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Schlackwurst und Kartoffeln aus dem Hofladen

Roskow Schlackwurst und Kartoffeln aus dem Hofladen

In Roskow betreibt die Havelland Agrargenossenschaft Weseram nun ihren Hofladen, der zuvor nur in der Spargelzeit geöffent war, ganzjährig und hat für das neue Geschäftsfeld regionale Produkte ins Sortiment aufgenommen. Es ist eine Idee des neuen Vorstandsvorsitzenden Marten Woellner.

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Gretel Mahler und Marten Woellner im Roskower Hofladen am Schwarzen Weg.

Quelle: Marion von Imhoff

Roskow. Alles, was es für eine deftige Mahlzeit braucht, gibt es im Roskower Hofladen der Havelland-Agrar-Genossenschaft Weseram: Kartoffeln, Rosenkohl, Schlackwurst, Eier und Speck. Der Hofladen am Schwarzen Weg ist ein neuer Geschäftszweig der landwirtschaftlichen Genossenschaft mit ihren 26 fest angestellten Mitarbeitern. Der Laden war eine der ersten Ideen des neuen Agrar-Chefs Marten Woellner. Der studierte Landwirt ist seit Ende 2016 Vorstandsvorsitzender der Genossenschaft.

„Wir bieten Produkte aus der Region an“, sagt Marten Woellner. Dazu zählen Wurst und Fleisch der Metzgerei Zimmermann aus Görzke, Eier vom Damsdorfer Geflügelhof Kaiser und Biohonig aus Nennhausen. Marmelade bezieht der Hofladen von Manufakturen aus dem Spreewald und aus Rheinsberg und Saft von der Mosterei Ketzür. Es sind überwiegend Produkte aus konventioneller Landwirtschaft, aber einige besitzen auch ein Biosiegel.

Der Geschäftszweig soll wachsen und weitere Produkte werden hinzukommen. „Wir wollen probieren, dass wir ein eigenes Rind weg geben und geschlachtet und zu Wurst verarbeitet wieder zurück bekommen und hier im Hofladen vermarkten“, sagt Marten Woellner. Kurze Transportwege für die Tiere sind das Prinzip. Auch Putenfleisch aus dem Betrieb direkt zu vermarkten, kann sich der Agrar-Chef vorstellen. Doch das sei logistisch schon schwieriger bei Geflügelfleisch und den Hygieneauflagen. Der Agrarbetrieb hat jährlich 60 000 Tiere in der Putenmast.

Roskow wählte das Unternehmen als Sitz für den Hofladen, weil dort bereits die nötige Infrastruktur vorhanden ist mit Kühlräumen vom saisonalen Verkauf des Spargels im Frühling und Frühsommer. „Hier ist es ländlich und rustikal, wir probieren es, obwohl es von der Lage etwas schwierig ist und etwas ab von der Straße ist“, sagt Woellner.

Den Hofladen schmeißt Gretel Mahler, die Rentnerin ist fest angestellt und ist bereits im Spargelverkauf aktiv. Drei Tage die Woche hält die Weseramerin das Geschäft offen.

Eine Frau betritt den Laden. „Ah, Sie schauen mal wieder vorbei, wie schön“, begrüßt Gretel Mahler die Kundin. Kurz zuvor hatte Hagen Schiemann aus Päwesin Schlack- und Leberwurst gekauft bei Gretel Mahler. „Ich möchte es ausprobieren“, sagt der 58-Jährige. „Ich kaufe heute hier zum ersten mal ein.“

Die Kunden kommen aus den umliegenden Orten. „Wir sind zufrieden mit der Kundenzahl jetzt in der Aufbauzeit“, sagt Marten Woellner. „Der eine Tag läuft so, der andere so.“ Der Hofladen soll auch dem Image des Betriebes, der Landwirtschaft insgesamt dienen, sagt der 35-Jährige, der in Klein Kreutz aufgewachsen ist und in Neubrandenburg studiert hat. „Wir möchten den Leuten nahe bringen, woher die Lebensmittel kommen. Da ist ein Hofladen gar nicht so verkehrt.“

Der Großteil des Spargels, den der Betrieb produziert, geht am Roskower Standort über den Ladentisch. Auf 33 Hektar baut der Betrieb Spargel an. Auch weihnachtlich soll es in der Adventszeit im Hofladen zugehen.

Von Marion von Imhoff

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