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Schimmel an neuer Kleinmachnower Schule

Wasserschaden Schimmel an neuer Kleinmachnower Schule

Erst im Sommer ist die Grundschule „Auf dem Seeberg“ in Kleinmachnow fertig geworden. Doch der schöne Neubau hat schon jetzt einen immensen Schaden. Ein „kleiner Wasserschaden“ im Toilettentrakt des Gebäudeteils, wuchs zu einer üblen Großhavarie aus. 100 000 Euro soll das nun kosten. Die Reparatur beginnt am Montag, denn es schimmelt bereits.

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Der Garderobenbereich wird komplett mit einer Schleuse belüftet

Quelle: Fotos (4): Privat

Kleinmachnow. Der schöne Neubau für die kommunale Grundschule „Auf dem Seeberg“ hat Schönheitsflecke bekommen. Ein erst als eher gering eingeschätzter „kleiner Wasserschaden“ im Toilettentrakt des Gebäudeteils, den der Hort Am Hochwald bezogen hat, wuchs zu einer üblen Großhavarie aus. Wasser drückt offenbar durch den Boden nach oben. Was man im Sommer noch bis zur feierlichen Eröffnung des Schulbaus Ende August hatte abstellen wollen, läuft noch immer: Bis jetzt müssen Trockengeräte angeschaltet bleiben. Einige Eltern befürchten nun Gesundheitsschäden für ihre Kinder, wie sie der MAZ mitgeteilt haben. Denn es hat sich Schimmel in den Räumen gebildet, Spinde mussten entfernt werden, da diese an den Rückwänden verschimmelt waren, Dämmwolle hat sich mit Wasser vollgesogen. Bauleute und Gutachter sind im Einsatz. Auf Druck der Eltern wurde das Gesundheitsamt eingeschaltet.

Bürgermeister Michael Grubert (SPD) bestätigte der MAZ den Vorfall. Befallen seien drei Räume, unter anderem ein Flur, in dem die Garderobenschränke stehen. Diese Bereiche werden komplett mit einer Schleuse belüftet. Da der Bau ohne Keller sei, müssten Löcher durch den Estrich und die Dämmung gebohrt und Luft nach unten eingepustet werden. Da funktioniert keine schnelle Trocknung. Zuallererst waren betroffene Trockenbauwände herausgerissen und Staubschutzwände gezogen worden. Im Staub enthaltene Schimmelspuren wurden entsorgt, „alles abgewaschen, jeder Bleistift“, versichert Grubert. „Der minimale Pilzbefall im Staub“ werde außerdem durch die gute Lüftungsanlage der Schule abgezogen. Die Anlage zieht die verbrauchte Luft heraus und zieht von draußen frische herein. Da sie ohne Filter funktioniert, könne auch kein Schimmelstaub im Filter hängen bleiben. Laut Grubert wurde eine Baubiologin hinzugezogen, die die Luftgütemessungen begleitet.

In zwei Elternbriefen hat Grubert über das Problem und dessen Lösungsanstrengungen berichtet. Bis Weihnachten, so die jüngste Einschätzung, solle alles im Reinen sein. Inzwischen streiten sich die beteiligten Baufirmen über die Schuldfrage. Laut Grubert soll es bereits um eine Schadenssumme von bis zu 100 000 Euro gehen.

Nach mehreren Untersuchungen und Tests steht nun mit ziemlicher Sicherheit fest, dass ein defekter Abfluss in der Spülküche der Schule den Wasserschaden verursacht haben könnte, sagte Grubert am Freitag der MAZ. Am selben Tag hatte ein öffentlich bestellter und vereidigter Gutachter den Schaden protokolliert und die Sanitärfirma als mutmaßlichen Verantwortlichen ermittelt. Die Dokumentation soll zur Beweisführung herangezogen werden, falls es einmal zu einem Gerichtsverfahren kommt. Der Generalauftragnehmer habe der Gemeinde zugesichert, ab Montag mit der Reparatur des Abflusses zu beginnen, so der Bürgermeister. Bis Weihnachten müssten allerdings die Trocknungsgeräte noch weiterarbeiten, weil die Trockenlegung ein langwieriger Prozess sei.

Von Claudia Krause

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