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Schirme, Kappen, Sporen

Pilzfestival in Bardenitz Schirme, Kappen, Sporen

Viele gute Speisepilze werden aus Unkenntnis verschmäht. Im Gegenzug landet oftmals auch Ungenießbares oder gar Giftiges im Körbchen. Abhilfe schaffen könnte das Pilzfestival, zu dem am Wochenende nach Bardenitz eingeladen wird. Exkursion und Erklärungen stehen auf dem Programm.

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Das Pilzmesser hat Jürgen Neuendorf eigentlich immer dabei. Nicht nur essbare Pilze wandern dabei in sein Körbchen.

Quelle: Uwe Klemens

Bardenitz. Die Pilzsaison hat begonnen. Rechtzeitig zum Beginn der Jagd auf die schmackhaften Feld- und Waldfrüchte geht am Wochenende das Bardenitzer Pilzfestival in die nächste Runde. Zwei Tage lang dreht sich im Dorfgemeinschaftshaus fast alles um Lamellen, Schirme, Kappen und Sporen. Der Bad Belziger Jürgen Neuendorf gehört zu denjenigen, die sich damit besonders gut auskennen. Als Schüler des vor zwei Jahren verstorbenen Pechüler Heimat- und Naturforschers Eduard Prinke, der das Pilzfestival vor 14 Jahren erfand, fühlt sich der heutige Sachverständige dem großen Erbe verpflichtet. Die Weiterführung des Festivals gilt dabei als die beste Form.

Mit der Pilzausbeute ganz zufrieden

Los geht es auch in diesem Jahr mit einer mehrstündigen Pilzwanderung, zu der jeder, der Lust auf schmackhafte Beute und Spaß am gemeinsamen Wandern hat, willkommen ist. Wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk, ein luftdurchlässiger Korb, ein scharfes Messer und gute Laune sollten dazu zwingend mitgebracht werden. Treff ist am Sonnabend um 13 Uhr am Dorfgemeinschaftshaus. Von dort geht es knapp drei Kilometer bis zur Keilbergaussicht auf das ehemalige Schießplatzgelände. Hin- und Rücktour dauern etwa drei bis vier Stunden.

Neuendorf selbst hat das Areal in diesen Tagen schon mal probeweise untersucht und ist mit der Ausbeute ganz zufrieden. Eine Krause Glucke und ein paar Rotkappen sind dabei in seinem Körbchen gelandet. „Das Wetter passt jetzt eigentlich ganz gut. Nach der langen Trockenheit brauchen die Pilze jetzt noch ein paar Tage, damit die Fruchtkörper ordentlich wachsen können. Wenn die Nächte bis zum Wochenende nicht zu kalt werden, wird es genug zum Sammeln geben.“

Auch das Dachbodenmuseum lockt

Einen Tag später findet im Dorfgemeinschaftshaus dann die große Pilzausstellung statt. Für den Fall, dass die Pilzwanderer vom Vortag ihre Ausbeute lieber in den eigenen Topf wandern lassen, wird Neumann selbst bis dahin noch eifrig sammeln. Verstärkung erhält der Pilzsachverständige an diesem Tag von seinem Kollegen Reiner Lamprecht aus Wildau und von den Mitarbeitern der Naturwacht, die den Besuchern zu allen Fragen zur Verfügung stehen. Ebenfalls geöffnet sein wird am Sonntag das im Haus untergebrachte Museum. Die Ausstellung gibt Einblick in das Landleben vergangener Tage. Der Heimatverein lädt rund um das Dorfgemeinschaftshaus zu einem kleinen Dorffest.

Von Uwe Klemens

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