Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
„Schimmelhaus“ wartet weiter auf Sanierung

Brück „Schimmelhaus“ wartet weiter auf Sanierung

Jetzt bestätigt auch ein Gutachten die Probleme mit dem bei Mietern schon als „Schimmelhaus“ verschrienen kommunalen Wohnblock an der Straße des Friedens 43 bis 45a in Brück. Doch die seit mehr als einem Jahr diskutierte Situation ist noch immer nicht gelöst. Das Haus harrt weiter seiner Sanierung für mindestens 250 000 Euro.

Brück 52.19721178212 12.76778279895
Google Map of 52.19721178212,12.76778279895
Brück Mehr Infos
Nächster Artikel
Neue Ausstellung über den Rothirsch

Von vorne kaum zu sehen: An dem Wohnblock Straße des Friedens 43 bis 45a in Brück ist angesichts von Feuchtigkeitsproblemen der Sanierungsbedarf groß.

Quelle: Thomas Wachs

Brück. Seit gut einem Jahr werden Lösungen für die massiven Probleme mit Feuchtigkeit und Schimmel im kommunalen Mietwohnungen an der Brücker Straße des Friedens 43 bis 45a offensiv diskutiert. Gelöst sind sie indes bis heute nicht. Das räumten die Mitglieder des Ausschusses für Infrastruktur, Stadt- und regionale Entwicklung jetzt ein. „Eigentlich sollte eine derzeit leer stehende Wohnung bereits als Testobjekt längst saniert sein“, sagte Ausschusschef Lothar Koch (SPD). Dafür hatten die Abgeordneten im Spätsommer 2016 einen Eilbeschluss gefasst.

Handlungsdruck seit mehr als einem Jahr

Sodann sollte die Wohnung mit Lüftungsprotokollen betrieben werden, um weiter Ursachenforschung betreiben zu können. „Dieser Beschluss hatte uns nicht erreicht“, sagte Ingrid Ouart, Geschäftsführerin der Wohnungsverwaltungs-, Bauservice- und Dienstleistungs- GmbH (WVG) mit Sitz in Joachimsthal (Kreis Barnim) am Dienstag auf Nachfrage der MAZ. Sie verwaltet alle kommunalen Immobilien der Stadt und hat schon vor einem Jahr den Handlungsdruck für die Probleme in der Straße des Friedens deutlich gemacht. Für dieses Jahr stehen zu deren Lösung nun 250 000 Euro im Wirtschaftsplan. Sollte dieser von den Stadtverordneten in ihrer Sitzung am 9. März beschlossen werden, könne die Planung für die konkreten Sanierungsarbeiten umgehend beginnen, so Ouart.

Beschluss noch gar nicht umgesetzt

Bei einem Ortstermin mit einem zusätzlich zu der Fachplanerin beauftragten Gutachter hatten einige Abgeordnete nun jedoch einerseits festgestellt, dass der Beschluss für erste kleinteilige Arbeiten noch nicht umgesetzt wurde. Andererseits sei deutlich geworden, „dass die Situation gar nicht so dramatisch ist, wie von der Wohnungsgesellschaft beschrieben“, sagte Matthias Schimanowski (Pro Brück).

Unklar sei bislang, woher die starke Feuchtigkeit in einigen, aber nicht jeder der 24 Wohnungen im Haus kommt. Der Plattenbau aus DDR-Zeiten war nach der Wende im Auftrag der Stadt saniert worden. Dabei erfolgte auch eine Dämmung der Fassaden. „Sie ist an einigen Stellen wohl nicht richtig verklebt worden. Zudem kamen verschiedene Systeme zum Einsatz“, sagte Michael Klenke (SPD), der amtierende Bürgermeister. Er plädierte dafür, „nicht gleich die ganze Fassade anzufassen“. Auf Vorschlag von Lothar Koch soll nun ein neuer Eilbeschluss zur Sanierung der Musterwohnung her, während parallel weiter über das Gesamtpaket beraten werden sollte.

Ingrid Ouart geht davon aus, dass mindestens an der Rückfront des Hauses eine komplexe Sanierung der Fassade samt Dämmung nötig ist. „Darin waren Planerin und Gutachter beim Ortstermin einig“, sagte die Geschäftsführerin. „Was genau geschehen soll, müssen die Stadtverordneten entscheiden“, sagte die WVG-Chefin am Dienstag.

Von Thomas Wachs

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg