, gehorsam und sozial sein – auch gegenüber Kindern und wie ein Deutscher Schäferhund aussehen“, sagt Nicole Kadach.

Die Qualität der Zuchtschau, die so viele Enthusiasten aus nah und fern anlockt, sei sehr hoch, betont die 34-Jährige. „Der Zusammenhalt des Organisationsteams ist super“, erklärt sei einen Grund und nennt einen weiteren: „Die Besucher aus Treuenbrietzen bleiben uns jedes Jahr treu und kommen hier her – egal ob sie sich für Schäferhunde züchten oder lediglich einen Einblick in die Arbeit des Vereins vor Ort haben wollen.“ Der besteht immerhin schon seit 1949.

Von Johanna Uminski

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