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Scheune steht in Flammen: Vier Verletzte

Marzahne Scheune steht in Flammen: Vier Verletzte

71 Feuerwehrleute sind am Donnerstagabend zur Filmtierschule in Marzahne (Potsdam-Mittelmark) ausgerückt. Dort soll laut Polizei ein Feuerwerkskörper, der während einer Party gezündet worden sei, einen Großbrand ausgelöst haben. Nach Angaben von Einsatzleiter Jan Lehnhardt gab es vier Verletzte. Auch aus dem Havelland eilten Rettungskräfte herbei.

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Ein Heulager unter dem Vordach einer Lagerhalle auf dem Gelände der Filmtierschule Schweuneke war Donnerstagnacht in Brand geraten. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr verhinderten ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude.

Quelle: Christian Griebel

Marzahne. Zu einem Großbrand ist es in der Nacht zu Freitag in der Filmtierschule Schweuneke in Marzahne während einer privaten Geburtstagsparty gekommen. Das teilte Daiana Sawatzki-Koppe von der Pressestelle der Polizeidirektion West mit. Nach Angaben von Amtswehrführer Jan Lehnhardt gab es vier Verletzte. Eine Halle, in der Stroh gelagert war, ist laut Sebastian Klamt, diensthabender Lagedienstführer in der Feuerwehrleitstelle Brandenburg, schwer beschädigt worden.

Strohlager im Vollbrand

Der Alarm ging um 20.59 Uhr in der Leistelle ein. Das Strohlager stand im Vollbrand beim Eintreffen der Rettungskräfte. Eine 40 Jahre alte Frau erlitt einen Schock und musste ins Städtische Klinikum Brandenburg gebracht werden. Ein 17-jähriger Gast, der beim Löschen helfen wollte, zog sich leichte Verbrennungen an der Hand zu, die vor Ort behandelt werden konnten. Auch zwei Feuerwehrleute, darunter eine Frau, erlitten durch Funkenflug leichte Verletzungen. Tiere der Filmtierschule waren Lehnhardt zufolge nicht in Gefahr.

Acht Wehren und die Berufsfeuerwehr im Einsatz

Die Freiwilligen Feuerwehren von Marzahne, Pritzerbe, Radewege und die Berufsfeuerwehr Brandenburg wurden zunächst alarmiert. Minuten später kam eine Nachalarmierung für die Wehren in Hohenferchesar, Fohrde und Brielow. Die Leitstelle Potsdam entsandte die Wehren in Barnewitz und Garlitz.

Zunächst war von einem kleinen Gebäudebrand die Rede. Doch der Einsatzleiter sah schon von weitem den Rauch über Marzahne.

Als Ursache des Großbrandes nannte die Polizeisprecherin einen Feuerwerkskörper, den ein Gast während des Festes gezündet haben soll. Der Leuchtkörper soll in Heuballen geflogen sein, die sich unter dem Vordach der Halle befanden, und diese sofort entzündet haben.

Mit Macht und viel Wasser stemmten sich die Feuerwehrleute dem Brand entgegen

Mit Macht und viel Wasser stemmten sich die Feuerwehrleute dem Brand entgegen.

Quelle: Christian Griebel

Neun Wehren mit 71 Feuerwehrkameraden waren zum Brand ausgerückt. Hinzu kamen die Besetzungen von drei Polizeistreifen und zwei Rettungswagen. Vor Ort waren mit den Wehren von Barnewitz und Garlitz auch Einsatzkräfte aus dem Havelland. Holger Püschel, der Amtsbrandmeister von Nennhausen, unterstütze seinen Kollegen vom Amt Beetzsee bei dem Einsatz. „Nachbar ist Nachbar und der hilft, da sind Kreisgrenzen egal“, lobte Jan Lehnhardt am Freitag die gute Zusammenarbeit mit den Feuerwehren im Havelland. Mitarbeiter des Feuerwehrtechnischen Zentrums in Beelitz-Heilstätten rückten ebenfalls zum Einsatzort aus, damit technisches Gerät wie Atemschutzmasken und Löschschläuche während des mehrstündigen Einsatzes ausgewechselt werden konnten.

Zufall sorgte für ein besonders rasches Eingreifen der Feuerwehr

Lehnhardt sprach von einem sehr schnellen Eintreffen der Feuerwehr. Der Grund: Mehrere Wehren hatten sich für eine Fortbildung in Mötzow getroffen und waren auf dem Rückweg oder gerade an ihren Gerätehäusern eingetroffen, als sie alarmiert wurden. Die Kameraden sprangen sofort in ihre Einsatzfahrzeuge und mussten nicht erst von zuhause aus zu den Gerätehäusern eilen. „Das war ein großes Glück, dass wir so schnell vor Ort waren und sofort anfangen konnten zu löschen“, sagte Lehnhardt der MAZ.

Die Feuerwehrleute konnten teils nur mit Atemschutzgeräten arbeiten

Die Feuerwehrleute konnten teils nur mit Atemschutzgeräten arbeiten.

Quelle: Christian Griebel

Seinen Angaben zufolge befanden sich beim Eintreffen der Einsatzkräfte noch rund 20 Gäste vor Ort, die von der Polizei aus der Gefahrenzone gebracht worden seien. Das Löschwasser wurde zunächst von den Tanklöschfahrzeugen gezogen, dann über einen Hydranten. Mit Hilfe eines 250 Meter entfernten Löschbrunnens konnte eine stabile Wasserzufuhr aufgebaut werden.

Mit Radladern zogen Feuerwehrleute das brennende Stroh auseinander

Mit zwei Radladern, einer von der Filmtierschule und einer von einem Landwirt, der Mitglied bei der Feuerwehr ist, zogen die Einsatzkräfte unter Atemschutz das Heulager auseinander. „Nur so konnte es gelöscht werden, sonst brennt ein Heulager tagelang", sagte Lagedienstführer Sebastian Klamt. Zeitgleich kämpften sich Kameraden vom Innern der Halle an den Brand heran. Um 22.30 war das Feuer unter Kontrolle, um 1.30 Uhr der Einsatz beendet.

Vor wenigen Jahren gab es in der jetzt vom Brand betroffenen Halle eine Feuerwehrübung: „Es war alles so, wie wir es geübt hatten. Quasi Übung Schweunicke II, nur diesmal als Ernstfall“, so Lehnhardt.

Von Marion von Imhoff

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