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Potsdam-Mittelmark Schiffe beziehen im März ein neues Quartier
Lokales Potsdam-Mittelmark Schiffe beziehen im März ein neues Quartier
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19:08 27.02.2018
Diese Steganlage wird, sobald es das Wetter zulässt, von knapp 20 Booten des Yachtcharters Werder bezogen. Quelle: Luise Fröhlich
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Werder

Noch halten die 16 Yachten dick eingepackt Winterschlaf an der Havel. Aber sobald es das Wetter zulässt, ziehen sie um ins neue Quartier etwa 250 Meter weiter südlich. Der Geschäftsführer vom Yachtcharter Werder, Bennet Seidel, hat im vorigen Jahr ein Gelände der Marina Unruh in der Adolf-Damaschke-Straße gekauft. Die Firma will sich weiter vergrößern. Zwei Steganlagen bieten Platz für 52 Boote und 2019 will Bennet Seidel dort eine Servicehalle bauen, wie er verrät. Die Vermietung der Yachten für Urlaubsgäste soll zwar das Kerngeschäft bleiben, aber in der neuen Halle könnten dann zudem zwei Boote gleichzeitig gewartet werden.

Geschäftsführer Bennet Seidel Quelle: Luise Fröhlich

Bislang ist der Yachtcharter Werder Mieter auf dem Areal der Vulkanfiber-Fabrik. „Schon länger bestand der Wunsch, unabhängig zu sein und einen eigenen Hafen zu haben“, berichtet Mitarbeiterin Anja Giesecke. Mitte März soll der Umzug beginnen, um pünktlich zum Saisonbeginn im April fertig zu sein. Die meisten Yachten sind in der Sommerzeit bereits ausgebucht. In diesem Jahr sollen zwei neue Schiffe hinzukommen. Eine davon ist die „Cecilie“, die Platz für acht Personen an Bord hat. Sie ist fast 13 Meter lang und mehr als vier Meter breit – „eine mobile Ferienwohnung“, wie Anja Giesecke sagt. Die „Cecilie“ soll Mitte Juni in Werder ankommen. „Wir würden gern zusammen mit der Schifftaufe auch die Eröffnung des neuen Hafens feiern“, erzählt Bennet Seidel. Details zur großen Feier stehen noch nicht fest.

Die wenigsten Gäste kommen aus Brandenburg oder Berlin

1999 hat Bennet Seidel mit zwei Schiffen an der Havel begonnen. Mittlerweile ist das Unternehmen auf drei Standorte verteilt. Auch von Mirow in Mecklenburg-Vorpommern und Zehdenick (Oberhavel) aus werden Boote vermietet. Insgesamt besteht die Flotte aus 27 Schiffen. Sehr beliebt ist die Tour von Werder nach Mirow, sagt Anja Giesecke. Für diese Route ist allerdings ein Sportbootführerschein nötig. In der Mecklenburgischen Seenlandschaft reicht ein Charterschein, den Neulinge innerhalb von drei Stunden erwerben können. Die Freizeitkapitäne lernen die Technik des Schiffes kennen und erfahren, was die Zeichen an den Ufern bedeuten oder wie sie sich bei Begegnungen mit anderen Booten verhalten müssen. Der Charterschein ist nur für die Zeit des Urlaubs gültig. Zu den gefragtesten Routen zählt auch die Tour nach Berlin. „Viele wollen die Hauptstadt vom Wasser aus sehen“, erzählt Anja Giesecke. Die meisten Gäste, die über Yachtcharter Werder ihren Urlaub auf dem Wasser buchen, kommen aus dem Raum Hannover oder Hamburg. Aber auch Holländer, Schweizer, Österreicher und Tschechen suchen vermehrt Erholung auf der Havel oder an der Mecklenburgischen Seenplatte. Nur fünf Prozent der Gäste kommen aus Brandenburg oder Berlin. Eine Woche auf dem Boot kostet je nach Saison und Schiffstyp zwischen 850 und knapp 3600 Euro.

Die Marina Unruh vermietet in Werder derzeit rund 40 Schiffe und will mit der künftig benachbarten Firma kooperieren. Das Gelände war einst eine Ziegeleifabrik. Seit Ende der 1950er Jahre baute die Bootswerft Hellmig dort Jollenkreuzer. Vor etwa zehn Jahren übernahm Bernd Unruh das Areal und investierte in die Hafen-Erschließung.

Von Luise Fröhlich

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